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Daktyliotheken


Die Bewunderung antiker Kunst im 18. Jahrhundert hatte nördlich der Alpen einen großen Bedarf an Abbildungen zur Folge. Er wurde nicht nur mit den Stichen von Kunstobjekten befriedigt. Ein heute fast vergessenes Bildmedium vermittelte eine weit authentischere Vorstellung der verehrten Werke: Abdrücke von antiken gravierten Steinen (Gemmen). In schönen Behältnissen, den Daktyliotheken, aufbewahrt, konnten diese in Bibliotheken oder Kunstakademien, aber auch bei kunstsinnigen Sammlern studiert werden. Man schätzte die Gemmen wegen der auf ihnen eingravierten Bilder. Sie zeigen Götter und Heroen, Könige und Caesaren, aber auch Mythen, Symbole und Kulthandlungen aus der Antike und ergänzten damit ebenso das Studium der klassischen Autoren wie sie als stilbildende Vorlagen für die Künstler der Gegenwart dienten.

 

Daktyliotheken - Götter & Caesaren aus der Schublade. Antike Gemmen in Abdrucksammlungen des 18. und 19. Jahrhunderts

herausgegeben von Valentin Kockel und Daniel Graepler

220 Seiten mit 130 farbigen Abbildungen.
erhältlich bei Biering & Brinkmann

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