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ein/eine (Kurzform)

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ein (Kurzform) (Frage 18a)

Als Reduktionsformen des unbestimmten Artikels ein (Nom. mask., z.B. in ein großer Hund) sind vor allem zwei Varianten weit verbreitet: a in Bayern und Österreich und n im übrigen Gebiet. In der Schweiz dominiert e/ä, das auch aus Baden, aus der Pfalz und aus Sachsen gemeldet wird.
Im Vergleich zu den Dialekten (s.a. DiWA IV-1, 432 zum unbest. Artikel im Neutrum, der zumeist mit dem Maskulinum übereinstimmt) ist vor allem eine Ausdehnung von n festzustellen. In den Dialekten ist en noch vor allem auf den niederdeutschen Raum beschränkt (wobei die dialektalen Verhältnisse im Detail z.T. allerdings erheblich komplexer sind und die Formen des Artikels im Zusammenhang mit der Flexion der Adjektive zu betrachten sind). Die Reduktionsform n hat jedenfalls in der Alltagssprache weitgehend dialektales e verdrängt, von der Mitte Deutschlands bis in den Südwesten. Dabei hat sich auch das Areal von a in charakteristischer Weise verkleinert: Im Dialekt umfasst es das Schwäbische insgesamt, in unserer Karte dagegen nur noch den Teil, der zum Bundesland Bayern gehört, während in Baden-Württemberg n üblich geworden ist. 

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eine (Kurzform) (Frage 18b)

Beim Femininum (eine, z.B. in eine graue Katze) ist das Bild fast gleich, auch hier hat sich die "nördliche" Variante ne - und damit auch die Differenzierung zwischen Maskulinum und Femininum - nach Süden verbreitet. Im Schwäbischen ista hier allerdings noch etwas besser erhalten als bei 'ein', aber ne-Meldungen sind auch hier nicht selten (vgl. auch Berend, 152 zum Vordringen vonne im Südwesten).