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Sommersemester 2008


ALTE GESCHICHTE, KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE UND KLASSISCHE PHILOLOGIE

22.04.2008 Dr. Florian Knauß (München)
Apadanas im Kaukasus? Auf den Spuren der Perser in Armenien, Aserbaidschan und Georgien
06.05.2008 Prof. Dr. Franco De Angelis (Vancouver/München)
Greek Colonies and Greek History: Reconfiguring a Relationship
20.05.2008 Prof. Dr. Frank Bernstein (Frankfurt am Main)
Vergessen als politische Option
03.06.2008 Prof. Dr. Johannes Eingartner (Augsburg)
Neue Forschungen zur Basilika von Lopodunum/Ladenburg
17.06.2008 Dr. Florian Seiler (Berlin)
Pompeji intra muros – extra muros. Neue Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Pompeji und seinem Umland

Der Vortrag schlägt einen Bogen von den Ergebnissen der jüngsten Ausgrabungen des DAI in Pompeji, die einen Einblick in die Mikrogeschichte eines Stadtviertels gewähren, zu den neuen geoarchäologischen Forschungen in seinem Umland, die sich mit großräumigen siedlungsgeschichtlichen Fragen im Sarno-Becken und paläoökologischen Aspekten der antiken Landschaft befassen. Die wechselseitige Betrachtungsweise der Stadt in Beziehung zu ihrem Umland und vice versa eröffnet weitere Ansätze, die forschungsgeschichtlich bedingte Konzentration auf das Phänomen Pompeji teilweise zu relativieren und die wirtschaftlich-politische Stellung in der Siedlungskammer des Sarno-Beckens im Verhältnis zu anderen Orten differenzierter zu beschreiben.

01.07.2008 Prof. Dr. Irmgard Männlein-Robert (Tübingen)
Das Land der Griechen mit der Seele suchend oder: Griechische Dichter im ptolemäischen Alexandria

Für griechische Dichter und Literaten stellt die junge Metropole Alexandria unter den Ptolemäern ein kulturelles Zentrum von besonderer Attraktivität dar. Die Bildungselite rund um Bibliothek, Museion und Königshof beschäftigt sich jedoch allem Anschein nach ausschließlich mit dem Sammeln, Ordnen und Verarbeiten älterer griechischer Literatur und Dichtung, erprobt eigenwillige neue Formen von Dichtung, nimmt vom ägyptischen lebensweltlichen Kontext kaum Notiz. Anhand ausgewählter Texte, v.a. anhand der ‚Aitia’ (Ursprungssagen) des gelehrten Dichters Kallimachos soll gezeigt werden, dass derartige Dichtung nicht nur auf antiquarischer Gelehrsamkeit und rückwärtsgewandter Nostalgie basiert. Vielmehr handelt es sich hier, so die These, um die anspruchsvolle, innovative Konstruktion eines mythologischen Erinnerungsraumes, dessen Funktion und Entstehungshintergründe mit Blick auf die griechischen Dichter in Ägypten diskutiert werden sollen.

19.07.2007 Prof. Dr. Martin Dreher (Magdeburg)
Die Westgriechen – andere Griechen?

Beginn 17.30 Uhr!!!

Die griechische Kolonisation im Westen des Mittelmeerraumes führte zur Gründung von Städten (Poleis) in Sizilien, Süditalien, Sardinien, Korsika, Südfrankreich und Spanien. Die griechischen Bürger dieser Poleis können als Westgriechen bezeichnet werden. In diesem Vortrag soll nach dem Grad der Einheitlichkeit und der Identität dieser westgriechischen Welt insgesamt, aber auch von Teilgruppen der Westgriechen, gefragt werden. In ihrem eigenen Verständnis und in dem der Zeitgenossen gab es eine solche Identität nicht. Ist sie aus moderner Sicht dennoch gegeben? Die Ethnizität, politische Gegebenheiten, Kulte, die materielle Kultur und die Berührung mit Nichtgriechen sind die Bereiche, die dafür untersucht werden sollen. Aus den Befunden sind auch Folgerungen für eine Einbeziehung der Westgriechen in die griechische Geschichte insgesamt zu ziehen.


Die Vorträge finden jeweils um 18 Uhr c.t. im Hörsaal III, Universitätsstraße 10 statt.

Prof. Dr. Valentin Kockel

Prof. Dr. Marion Lausberg

Prof. Dr. Gregor Weber