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Tag der Mittelalterforschung 2018: Augsburger Momente einer Achsenzeit (11. Jh.)


Die Zeit nach der ersten Jahrtausendwende war eine Epoche tiefer und dramatischer Umbrüche. Die Weltordnung des frühen Mittelalters – gekennzeichnet durch mächtige Könige mit dem Anspruch auf eine geheiligte Herrschaft – wankte.

Die Dynastie der Ottonen überstand mit Heinrich II. eine Krise und erlebte eine letzte Glanz­zeit. Ein neues religiöses Bewusstsein erwachte und erfasste breitere Schichten der Bevölkerung. Der Streit um die Rolle der Geistlichkeit, um den Zölibat und um die Stellung der Könige war die Folge. In dieser Phase war Augsburg wiederholt Schauplatz großer Entscheidungen und Augsburger Akteure spielten wichtige Rollen im historischen Geschehen.

Diese Augsburger Verwicklungen in einer Achsenzeit der europäischen Geschichte sind Gegenstand der fünf Vorträge des diesjährigen Tages der Mittelalterforschung.

Die Vorträge setzen kein Fachwissen voraus und wenden sich ausdrücklich auch an interessierte Laien. Die Vorträge dauern ca. 30 Minuten, der Abendvortrag ca. 50 Minuten. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Vorträge:
Dr. Mathias Franc Kluge, Augsburg: Der geraubte Kaiser: Die Beisetzung Ottos III. in Augsburg;
Prof. Dr. Thomas Krüger, Augsburg: Augsburg und die Wende des „Staatsstreichs von Kaiserswerth“ (1062);
Dipl.-Ing. Reinhold Winkler. M.A., München: Der Neubau des Augsburger Doms um das Jahr 1000;
PD Dr. Christof Paulus, München: Zölibat. Die Augsburger Geistlichen und das Ringen um die Ehelosigkeit;
Prof. Dr. Martin Kaufhold, Augsburg: Der Investiturstreit zieht auf: Papst Leo IX. träumt in Augsburg.

Wann? Do, 28. Juni 2018, ab 10:00 Uhr
Wo: Hörsaal II (Geb. C) und Rokokosaal der Regierung von Schwaben, Fronhof 10, Augsburg

Meldung vom 11.06.2018