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Geschichte des Rechtsextremismus

Das Projekt untersucht die seit den 1980er Jahren entstehenden zivilgesell-schaftlichen Initiativen in ihrer Auseinandersetzung mit rechtsextremen Parteien und Gruppierungen. Im Mittelpunkt stehen die konfligierenden Normen und Deutungsmuster, auf die sich die Akteure beriefen, die für sich selbst den An-spruch erhoben, die Demokratie zu verteidigen sowie ihre Strategien beim Konflikt um die Deutungshoheit im Umgang mit dem Rechtsextremismus. Die vielfältigen "Bündnisse gegen Rechts" waren ein zentraler Teil einer neu ent-stehenden politischen Kultur der alten „Bonner“ und später der jungen „Berliner“ Republik. Damit waren spezifische Aktionsformen, wie Lichterketten, Mahnwachen, Demonstrationen, Straßenblockaden oder politische Konzerte verbunden. Träger waren kirchliche, gewerkschaftliche und parteinahe (Ju-gend-) Organisationen, ebenso wie lokale Bürgerinitiativen, Opfergruppen, Journalisten-Netzwerke, sogenannte "Antifa"-Gruppen, Migrantengruppen sowie Rechtsanwälte, die Opfer rechtsradikaler Gewalt verteidigten und sich um die Betreuung der Hinterbliebenen kümmerten. Ein besonderes Augenmerk wird dabei den unterschiedlichen Opfergruppen rechtsextremer Gewalt, ihren medi-alen Darstellungen und ihren Formen der Selbstorganisation gelten.

Bearbeiter: Johannes Morelli, M.A.