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Nationalitätenkonflikte im (professionellen) Musikbetrieb der späten Habsburgermonarchie – Herzliche Einladung zum Vortrag


Ass.-Prof. Dr. Fritz Trümpi der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien wird am Montag, den 15. Januar einen Vortrag zum Thema „Nationalitätenkonflikte im (professionellen) Musikbetrieb der späten Habsburgermonarchie“ halten.

Abstract:

Die Rede vom "Musikbetrieb" referiert auf die praktische Ausgestaltung des Musiklebens – im Unterschied etwa zu musikästhetischen Zugängen, die in der musikwissenschaftlichen Forschung bis heute auch hinsichtlich von Fragen nach dem Verhältnis von Nationalismus und Musik einen vorrangigen Platz einnehmen. Im Mittelpunkt stehen hier somit weniger kompositorisch-normative Gesichtspunkte, sondern vielmehr die aufführungspraktische Seite der Musik, oder noch konkreter, die Aufführenden musikalischer Veranstaltungen. Ass.-Prof. Dr. Trümpi heftet sich also (berufsmäßigen) Musikern und Musikerinnen aus verschiedenen Gebieten der späten Habsburgermonarchie an die Ferse, und untersucht, zu welchem Zweck und mit welchem Ergebnis sie sich zu (Interessens-)Gruppen vereinigten und so die Bildung musikalischer Berufsorganisationen vorantrieben. Dieser Weg führt ihn schließlich zur Ausgangsfrage nach Nationalitätenkonflikten zwischen den (sehr heterogenen) Berufsgruppen von Musikern und Musikerinnen zurück, die er dahingehend zu beantworten - bzw. zu diskutieren - versucht, inwiefern eine Untersuchung zur "Nationalisierung" von Musikern und Musikerinnen für eine Erklärung von "Nationalisierungen" des Musikbetriebs historiographischen Wert verspricht.

Der Vortrag beginnt um 15:45 Uhr und findet im Raum 3022 im Gebäude G (Musikwissenschaft) statt.

Alle Interessierten sind hierzu ganz herzlich eingeladen!

Pl_Nationalitätenkonflikte

Meldung vom 07.01.2018