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Geschichte des Europäisch-Transatlantischen Kulturraums (GETK)

Forschungsprojekte

Im Zentrum der GETK Forschung stehen die transatlantischen Beziehungen, die afroamerikanische Geschichte, und die Religionsgeschichte. Außerdem arbeitet Professor Waldschmidt-Nelson über soziale Reformbewegungen, Migrations-geschichte, Gender und Populärkultur. Zur Zeit konzentriert sich die Forschung des GETK-Teams auf die folgenden Themenbereiche:

  1. Marian Wright Edelman und der Children’s Defense Fund

(Britta Waldschmidt-Nelson)

Eine Studie zur Organisationsgeschichte und Arbeit des Children’s Defense Fund (CDF) sowie eine Biographie über dessen Gründerin Marian Wright Edelman. Hauptziel des 1973 von der afroamerikanischen Bürgerrechtlerin gegründeten CDF ist es, durch Forschung, politisches Lobbying und soziale Hilfsprogramme zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in den USA beizutragen. Aufgrund seiner Entstehungsgeschichte kann der CDF als eine aus dem Geist der schwarzen Bürger- und Menschenrechtsbewegung hervorgegangene Organisation verstanden werden, die versucht, deren alte Ziele mit neuen Mitteln und Methoden weiter zu verfolgen, nachdem sich die klassischen Protestmaßnahmen der Bürgerrechtsbewegung erschöpft hatten. So stellt der CDF ein besonders markantes Beispiel für die Institutionalisierung der sozialen Bewegungen der 1960er Jahre dar. Ob und inwieweit sich die Vorgehensweise seiner Gründerin, Kinder in den Fokus einer neuen sozialen Bewegung zu stellen, als erfolgreich erwiesen haben und welche Rolle Marian Wright Edelman sowohl innerhalb der Bürgerrechtsbewegung als auch in Bezug auf die Leitung des CDF zukommen, soll im Rahmen des Projekts untersucht werden.

 

  1. Transnationale Kollaborationen für Frauenrechte und soziale Gerechtigkeit

(Britta Waldschmidt-Nelson)

Eine transnationale Geschichte der Frauenrechtsbewegung im 19. und 20. Jahrhundert. Hierbei werden im Sinne einer Histoire croisée sowohl der Fluss von Ideen und die Rolle spezifischer politischer und sozialer Entwicklungen als auch konkrete Beispiele der Zusammenarbeit von Frauenrechtler/innen über die Grenzen verschiedener Länder Europas und des Atlantiks hinweg untersucht werden. Im Gegensatz zur verbreiteten Annahme, dass eine solche erst im späten 19. Jahrhundert – kurz vor Gründung des International Council of Women 1888 – begann, lassen sich bei genauerer Quellenuntersuchung deren Ursprünge bereits Ende des 18. Jahrhunderts nachweisen. Besondere Aufmerksamkeit kommt im Rahmen des Projekts Frankreich, Großbritannien, Deutschland und den USA zu, aber auch nord- süd- und osteuropäische Länder sowie Australien und Neuseeland sollen in der Untersuchung mitberücksichtigt werden. Eine Zusammenarbeit mit einschlägigen Kollegen undKolleginnen in Europa und den USA wurde hierzu aufgebaut und soll noch weiter intensiviert werden.

In der Anfangsphase des Projekts fand im April 2016 eine internationale Konferenz am DHI Washington statt, die sich auf die transnationale Zusammenarbeit von Europäerinnen und Nordamerikanerinnen für Frauenrechte und Soziale Gerechtigkeit im 19 Jahrhundert konzentrierte. Aus dieser Tagung ging ein im Herbst 2017 von Britta Waldschmidt-Nelson und Anja Schüler herausgegebener Sammelband mit dem Titel Forging Bonds Across Borders: Transatlantic Collaborations for Women’s Rights and Social Justice in the long 19th Century hervor.

In einer zweiten Phase wird das Projekt sich besonders der transnationalen Bewegung für die Förderung und den Schutz der Gesundheit von Frauen und Mädchen seit dem späten 19. Jahrhundert widmen (von den Anfängen des britischen und amerikanischen Birth Control Movement bis zur multinationalen Koalition gegen FGM). Für diese Phase ist geplant, bei der DFG die Einrichtung einer Forschergruppe mit zwei bis drei Stellen für Promovierende zu beantragen.                           

(Britta Waldschmidt-Nelson)

 

  1. Weiße Südstaaten Aktivistinnen in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 1950er und 1960er Jahre

            (Clara Sophie Höhn)

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  1. Amerika in Augsburg

Das Projekt untersucht die Geschichte der US-Militärpräsenz in Augsburg. Bis zu ihrem Abzug im Jahr 1998 gehörten die drei amerikanischen Kasernen zu den kulturell und wirtschaftlich prägenden Faktoren Augsburger Nachkriegsgeschichte.

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