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Prof. Riccardo Gualdo


R.Gualdo

Università degli Studi della Tuscia (Viterbo)

E-Mail: gualdo@unitus.it
Telefon: +49 821 598 - 5741
Raum: 4030


Lebenslauf

Riccardo Gualdo studierte an der Universität "Sapienza" in Rom Geschichte der Italienischen Sprache und Italianistik und wurde dort 1992 promoviert mit einer Dissertationsschrift über die Sprache der Medizin im 15. Jahrhundert.

2000 habilitierte er sich an der Universität Lecce
(Italienische Sprachwissenschaft).

2010 nahm er den Ruf als Professore ordinario für Italienische Sprachwissenschaft an der Università degli Studi della Tuscia (Viterbo) an, wo er zuvor bereits seit 2004 als außerordentilicher Professor tätig war.

Riccardo Gualdo war 2003-2009 Vorsitzender der Associazione Italiana per la Terminologia (Ass.I.Term). Er ist Mitglied der Associazione per la Storia della Lingua Italiana (ASLI) und seit 2005 ordentliches Mitglied der Accademia dell’Arcadia (Rom).

 

Forschungsschwerpunkte

Riccardo Gualdos Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen

  • Geschichte der Italienischen Sprache (Mittelalter, Renaissance,
    19. und 20. Jahrhundert),
  • Politolinguistik,
  • Sprache der Wissenschaften (Medizin, Recht, Geschichte),
  • Lexikographie und Lexikologie,
  • Sprache der Medien (Presse, Fernsehen, elektronische Medien).

 

Forschungsprojekt an der Universität Augsburg
(September-Oktober 2018)

Ziel des vorliegenden Projekts ist eine kontrastive Analyse der politischen und institutionellen Sprache in Italien und Deutschland in den letzten zehn Jahren (2009-2018) unter dem Gesichtspunkt der Versprachlichung von europäischen und nationalen Identitäten in der politischen Kommunikation über die traditionellen und neuen Medien in beiden Ländern.

In der Forschung wird dieser Bereich im Wesentlichen durch die Geschichte der Gegenwartssprache, die Soziolinguistik und die kritische bzw. linguistische Diskursanalyse abgedeckt.

Ausgangspunkt für das Projekt ist zunächst die Erfassung von politischen und institutionellen Texten der letzten zehn Jahre in zwei parallelen Korpora (italienisch und deutsch) als empirische Grundlage für eine kontrastive Untersuchung der Präsentation von Themen der europäischen und der nationalen Identität im politischen Diskurs der beiden Länder.

Die Korpora werden über folgende Gesichtspunkte eingegrenzt:

  • eine qualitativ/quantitativ repräsentative Auswahl der Texte erfolgt aus
    1. Plenardebatten des Deutschen Bundestags und des Italienischen Parlaments (2009-2018)
    2. Reden von führenden politischen Persönlichkeiten unterschiedlicher Orientierung in Deutschland und Italien
    3. Sekundärquellen (Zeitungsartikel / Kommentaren und politologische Studien);
  • für die Analyse erfolgt eine weitere Textauswahl aus Schriftenmedien;
  • im Zentrum der Analyse stehen insbesondere Schlagwörter und Metaphern aus bestimmten Begriffsbereichen, persuasive Strategien, Argumentationsstrukturen.

 

Veröffentlichungen (Auswahl)