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Vortrag, 12.07.2018: Geblieben als Tschechen, verfolgt als Deutsche: Deutsch-tschechische Kinder in den ersten Jahren der Nachkriegstschechoslowakei


Vortrag, 12.07.2018: Geblieben als Tschechen, verfolgt als Deutsche: Deutsch-tschechische Kinder in den ersten Jahren der Nachkriegstschechoslowakei (Michal Korhel, M.A., Universität Augsburg und Universität Ústi nad Labem)

In der Zwischenkriegszeit waren gemischte Ehen zwischen Deutschen und Tschechen in der Tschechoslowakei nichts Ungewöhnliches und von staatlicher Seite gerne gesehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch standen sie der neuen Politik der „nationalen Säuberung“ im Wege, welche an gemischten Familien und deren Kindern scheiterte, da diese weder deutsch noch tschechisch waren. Ursprünglich sollten sie der Beweis einer gelungenen Integration sein, wurden aber oft in der nach dem Krieg gespaltenen Gesellschaft als potentielle Feinde und Verräter empfunden. Wieso aber die meisten von ihnen dennoch in der Tschechoslowakei bleiben durften und was für Konsequenzen daraus resultieren, sind die Hauptfragen, welche im Vortrag beantwortet werden.

Michal Korhel hat (Neuere) Geschichte in Berlin, Jena und Moskau studiert. Derzeit ist er Doktorand der Universitäten in Augsburg und Ústí nad Labem sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter im Marie Skłodowska-Curie Innovative Training Network „Children Born of War – Past, Present and Future“. In seiner Forschung beschäftigt er sich hauptsächlich mit deutsch-tschechischen Kindern in Politik und Gesellschaft der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg.

Termin: 12.07.2018, 18:15-19:45 Uhr
Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Alter Postweg 97a, 86159 Augsburg

Vortrag, 03.07.2018: Die Juden Bulgariens zwischen Deportation und Überleben


Die europäische Dimension des Holocaust – Eine Vortragsreihe des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben in Kooperation mit dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

Teil III: Die Juden Bulgariens zwischen Deportation und Überleben (Referentin: Souzana Hazan, Jüdisches Kulturmuseum-Augsburg-Schwaben)

1941 trat Bulgarien dem Dreimächtepakt bei, um im Gegenzug Unterstützung für seine Gebietsansprüche gegenüber den Nachbarstaaten zu erhalten. Auch ohne einen traditionellen Antisemitismus hatte die bulgarische Führung bereits vor diesem Schritt eine antijüdische Gesetzgebung erlassen, die sie in den Folgejahren weiter ausbaute. Im März 1943 lieferte Bulgarien 11.300 Juden aus den besetzten Gebieten in Mazedonien und Thrazien an das Deutsche Reich aus, von denen keiner überlebte. Die Deportation der Juden aus dem Kernland wurden jedoch angesichts von Protesten und der sich abzeichnenden deutschen Kriegsniederlage gestoppt. So überlebten 49.000 bulgarische Juden den Krieg. Der Vortrag zeichnet die Geschichte in ihrer Entwicklung nach und geht der Frage nach den Handlungsspielräumen und sich wandelnden Motiven der bulgarischen Führung nach. Er geht auch auf die Nachkriegsgeschichte, als sich das sozialistische Bulgarien zum einem „Land der Retter“ stilisierte.

Termin: 03.07.2018, 19:00 Uhr
Ort: Festsaal der Synagoge Augsburg, Halderstr. 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: 5,00/3,00 Euro

Vortrag, 20.06.2018: Stand der Holocaustforschung


Vortrag, 20.06.2018: Stand der Holocaustforschung (Prof. Dr. Frank Bajohr, IfZ München)

Im Rahmen eines Vortrages wird Prof. Dr. Frank Bajohr über die aktuellen Ansätze der Holocaust-Forschung sprechen und die Haupttendenzen hervorheben.

Prof. Dr. Frank Bajohr studierte Geschichte, Sozial- und Erziehungswissenschaften an der Universität Essen. Seine Forschungsinteressen liegen in der Geschichte des Holocaust und der NS-Zeit, sowie in der Geschichte des Antisemitismus. Aktuell ist Prof. Dr. Bajohr wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien im IfZ München.

Termin: 20.06.2018, 18:15-19:45 Uhr
Ort: Universität Augsburg, Raum D 2128

Kooperationsveranstaltung mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. Dietmar Süß).

Vortrag, 19.06.2018: Die Verfolgung und Ermordung der slowakischen Juden


Die europäische Dimension des Holocaust – Eine Vortragsreihe des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben in Kooperation mit dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

Teil II: Die Verfolgung und ermordung der slowakischen Juden (Referentin: Barbara Hutzelmann, München)

Die von Hitlers Gnaden 1939 gegründete Slowakische Republik war einer der engsten Verbündeten des nationalsozialistischen Deutschlands. Mittels umfassender antisemitischer Gesetze schloss die slowakische Regierung die etwa 89.000 Jüdinnen und Juden vollständig aus der Gesellschaft aus, entrechtete und beraubte sie. Ohne deutschen Druck erklärte sich die Slowakei zur Deportation der jüdischen Bevölkerung bereit – zwischen März und Oktober wurden fast 58.000 slowakische Juden in die Vernichtungslager und in die Gettos im Distrikt Lublin verschleppt, nur wenige von ihnen überlebten. Nach dem Ausbruch des slowakischen Nationalaufstandes im Herbst 1944 rückten aufgrund des Hilfsansuchens der slowakischen Regierung Wehrmacht und SS-Einsatzkommandos in das Land ein und verfolgten erbarmungslos die noch lebende jüdische Bevölkerung und deportierten tausende bis April 1944 in die deutschen Konzentrationslager.

Termin: 19.06.2018, 19:00 Uhr
Ort: Festsaal der Synagoge Augsburg, Halderstr. 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: 5,00/3,00 Euro

Ausstellungseröffnung, 18.06.2018: Tragische Erinnerungsorte – Geschichten aus Nordböhmen


Ausstellungseröffnung, 18.06.2018: Tragische Erinnerungsorte – Geschichten aus Nordböhmen. Mit einem Einführungsvortrag von Maja Konstantinović (Antikomplex).

Antikomplex, eine NGO in Tschechien, wurde mit dem Ziel gegründet, zur kritischen Auseinandersetzung mit der tschechischen Geschichte beizutragen. Das Team hat bereits mehrere, sehr gelobte Ausstellungen realisiert.

Schüler nordböhmischer Gymnasien haben im Jahre 2010 eine Wanderausstellung kreiert, die seitdem europaweit tragische Erinnerungsorte in Nordböhmen vorstellt und dabei die schicksalshaften Ereignisse in der Region von 1938 bis 1945 zur Geltung bringt. Geschichten der Orte Aussig, Komotau, Postelberg, Kaaden, Saaz zielen darauf ab, das Zusammenleben Tschechen und Deutscher zu Kriegszeiten zu veranschaulichen und Probleme, Gewalttaten und -akte kritisch zu beleuchten und historisch auszuarbeiten.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am Montag, 18. Juni, wird Maja Konstantinović von Antikomplex einen einführenden Vortrag zur Wanderausstellung „Tragische Erinnerungorte“ halten.

Termin: 18.06.2018, 18:00 Uhr
Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

Die Ausstellung ist bis Samstag, 15. September 2018 im Bukowina-Institut an der Universität Augsburg zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Vortrag, 17.05.2018: Deutsch in der Prärie – Bukowinadeutsche und Deutschböhmen im Mittleren Westen der USA


Vortrag, 17.05.2018: Deutsch in der Prärie – Bukowinadeutsche und Deutschböhmen im Mittleren Westen der USA (Prof. Dr. Alfred Wildfeuer, Universität Augsburg)

Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelten sich Bukowinadeutsche auf den Great Plains im Mittleren Westen der USA an. Ein Siedlungsschwerpunkt lag dabei in Ellis County/Kansas. Noch heute ist eine Gruppe dieser Siedler – die Deutschböhmen – sprachlich in diesem County präsent. Bekannt für Ellis ist zudem die Bukovina Society of the Americas, die auf vielfältiges und langjähriges Vereinsleben zurückblicken kann. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Siedlungsgeschichte, die sprachlichen Verhältnisse und in die Aktivitäten der Bukovina Society. Daneben setzt sich der Beitrag mit der Frage auseinander, ob Ellis/Kansas als eine historische deutsche Sprachinsel zu bezeichnen ist.

Prof. Dr. Alfred Wildfeuer studierte Anglistik und Germanistik für Lehramt an Realschulen an der Universität Regensburg und am Royal HollowayCollege der University of London. 2013 habilitierte er im Fach Deutsche Sprachwissenschaft an der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaftender Universität Regensburg und ist seit Oktober 2014 Professor für Variationslinguistik und DaZ/DaF an der Universität Augsburg. Seit Dezember 2015 ist er Leiter der Arbeitsstelle FORUMOST der Universität Augsburg und seit 2017 Vorstandsmitglied im Bukowina-Institut.

Termin: 17.05.2018, 18:15 Uhr
Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Alter Postweg 97a, 86159 Augsburg

Kooperationsveranstaltung mit FORUMOST.

Vortrag, 15.05.2018: Die Vernichtung von Juden und Roma durch die Armee Rumäniens im Zweiten Weltkrieg


Die europäische Dimension des Holocaust – Eine Vortragsreihe des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben in Kooperation mit dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

Teil 1: Die Vernichtung von Juden und Roma durch die Armee Rumäniens im Zweiten Weltkrieg (Referentin: PD Dr. Mariana Hausleitner, Berlin)

Rumänien beteiligte sich als Bündnispartner des Deutschen Reiches am Angriff auf die Sowjetunion. Während der Rückeroberung von Bessarabien und der Nordbukowina, die Rumänien 1940 an die Sowjetunion abtreten musste, ermordeten deutsche und rumänische Sondereinheiten Zehntausende Juden. Seit Oktober 1941 wurde über eine Viertelmillion Juden aus Bessarabien und der Bukowina in die Südukraine deportiert. Ein Drittel starb im rumänischen Besatzungsgebiet Transnistrien an Hunger und Mangelkrankheiten. Auch die Hälfte der etwa 22.000 nach Transnistrien deportierten rumänischen Roma kam dort um. Kurz vor der Katastrophe von Stalingrad machte Antonescu eine Kehrtwende. Trotz vorheriger Absprache wurden im Oktober 1942 die verbliebenen Juden Rumäniens nicht an die SS zur Vernichtung ausgeliefert. Die rumänische Regierung sondierte insgeheim die Bedingungen für einen Waffenstillstand. Im Vortrag sollen die Gründe für die Kehrtwende in der rumänischen Politik analysiert werden.

Termin: 15.05.2018, 19.00 Uhr
Ort: Festsaal der Synagoge Augsburg, Halderstr. 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: 5,00/3,00 Euro

Podiumsdiskussion, 09.05.2018: Stadt- und Literatursprachen in der Bukowina und Galizien


9. Mai 2018, 18. 30 Uhr s.t., Bukowina-Institut, Alter Postweg 97A, Augsburg

Vier Sprachen / Viersprachenlieder / Menschen / die sich verstehn?
Wie Rose Ausländer, die in einer deutschsprachigen jüdischen Familie im rumänischen Czernowitz zur Welt kam, thematisieren viele Dichter aus der Bukowina und Galizien das multikulturelle und mehrsprachige Erbe dieser Regionen. Was die einen als Idylle einer kulturell fruchtbaren Situation der Mehrsprachigkeit beschrieben, galt anderen als Zentrum des sogenannten Sprachenkampfes. Im Zentrum der Podiumsdiskussion steht das Mit-, Neben- und Gegeneinander der Sprachen in den urbanen Zentren Galiziens und der Bukowina nach der Wende zum 20. Jahrhundert.

Nach einer Einführung von Carmen Reichert (Universität Augsburg) diskutieren Natalia Blum-Barth (Komparatistin an der Universität Mainz) und Stefaniya Ptashnyk (Sprachwissenschaftlerin an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften).

Kooperationsveranstaltung mit dem IKGS München und dem Projekt „Nationalsprache(n) derJuden“ (Prof. Bannasch/Wildfeuer) an der Universität Augsburg.

Moderation: Enikő Dácz (IKGS, München).

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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