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Ernst Bloch-Rezeption in der Lyrik Volker Brauns


Dissertationsprojekt von Dennis Fuchs


Nach Explikation einzelner philosophischer Theoreme Ernst Blochs bzw. einer Einführung in die Ontologie des "Noch Nicht", woraus sich mit Brauns Konzeptionen von Lyrik Schnittmengen in der ästhetischen Illumination eines bestimmten Typus von Utopie und Geschichtsauffassung ergeben werden, sollen im Dissertationsprojekt bei Braun vornehmlich die dichtungstechnische Umsetzung der blochschen Entdeckung des "Tagtraums" als Äquivalent und Movens des Kunstwerks mit "Vor-Schein-Charakter" respektive die Transformation des in Blochs Theorie erläuterten Begriffs der "Montage" und die Möglichkeiten von Poesie, Zeitkritik und Utopie auf Basis der "Hoffnungsphilosophie" zu vermitteln, evident werden. In der Arbeit werden dazu Analysen ausgewählter Texte aus allen Lyrik-Bänden Brauns (1966–2005) angestellt, wobei eine sukzessive Justierung des utopischen Blickwinkels einhergehend mit einer steten Weiterentwicklung der poetischen Praxis beim Dichter zu beobachten sein wird. Ferner soll mittels vergleichender Studien die Frage, inwiefern Brauns poetischer Werdegang als Muster für die spezielle Entwicklung ehemaliger DDR-Autoren vor und nach der Wende gelten kann, erörtert und in interdisziplinärer Absicht der Stellenwert Blochs innerhalb der aktuellen Utopie-Debatte bestimmt werden.


Projektbetreuung:
Prof. Dr. Mathias Mayer