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hier/da her

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hier/da her (I) (Frage 4a)

In der Aufforderung, sich anzunähern, wird zumeist wie in der Standardsprache in mehrfacher Weise das Verhältnis des Sprechers zur Bewegungsrichtung gekennzeichnet: durch die Verwendung von kommen (im Gegensatz zu gehen), durch her (gegenüber hin) und oftmals noch durch hier (gegenüber da). Südlich des Mains fällt die Unterscheidung hier-da vielfach fort (siehe auch Karte hier), dort heißt es „Komm da her!". Im Nordwesten wird demgegenüber auch in diesem Fall auf die Unterscheidung zwischen her und hin (vgl. auch 2. Runde Karte rein, rauf) verzichtet: „Komm hier her!". Stellenweise, v. a. in Ostbelgien, heißt es auch nur „Komm hier!" (wie im Nl.: kom eens hier!). Im Süden, wo umgekehrt in erster Linie zwischen her und hin differenziert wird, kann man dagegen z. T. das Verb gehen auch für die Bewegung zum Sprecher hin verwenden: „Geh da her!“ ist vor allem in Bayern die geläufigste Form.

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hier/da her (II) (Frage 10d)

Wenn es sich um eine weitere Entfernung (die nicht zu Fuß zurückgelegt wird) handelt, wird dagegen überall kommen verwendet. In diesem Fall wurde auch aus dem Nordwesten kaum hier hin gemeldet, stattdessen erscheint eine andere typische Variante, die auf her/hin ganz verzichtet: Kommt doch mal nach hier (zum Gebrauch von nach vgl. auch Karte zu/zum/nach).