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Übung: Überblick über die amerikanische Literatur des 18. Jahrhunderts

Dozentin: Christina Caupert M.A.
Termin: Do. 14.00-15.30 Uhr
Raum: 1087

Beschreibung:
Die amerikanische Literatur erreicht erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts bedeutende Qualität – so lautet ein Forschungskonsens, der dazu geführt hat, dass der sogenannten „frühen amerikanischen Literatur“ vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt wird. Obwohl der genannten Forschungsmeinung hier nicht grundsätzlich widersprochen werden soll, wollen wir diese Lücke überblicksartig zu schließen versuchen, indem wir uns mit der amerikanischen Literatur des 18. Jahrhunderts beschäftigen. Zwar sind viele der in diesem Zeitraum entstandenen Texte dem modernen Leser zunächst nur schwer zugänglich, doch werden in ihnen die Grundsteine für zahlreiche noch heute wirksame Konzepte und Mythen wie den American Dream oder das Selbstverständnis der USA als Nature’s Nation gelegt, ohne deren Kenntnis die amerikanische Kultur kaum angemessen verstanden werden kann. Im Verlauf der sowohl literatur- als auch kulturwissenschaftlich akzentuierten Veranstaltung werden wir anhand unterschiedlicher zentraler Sachtexte (z.B. von Cotton Mather, Benjamin Franklin und Thomas Jefferson) nachzeichnen, wie während des Jahrhunderts der Unabhängigkeitserklärung die amerikanische Identitäts- und Nationsbildung verhandelt wurde. Darüber hinaus werden wir uns beispielsweise mit einigen der frühesten amerikanischen Romane auseinander setzen und in diesem Kontext auf die Traditionen von Schauerliteratur und sentimentalism eingehen.

Teilnahmevoraussetzungen: rechtzeitige Lektüre aller besprochenen Texte

Scheinerwerb: kein Scheinerwerb möglich

Einführende Lektüre bzw. Textgrundlagen:
Susanna Rowson, Charlotte Temple (1794),
Charles Brockden Brown, Wieland; or, The Transformation (1798).
Aufgrund der Länge der Texte wird empfohlen, frühzeitig mit der Lektüre zu beginnen. Weitere Texte stehen ab April als Kopiervorlage in Raum 4064 zur Verfügung.