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Ausstellungsprojekt Leben und Werk Paula Buber


Aus einem studentischen Praxisseminar an der Universität Augsburg hervorgegangen, macht die Ausstellung mit Leben und Werk Paula Bubers bekannt. Ihr literarisches Schaffen wurde von den religiösen Aufbruchsbewegungen der Jahrhundertwende ebenso geprägt wie durch die Erfahrung von Verfolgung und Emigration. Das Projekt basiert auf Forschungsergebnissen aus dem Dissertationsprojekt von Katharina Baur, M.A.

Im Wintersemester 2016/17 fand eine interdisziplinäre Lehrveranstaltung der Literatur- und Geschichtswissenschaft zu Leben und Werk Paula Bubers statt. Sie erarbeitet exemplarisch am Werk der Autorin Paula Buber (1877-1958) zeit-, religions- und literaturgeschichtliche Kontexte der Weimarer Republik und des NS-Exils.
Als Autorin wurde Paula Buber, Frau des berühmten jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber, bisher kaum wahrgenommen. Lediglich ihr Roman Muckensturm erreichte eine gewisse Bekanntheit. Als groß angelegter Zeitroman schildert er die Anfänge des Nationalsozialismus in einer deutschen Kleinstadt; Paula Buber verfasste ihn in den ersten Jahren des Exils 1938-40, in das sie mit ihrer Familie 1938 geflohen war. Erst 1953 wurde er unter dem Pseudonym Georg Munk veröffentlicht. Darüber hinaus stammt eine Reihe von überwiegend phantastischen Erzählungen und Romanen aus der Feder Paula Bubers, zahlreiche Impulse der religiösen Erneuerungsbewegungen der 1920er und 30er Jahre aber auch der romantischen Schauerliteratur sind in sie eingeflossen.
Ziel des Seminars war eine von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erarbeitete Ausstellung zu Leben und Werk Paula Bubers. Die Studierenden sollten unter der Anleitung von Experten eine Ausstellung gemeinsam konzipieren und durchführen. Als externe Gäste eingeladen wurden Prof. Dr. Mirjam Zadoff und Prof. Dr. Noam Zadoff.
Die Ausstellung wurde Ende April 2017 in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber, der Zweigstelle des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben eröffnet. 

Im Rahmen eines am Jakob-Fugger-Zentrum angesiedelten internationalen und interdisziplinären Forschungsprojekts mit dem Titel „Emanzipationsdiskurse” unter der Leitung von Prof. Dr. Bettina Bannasch und Prof. Dr. Mirjam Zadoff entsteht an der Universität Augsburg zur Zeit eine Dissertation von Katharina Baur, M.A. , die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das literarische Werk Paula Bubers und auch ihre Person der Vergessenheit zu entreißen.

 

weiterführende Links:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/literatur-man-mag-hier-nicht-lesen-was-alles-geschah-1.3505995

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Die-Autorin-die-Georg-Munk-hiess-id41348716.html

http://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/interkulturelles-magazin/paula-buber-friedenskonzert-cinescultura-100.html

 

Wanderausstellung Paula Buber:

"zäh, genial, unbedenklich" - Heppenheim

Sonntag, 04. März 2018; 14.00 - 15.30 Uhr; Museum Heppenheim. Ausstellungseröffnung durch Katharina Baur

                                                                                 

„Unheimlich gescheit. Iris Berben liest Paula Buber”

Samstag, 05. August; 18.00 - 20.00 Uhr; Glashof Jüdisches Museum Berlin
In Anwesenheit von Bubers Urenkelin Tamar Goldschmidt liest Schauspielerin Iris Berben ausgewählte Texte und bisher unveröffentlichte Briefe. Die Literaturwissenschaftlerin Katharina Baur erzählt aus dem Leben dieser ungewöhnlichen Frau. Weitere Informationen finden Sie hier.

                                                                        

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Prof. Dr. Bettina Bannasch

Telefon: ++49 (0) 821 598 2778

E-mail: bettina.bannasch@philhist.uni-augsburg.de

 

Katharina Baur M.A.

E-mail:  katharinabaur@gmx.de