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Hauptseminar Voltaire und Rousseau


Dozent(in): PD Dr. Henning Teschke
Termin: Di. 17.30-19.00
Gebäude/Raum: R 2127a


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Voltaire und Rousseau eint seit der Mitte des 18. Jahrhunderts der Kampf gegen Aberglauben und gegen den Einfluss einer Offenbarungsreligion auf Justiz und Politik. Die Literatur erhält politisch-gesellschaftliche Bedeutung. Voltaire und Rousseau schaffen damit theoretische Grundlagen der Revolution von 1789. Zugleich unterscheiden sich beide Aufklärer so grundlegend, dass ihr Konflikt paradigmatisch für die Frage bleibt, woher die Ungleichheit zwischen Arm und Reich kommt. Nach der Lektüre von Rousseaus Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes schreibt Voltaire an diesen, dass niemand es mit mehr Geist unternommen hätte, uns zu Tieren zu machen und das Bedürfnis zu erwecken, auf allen Vieren herumzulaufen. Er, Voltaire, hätte diese Beschäftigung jedoch vor einigen sechzig Jahren aufgegeben. Doch vielleicht liegt im Spott nur die Anerkennung der Unersetzlichkeit des Anderen bei der Suche nach Antworten auf die schwierigste Frage: Was ist die „Natur“ des Menschen, was an ihr ist veränderlich und was nicht?

Literatur

Henri Gouhier, Rousseau et Voltaire. Portraits dans deux miroirs, Paris 1983

Jean Starobinski, Jean-Jacques Rousseau. La transparence et l’obstacle, Paris 1971

Jürgen von Stackelberg, Über Voltaire, München 1998


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: für alle Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Lehramt, Magister
Nummer der Lehrveranstaltung: 05307
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: HS - Hauptseminar
Bereich: Romanische Literaturwissenschaft (fr.)
Semester: WS 2008/09