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Perspektiven, Ansätze und Methoden der Kulturwissenschaft in der Romanistik: Romanistik als Kulturwissenschaft


Titel: Perspektiven, Ansätze und Methoden der Kulturwissenschaft in der Romanistik: Romanistik als Kulturwissenschaft (HS) auch für Magisterstudierende Romanische Literaturwissenschaft Französisch geeignet; auch für nicht-modularisiertes Lehramtsstudium (Gymnasium, Realschule Französisch) geeignet
Dozent(in): PD Dr. Kian-Harald Karimi
Termin: Do, 10.00-11.30
Gebäude/Raum: 1005
Anmeldung: über digicampus
Modulsignatur: BacFran23-LW, Nr. 2 WBFran, Nr. 3 MaRom03, Nr. 1 GyF23-LW, Nr.2 BacIta24-LW, Nr.2 WBIta, Nr.3 GyI 23-LW, Nr.2 BacSpa24-LW, Nr. 1 WBSpa, Nr.3 GySpa23-LW, Nr.1


Inhalt der Lehrveranstaltung:

In den letzten beiden Jahrzehnten hat die z. T. noch immer als Kulturstudien oder Landeskunde titulierte Kulturwissenschaft auch in der Romanistik zunehmende Bedeutung erhalten. Dass sie  dabei z. T. weit in die traditionellen Arbeitsfelder der Sprach- und Literaturwissenschaft hineingreift und an deren Fragestellungen teilhaben, erscheint unbestritten. Es gilt daher, zunächst ihre theoretischen Grundlagen in Ansätzen darzustellen und dabei vor allem die historische bzw. kulturelle Anthropologie (wissenschaftliches Erfassen des Menschen als kulturell-historisches Wesen, das ihn von der Bestimmung eines bloßen Naturwesens abhebt) im Auge haben. Ebenso sind die Imagologie (die Produktion von Mythen, von Selbst- und Fremdbilder, die Religion als sekundäres modellbildendes System) sowie die Epistemologie (die Produktion von Wissen nach historisch dominanten Modellen, Wissenschaftsgeschichte) zu berücksichtigen, die sich aus der Beschreibung der Anthropologie ableiten. Dabei werden imagologische Begriffe wie das historische bzw. kulturelle Gedächtnis (Halbwachs, Assmann), das sogenannte Imaginaire, der Völker und Nationen von der eigenen Identität, aber auch die Bilder des Fremden (Said) eine wichtige Rolle spielen. Dass sich das Seminar nur in Ansätzen auf diesen Aufgabenbereich einlassen kann, soll hier nicht verschwiegen werden. Denn nicht nur die Fragestellungen werden sich als umfangreich erweisen, sondern auch die unüberschaubar gewordenen Gebiete der Alten wie Neuen Romania mit einer Milliarden Menschen, deren kulturelle Verschiedenartigkeiten und historische Ungleichzeitigkeiten nicht allein nach europäischen Antworten verlangen.

Aufgabe des Seminars wird es daher sein, im Rahmen einer Bibliographie schrittweise eine Erarbeitung der genannten Teilbereiche zu leisten und in diesem Sinne die weiter oben skizzierten Schwerpunkte zu erarbeiten. Das Seminar, das eine Reihe ähnlich gearteter Veranstaltungen einleiten soll, steht allen Studierenden des Französischen, Italienischen und Spanischen im Hauptstudium offen.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: Hauptstudium
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Romanische Literaturwissenschaft / Französisch
Nummer der Lehrveranstaltung: 0
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: HS - Hauptseminar
Leistungspunkte: 8
Prüfung: Referat / Hausarbeit
Datum der Prüfung: 11.02.2011
Semester: WS 2010/11