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Golgota und das Heilige Grab in der Grabeskirche zu Jerusalem

Beitrag von Philipp Werner

„Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe.“ (Mk. 15,22)

„Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes.“ (Mk. 15,46)

Die synoptischen Evangelien, die sich in ihren Darstellungen sehr ähnlich sind, berichten von der Kreuzigung Jesu Christi, die an einem Ort namens Golgota, außerhalb der damaligen Stadtmauern stattgefunden haben soll. Nach seinem Tod wurde er in einem nahegelegenen Felsengrab bestattet, das Josef von Arimathäa einst für sich selbst in Anspruch nehmen wollte, und aus welchem er am dritten Tage auferstanden sein soll. Die Stelle gilt seitdem als wichtigster Ausgangspunkt für den christlichen Glauben. Dieser Beitrag widmet sich dem Ort Golgota und dem Heiligen Grab innerhalb der Grabeskirche von Jerusalem im Wandel der Zeit.

Golgota
Wenn man die Grabeskirche durch das Hauptportal betritt, befindet sich rechts der Golgotafelsen oder Kalvarienberg, den man über zwei steile Treppen erreicht. Kalvaria ist die lateinische Übersetzung des aramäischen Wortes Golgota, welches „Schädel“ bedeutet. Die Plattform von Golgota (11,5 x 9,25 Meter, etwa 5,5 Meter über dem Boden der Basilika) ist künstlich errichtet worden, um Feiern des Kreuzigungsopfers Christi am ursprünglichen Ort zu ermöglichen.

I. Konstantinischer Bau
In der konstantinischen Grabeskirche der Spätantike lag der Felsen noch unter freiem Himmel an der Südseite des Baus, zwischen der Rotunde und der im Osten gelegenen Basilika. Ungefähr an der Stelle, an der man heute die Grabeskirche betritt, befand sich ein geräumiger Innenhof, der die im Osten gelegene Basilika und die Rotunde mit dem Heiligen Grab voneinander trennte. Wie heute führte eine Treppe zu ihm hinauf. Anfangs war nur ein einfaches Holzkreuz auf dem Felsen aufgestellt, welches 422 von Kaiser Theodosius durch ein monumentales gemmengeschmücktes Prachtkreuz ersetzt wurde.

II. Wiederaufbau des 11. Jahrhunderts
Als die Grabeskirche unter al-Hakim 1009 stark zerstört wurde, blieb auch der Golgotafelsen nicht davon verschont.

„Und nachdem die Kirche selbst bis auf die Fundamente abgerissen worden war, bis auf das, was unmöglich zu zerstören und schwer fortzuschleppen war, wurde der Kalvarienberg, die Kirche des hl. Konstantin und alle anderen Gebäude innerhalb des Komplexes zerstört […]“,

berichtet eine zeitgenössische Quelle (Krüger, Grabeskirche, S. 78). Nach der Zerstörung konnte die Grabeskirche bis 1036 mit einigen Veränderungen wiedererrichtet werden. Der Hof wurde zweistöckig mit einer Säulengalerie aufgebaut, sodass der Golgotafelsen in seiner ganzen Höhe mit einem eigenen Kirchenraum in einem Seitenflügel integriert werden konnte. Im Inneren wurde diese Kirche mit zahlreichen Mosaiken ausgestattet, die von den Kreuzfahrern bei ihrem Umbau der Grabeskirche verschont wurden und teilweise noch für Jahrhunderte zu sehen waren.

III. Der Kreuzfahrerbau
Die Kreuzfahrer veränderten den Charakter der wiederaufgebauten Grabeskirche grundlegend. Der Innenhof mit dem Golgotafelsen wurde mit einem vielteiligen Gewölbebau überdacht. In der Golgotakapelle findet sich auch die Weiheinschrift, welche sich aber wohl nur auf die Kapelle und nicht auf die gesamte Kirche bezieht:

„Dieser Platz ist heilig, geheiligt durch das Blut Christi. Durch unsere Weihe haben wir nichts zu seiner Heiligkeit dazugetan. Aber das Haus, das um und über diesem geheiligten Platz gebaut wurde, wurde am 15. Tag des Juli geweiht […] Von der Geburt unseres Herrn ab wurden gerechnet elfhundert und vierzig und neun Jahre“ (Krüger, Grabeskirche, S. 87).

Diese Kapelle wurde also genau 50 Jahre nach der Eroberung Jerusalems geweiht. Beim Neubau der Kreuzfahrerkirche versuchte man die zwei Orte der Verehrung – Adamsgrab und Ort der Kreuzigung – architektonisch in eine Form zu fassen, die bis heute bestand hat. Die Kapelle wurde in zwei Etagen aufgeteilt. Im unteren Stockwerk befindet sich auch heute noch die Adamskapelle und vor ihr befand sich ein abgetrennter Bereich mit den Gräbern der Könige von Jerusalem. Die Gräber wurden erst nach dem Brand 1808 zerstört. Die obere Kapelle ragt über den Felsen hinaus. Auf diese Weise entstand in der oberen Etage ein annähernd quadratischer Raum, der durch einen Pfeiler in der Mitte in vier Teile geteilt wurde. Die Rückseiten der Kapellen in beiden Geschossen umschlossen den Felsen und die ältere Bausubstanz. Der Pilger Theoderich informiert uns darüber, dass die Kapelle mit „allerlei Marmor belegt“ sei. Die Decke der Kapelle sei mit „[…] musivischer Arbeit, welche die Propheten darstellt […]“ gestaltet. Allerdings kritisiert er, dass der Ort zu dunkel sei und man deshalb die Mosaike nicht richtig erkenne. An der Stelle, an der das Kreuz stand, legten die Pilger eine große Menge Kreuze aus ihrer Heimat ab, die von den Wächtern des Kalvarienberges am Sabbat verbrannt werden würden, berichtet Theoderich (Krüger, Grabeskirche, S. 132f.).

IV. Die heutige Golgotakapelle
Die heutige Golgotakapelle ist zweigeteilt und geht auf die Architektur der Kreuzfahrerkirche zurück. Die linke Hälfte ist im Besitz der griechisch-orthodoxen Kirche und beherbergt den Kreuzigungsaltar. Hinter dem Altartisch beherrschend sieht man Christus in seinem Kreuzestod, neben ihm die Mutter und den bevorzugten Jünger als Menschen, die sein Vermächtnis empfangen. Die Figuren sind im orientalischen Stil ganz in Silber verkleidet, sodass nur die unbekleideten Körperteile in Farben erscheinen, sowie die vielen Kerzen und Lampen. Die Silberplatte unter dem Altar hat eine runde Öffnung, durch die man den Golgotafelsen berühren kann. Rechts und links vom Altar kann man durch Glasplatten den freigelegten Felsen sehen. Hinter dem Altar ist das Loch zu erkennen, in welchem in byzantinischer Zeit, vielleicht auch schon zu Zeiten Jesu, das Kreuz befestigt war. Die rechte Hälfte gehört der lateinischen Kirche. Dort findet sich der Kreuzannagelungsaltar und der Altar der schmerzhaften Gottesmutter. Dort sieht man die Mosaikdekorationen der italienischen Künstler Luigi Trifoglio und Pietro D‘Achiardi aus dem Jahr 1937. Rechts ist Isaak als Vorbild Christi auf dem Opferstein zu sehen. Über dem Altar sieht man Jesus ans Kreuz genagelt, vor ihm seine schmerzversunkene Mutter. Die Freunde geben ihrem Schmerz Ausdruck, während andere an der Seite Zeugen des Unfassbaren werden. An der Decke sieht man das Christusoval, welches das letzte Relikt der Kreuzfahrer-Mosaike ist, mit denen sie die Kirche vor 1149 ausgeschmückt haben. Es zeigt Christus auf einem Regenbogen, die linke Hand auf ein Evangelienbuch gestützt, die rechte Hand gebieterisch ausgestreckt. Der Altar der Annagelung ist eine Stiftung des toskanischen Großherzogs Ferdinando de‘ Medici. Die fein gearbeiteten Bronzereliefs verdienen besondere Aufmerksamkeit. Die Schmerzensmutter links daneben ist ein Geschenk der portugiesischen Königin Maria I. aus dem Jahr 1778. Das Schwert in der Brust ist die bildliche Darstellung der prophetischen Worte Simeons aus der Kindheitsgeschichte: „Dieser wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird […] Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen" (Lk 2, 34-35).

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Abb. 1: Freigelegter Golgotafelsen.

Die Frage nach der Lokalisierung des Ortes der Kreuzigung und des Grabes Jesu haben sich die Menschen über die Jahrhunderte immer wieder gestellt. Wo soll diese Hinrichtungsstätte gewesen sein und können die Orte, die als Golgotafelsen und Heiliges Grab in der Grabeskirche verehrt werden, die gesuchten Örtlichkeiten sein?

Golgota_Abb.2_Werner

Abb. 2: Seitenriss: heutige Kirche und Rekonstruktion des
Geländes zur Zeit der Kreuzigung (Skizze).

Nach jüdischem und römischem Recht durften Hinrichtungen nur außerhalb des Stadtgebietes stattfinden, in der Nähe einer Straße, sodass Passanten und Interessierte die Hinrichtung verfolgen konnten. Die Hinweise aus den Evangelien bestätigen diese Annahme, denn viele Juden sollen die Kreuzesinschrift gelesen haben, „weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag.“ (Joh. 19,20). Die Problematik, die sich bei der Identifizierung dieses Ortes stellt, ist, dass der genaue Verlauf der zweiten Stadtmauer von Jerusalem bis heute nicht genau rekonstruiert werden kann. Es ist daher nicht sicher, ob die heutige Grabeskirche außerhalb oder innerhalb des damaligen Stadtgebietes steht. Jedoch wurde bei Restaurierungsarbeiten und Grabungen, die von 1973 bis 1978 stattgefunden haben, festgestellt, dass es sich bei dem Gelände ursprünglich um einen Steinbruch gehandelt hatte, in dem bis ins 1. Jahrhundert vor Christus Kalkstein gewonnen wurde und das zur Zeitenwende als Gartengelände genutzt wurde. Solch ein größeres Gartengelände konnte aber nur außerhalb der Stadt gelegen haben, was auch mit dem Bericht des Evangelisten Johannes übereinstimmt, der angibt, dass das Grab in der Nähe eines Gartens gewesen ist (Joh. 19,41).  Zurück blieb ein länglicher, halbmondförmiger Stumpf von etwa sieben Metern Länge, drei Metern Breite und einer Höhe von 4,80 Metern, der von der Stadt aus wie eine Schädelkuppe ausgesehen haben kann. Daher ist die Annahme berechtigt, dass auf dem Gelände der heutigen Grabeskirche das Grab und die Hinrichtungsstätte zu lokalisieren sind, auch wenn eine zweifelsfreie und eindeutige Verortung nicht möglich sind.

Das Heilige Grab       
Betritt man die Grabeskirche durch das Südportal und wendet sich dann nach links, so kommt man zum Rundbau, der Rotunde, die das Heilige Grab beherbergt. In der inneren Rotunde sieht man die Ädikula, ein Tempelchen, welches das eigentliche Heilige Grab umschließt. Es ist umgeben von den Leuchten und Lampen der unterschiedlichen Konfessionen. Das heute bestehende Heilige Grab ist zum größten Teil ein Bau aus dem 19. Jahrhundert, der jedoch auf einem felsigen Untergrund ruht. Auch das Grab veränderte im Laufe der Geschichte seine Gestalt.

I. Konstantinischer Bau
Im Anschluss an das Konzil von Nicäa 325 entschloss sich Kaiser Konstantin dazu über dem lokalisierten leeren Grab ein Denkmal zu errichten. Das Grab wurde allerdings von Hadrian mit einem Venustempel überbaut, damit er nicht als Kultstätte für die neue Religion dienen sollte. Diese Tempelanlage wurde abgerissen und das Grab Christi kam zum Vorschein. Eusebius von Caesarea berichtet über das Ereignis:

„Als sich aber statt des beseitigten Fußbodens ein anderer in der Tiefe der Erde zeigte , da zeigte sich auch gegen aller Erwarten das hehre und hochheilige Denkmal der Auferstehung des Heilandes, und der heiligsten Höhle sollte da ein ähnliches Wiederaufleben beschieden sein wie dem Erlöser selber […]“ (Biglmair, Eusebius, S. 113).

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Abb. 3: So kann man sich die Isolierung des Grabes Christi vorstellen. Der Fels wird zunächst ringsherum abgetragen, dann wird die Grabkammer architektonisch gestaltet und zum Schluss mit weiteren Elementen dekoriert. Eigene Skizze nach Krüger.

Das ursprünglich in den Felsen hineingehauene Grab wurde unter Kaiser Konstantin aus dem Felsen gelöst und architektonisch gefasst. Somit wurde es zu einem freistehenden Felsengrab, welches nun innerhalb der Grabeskirche lag. Was man also heute sieht und verehrt, ist eine Nachbildung der Bestandteile eines jüdischen Grabes mit Vorkammer und eigentlicher Grabkammer. Seine erste Form unterschied das Grab fundamental zu seiner heutigen. Es muss sehr viel kleiner gewesen sein. Zudem fehlte der ziboriumsartige Aufbau über der Grabkammer, den es erst seit dem 11. Jahrhundert hatte. Im Inneren wurde die Struktur des alten Grabes beibehalten, d.h. die Grabkammer mit einer Grablege zur Rechten und ein Vorraum, der später nach der Einrichtung eines Altares Engelskapelle genannt wurde. Das architektonisch gefasste Grab wurde von außen mit mannshohen Säulen umgeben, sodass es wie ein kleiner Rundtempel wirkte.

II. Wiederaufbau des Heiligen Grabes
Die Zerstörungen der Grabeskirche unter dem Kalifen al-Hakim richteten auch unweigerlich Schäden am Heiligen Grab an. Die Wiederherstellung des Grabes war relativ leicht durchführbar, da das Felsengrab an sich nicht zerstört wurde. Da das Grab nun freistehend war, musste man ein Ziborium über den Rauchabzug des Grabes setzen. Denn die Zeremonien, die sich seit der konstantinischen Zeit verändert hatten, d.h. für die Zeremonie des Heiligen Feuers, also für die Entzündung des Osterlichts in der Kammer, machten es nötig, dass man einen Rauchabzug brauchte.

III. Kreuzfahrerkirche
Der Jerusalempilger Theoderich beschrieb das Heilige Grab im Jahr 1170 wie folgt: „Das Grab selber kann man nur knien betreten, und dann gelangt man zu diesem heißersehnten Schatz, der so wunderbar mit weißem Marmor, Gold und kostbaren Steinen eingefasst ist. In der Seite hat es drei Löcher, durch welche die Pilger dem Stein, auf dem unser Herr lag, ihre lang gewünschten Küsse darbringen. […] Um das Grab stehen zehn Säulen im Kreis, die unter sich eine Basis haben, die mit Goldlettern beschriftet ist. Am Kopf des Grabes gegen Westen befindet sich ein Altar mit eigenen Mauern, Eisen und Zypressenholz abgesperrt. Das Dach besteht aus vergoldeten Kupferplatten und hat ein Loch in der Mitte. Darum stehen kleine Säulen im Kreis. Darüber ist ein vergoldetes Kreuz und eine ebenso vergoldete Taube. […]“ (Krüger, Grabeskirche). Daraus lässt sich schließen, dass das Grab in der Kreuzfahrerzeit einigen Veränderungen unterworfen wurde. Die Felsenbank wurde nun mit einer Marmorplatte abgedeckt. Entweder, weil die Zerstörung Spuren hinterlassen hatte, oder um das Grab vor zahlreichen Reliquienräubern zu sichern. Auch eine reiche Ausschmückung des Grabes ist zu erkennen, die allerdings nicht lange vorhanden blieb. Denn um den Sold für die Truppen zu bezahlen, legten die Kreuzfahrer selbst Hand an das Grab und der Schmuck des Grabes wurde zu Münzgeld umgeprägt.

IV. Frühe Neuzeit
Im Spätmittelalter verschlechterte sich der Bauzustand des Grabes weiter. Der Kustode der Franziskaner arbeitete einen Plan aus, um das Heilige Grab zu restaurieren und fand in Papst Julius III. und Kaiser Karl V. potente Unterstützer. So wurde das Heilige Grab nicht einfach wiederhergestellt, sondern mit großen Veränderungen wiederaufgebaut und mit kostbarem Marmor ausgestattet.

V. Heutiger Bau
Der rechteckige Bau, der im hinteren Teil von einem Ziborium bekrönt wird, wurde nach dem Brand 1808 von dem griechischen Baumeister Nikolaos Komnenos in Anlehnung an die alten Formen neu errichtet. Das Stahlkorsett, das den Marmor nach dem Erdbeben 1927 zusammenhielt, ist nach der letzten Restauration entfernt worden. Aufgrund der Besonderheit des Ortes ist es schwer festzustellen, inwieweit noch ältere Bausubstanz oder Felsen vorhanden sind. Allerdings scheint sich der Grundriss des Grabmals nie geändert zu haben. Das heutige Aussehen hat jedoch wenig mit dem im Neuen Testament beschriebenen Felsengrab gemeinsam.

Beim Betreten des Grabmals kommt man in einen kleinen Vorraum, die sogenannte Engelskapelle. Der Stein, der in der Mitte präsentiert wird, dient als Altar und soll ein Rest des Verschlusssteines der Grabkammer sein, den der Engel vom Eingang des Grabes weggewälzt haben soll. Durch eine enge und niedrige Pforte (1,33 Meter) gelangt man in die Grabkammer hinein. Rechts unter der Marmorplatte, die heute als Altarstein dient, ist der Fels verborgen, auf dem Jesus bestattet worden sein soll. Die Bilder an der Wand verkünden in jeweils drei unterschiedlichen Stilen seine Auferstehung. 43 Öllämpchen (je 13 der Griechen, Lateiner, und Armenier, vier der Kopten) sind eine schweigende Ehrenwache.

Nachts finden Liturgien der verschiedenen Mönchsgemeinschaften statt, zu deren Teilnahme sich bis heute die Pilger die ganze Nacht in der Grabeskirche einschließen lassen. Kurz vor Mitternacht beten die einzelnen Konfessionen jeweils in ihren Bereichen das nächtliche Stundengebet. Dann eröffnen die Griechen den Reigen der nächtlichen Gottesdienste am Heiligen Grab, normalerweise gegen 1:00 Uhr. Ihnen folgen nach 3:00 Uhr die Armenier. Die Zeit ab 4:30 Uhr steht den Lateinern zur Verfügung. Es ist zu beachten, dass es am Heiligen Grab keine Zeitverschiebung durch die Sommerzeit gibt.

 

Literatur
Biglmair, Andreas: Eusebius Caesariensis: Ausgewählte Schriften, (Bibliothek der Kirchenväter 9), München 1913.  
Fürst, Heinrich/Geiger, Gregor: Im Land des Herrn, Ein franziskanischer Pilger- und Reiseführer für das Heilige Land, 6. Aufl., Paderborn 2016.   
Hirschberg, Peter: Israel und die palästinensischen Gebiete, Leipzig 2011.      
Kroll, Gerhard: Auf den Spuren Jesu, Sein Leben – Sein Wirken – Seine Zeit, 12. Aufl., Leipzig 2002.        
Krüger, Jürgen: Die Grabeskirche zu Jerusalem, Geschichte – Gestalt – Bedeutung, Regensburg 2000.        
Schmaltz, Karl: Mater ecclesiarum, Die Grabeskirche in Jerusalem, Studien zur Geschichte der kirchlichen Baukunst und Ikonographie in Antike und Mittelalter, Straßburg 1918.

Abbildungen
Abb. 1: Foto: Prof. Dr. Thomas Krüger.
Abb. 2: <https://de.wikipedia.org/wiki/Golgota#/media/File:Golgotha_cross-section-german.svg> (22.02.2018).
Abb. 3: Eigene Skizze.