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Forschung


Der Kasusgebrauch nach als in reflexiven Konstruktionen: Norm, Variation, Grammatikalisierung

Gegenstand des Dissertationsprojekts ist der Kasusgebrauch nach dem Satzteiljunktor als im geschriebenen Gebrauchsstandard des Deutschen u. a. in den folgenden reflexiven Konstruktionen: sich bezeichnen als, sich erweisen als, sich aufspielen als. Das Ziel der Untersuchung ist es, anhand von authentischem Sprachmaterial empirisch zu überprüfen, ob die Aussagen einschlägiger Zweifelsfall-Wörterbücher tatsächlich auf den Sprachgebrauch des Deutschen zutreffen. Zur Datengewinnung werden die folgenden elektronischen Korpora herangezogen: DeReKo, DWDS, DTA. Der Unter-suchungszeitraum umfasst die gesamte neuhochdeutsche Sprachperiode (1650 - 2013). Die Untersuchung versucht demnach zum einen, quantitative Aussagen zur Kasusvererbung von als in den untersuchten Verben zu treffen (und zwar sowohl gegenwartssprachlich als auch sprachhistorisch), und zum anderen, Erklärungen sowohl für den schwankenden als auch für den stabilen Kasusgebrauch zu finden. Dabei wird auch überprüft, ob bzw. inwieweit die Kasusvarianz nach als als ein Grammatikalisierungsprozess interpretiert werden kann.