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Volkskunde


VORLESUNG
05 700 Volkskunde als Wissenschaft – Von „Land und Leuten" zum Zeitalter der Globalisierung
Raum 2110, Mi 10-12
- Magister -
Doering-
Manteuffel S.
Die Volkskunde blickt auf eine rund zweihundertjährige Fachgeschichte zurück. Ihre Anfänge liegen in der Beschreibung von „Land und Leuten" und den Reiseberichten des 18. Jahrhunderts, ihre erste Blütezeit erlebte sie mit den Forschungen der Gebrüder Grimm in der Romantik. Seither spiegelt die Disziplin alle Zeitstile und Moden wider, die um die Themenfelder „Nation", „Kultur" und „Volk" aufkamen. Heute spricht man gern vom Zeitalter der Globalisierung oder auch von der Postmoderne. Das hat natürlich Rückwirkungen auf die Forschungsfelder der Volkskunde, die in der Zwischenzeit auch die Fachbezeichnungen „Europäische Ethnologie" oder „Alltagskulturforschung" trägt. Die Vorlesung basiert auf einem systematischen Streifzug durch die Welt einer wechselvollen Disziplin, die in einer sich stets wandelnden Moderne beständig um ihr Selbstverständnis ringt, aber auch eine feste Basis an Kanonwissen anzubieten hat, das Schlüsselkategorien der historisch orientierten Kulturwissenschaften bereitstellt.

Einführende Lektüre: Lehrbücher, im Volkskundebüro als Liste erhältlich
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium

05 713 Zusätzliche Veranstaltung!
Märchen: Kulturgeschichte und Anthropologie

Raum 2128, Do 8 - 10
- Magister -
Wienker-
Piepho S.
Märchen erleben derzeit weltweit einen regelrechten „Boom". Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (KHM) sind neben anderen berühmten Märchensammlungen bei der UNESCO zum Weltkulturerbe (Intangible Cultural Heritage) deklariert worden. Die Märchenforschung ist dabei eine der ältesten Subdisziplinen der volkskundlichen, historisch-vergleichenden Erzählforschung, die auf mehr als zweihundert Jahre internationaler Zusammenarbeit zurückblicken kann. Da Märchen ein weltweites Phänomen sind, trägt diese Forschungsrichtung auch zur grenzübergreifenden Aktivitäten bei: Märchen sind völkerverbindend. Die Vorlesung, die gleichzeitig einführenden Charakter für ein Studium Generale hat, wird durch ein entsprechendes Tutorium in englischer Sprache ergänzt. Sie richtet sich insbesondere auch an Gasthörer anderer Fakultäten und an interessierte Laien aller Sparten.

Einführende Lektüre:Enzyklopädie des Märchens (EM); Röhrich, Lutz: Märchen und Wirklichkeit, 5. Aufl., Wiesbaden/Stuttgart 1990; Lüthi, Max: Das europäische Volksmärchen; Form und Wesen. Tübingen, 10. Aufl, 1997, Fabula, Zeitschrift für Erzählforschung, Berlin 1958ff.; Aarne, Antti und Thompson, Stith: The Types of the Folktale (=FFC 184) Heslinki, 2. überarb. Ausgabe 1964; Bettelheim, Bruno: Kinder brauchen Märchen, München 2002; Wienker-Piepho, Sabine u. Studierende d. Faches Volkskunde (Hg.): Begleitkatalog zur Märchenausstellung an der Univ. Augsburg im WS 2003/4 (für Euro 4.- im Raum 2011 erhältlich). Als Ausgabe der Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm wird jene von Rölleke (Reclam 1986) oder jene von Uther (Diederichs, MDW-Reihe 1998) empfohlen.

An Teilnahmevoraussetzungen: offen für Hörer aller Fakultäten, regelmäßige Teilnahme. Ein Ablaufplan für die insgesamt 7 Sitzungen des Wintersemesters wird vor dem Institutsraum ausgehängt sein. Die Vorlesung richtet sich auch an ausländische Studierende, deshalb wird sich für diese ein Tutorium zur Vorlesung in engl. Sprache an die Veranstaltung anschließen (Raum wird noch bekannt gegeben). Eine entsprechende individuelle Teilnahme-Bescheinigung („Sitzschein") für die Heimatuniversitäten wird ausgestellt.

KOLLOQUIUM
05 701 Kolloquium für Fortgeschrittene und Examenskandidaten
Raum nach Vereinbarung
- Magister -
Doering-
Manteuffel S.
Das Kolloquium richtet sich an alle Fortgeschrittenen und Examenskandidaten der Volkskunde. Wir besprechen Abschlussarbeiten, lesen neue Forschungsartikel und alte Klassiker, besuchen Ausstellungen und laufende Veranstaltungen zu interessanten volkskundlichen Themen. Wer mitmachen will, muss bereit sein, einen selbständigen Beitrag zum Kolloquium in Form von Kurzreferaten oder Hintergrundsrecherchen zu leisten.

Einführende Lektüre: siehe Semesterprogramm
Teilnahmevoraussetzungen: Studenten in höheren Semestern und Examenskandidaten

HAUPTSEMINARE
05 702 Was uns die Zukunft bringt – Geschichte der Wahrsagerei und des Hellsehens
Raum 2128, Di 12-14
- Magister -
Doering-
Manteuffel S.
Wir stehen heute an einer Zeitenwende, die sich schon seit vielen Jahrzehnten andeutet. Eine ganze Reihe von Faktoren haben sie ausgelöst, unter anderem die zweite Medienrevolution. Den Prozess bezeichnet man gemeinhin als Globalisierung, die Zeitstufe, in der wir uns befinden als Postmoderne. Und wie geht es weiter?
In alten Zeiten hat man dazu Wahrsager und Hellseher befragt, Personen, die Zeichen lesen konnten. Solche Prodigien gibt es heute auch noch, gelesen werden sie von Trendforschern. Die Methoden haben sich selbstverständlich geändert, denn niemand mehr würde aus den Sternen die Zukunft lesen wollen. Oder doch? Auf welcher Logik beruhen Vorhersagesysteme, welche Arten von Zukunftsschau gab es in den unterschiedlichen Epochen? Welche Sicherheiten bezüglich unserer Zukunft bieten die Theologie, die Philosophie und die Naturwissenschaft? Stoff genug für ein ganzes Semester!

Anforderungen für Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit
Teilnahmevoraussetzungen: Hauptstudium

05 703 Manieren
Raum 2129, Mi 14-18 (14-tägig)
- Magister -
Wienker-
Piepho S.
„Ist ein Handkuss peinlich? Stirbt das Kompliment aus? Hatten auch die Kommunisten Manieren? Wie viel Geschichte ist in dem, was an Manieren geübt wird, noch lebendig? Warum brauchen wir überhaupt Manieren?" Das Buch „Manieren", eine „Ethnologie der Umgangsformen", war in Deutschland ein Bestseller des Jahres 2003, wir werden es auf der Folie von Norbert Elias’ Standardwerk zum Prozess der Zivilisation" lesen. In einem zweiten Schritt werden wir Zusammenhänge suchen: Was hat der Erfolg mit dem neuen Drang der Deutschen zu tun, sich tadellos zu benehmen? Und: was ist das für ein Drang? Warum sind Kurse zu Tischmanieren ausgebucht? Warum geben Showstars im Fernsehen entsprechende Instruktionen? Warum hat Tanzstunde wieder Konjunktur?
Die Sehnsucht nach bürgerlichen Werten wie Anstand, Höflichkeit und Manieren, nach Ordnung und Sauberkeit, Disziplin und Familie wird in diesem Hauptseminar im Sinne einer moderneren volkskundlichen Brauchforschung betrachtet, welche die Umgangsformen im Prozess der Zivilisation verortet, Manieren also, wie Asserate dies ebenfalls tut, kulturgeschichtlich herleitet. Zusätzlich soll das Phänomen in die gegenwärtigen Diskurse des Faches eingeordnet und mit dessen Kriterien und Erkenntnisinstrumenten analysiert werden.

Einführende Lektüre:
Asserate, Asfa-Wossen Manieren. Frankfurt/Main: Eichborn 2003.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen, Bd. 1: Wandlungen des Verhaltens in den weltlichen Oberschichten des Abendlandes, Bd. 2: Wandlungen der Gesellschaft. Versuch zu einer Theorie der Zivilisation. Suhrkamp TB Wiss.158/9, Frankfurt/ Main: Suhrkamp 1976 (Ersterscheinung 1969).
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium

PROSEMINARE
05 704 Spielkultur und Spieltheorien vom Mittelalter bis zur Neuzeit
Raum 2128, Do 16-18
- Magister -
Doering-
Manteuffel S.
Der Kulturphilosoph und Historiker Johan Huizinga hat in seinen grundsätzlichen Überlegungen zum „Homo ludens", ein Bild der europäischen Kulturen entworfen, in dem der Mensch als Spieler gleichwertig neben den Denker (Homo sapiens) und den tätigen Menschen tritt (Homo faber). Das Proseminar befasst sich mit Spieltheorie und Spielkultur in Europa. Neben den kulturtheoretischen Ansätzen zur Rolle des Spiels in westlichen Gesellschaften wollen wir uns mit den verschiedenen Arten von Spielen befassen. Welcher Logik folgen sie, welche Auffassung von „Teamgeist", welche Werte sind ins Spiel hineingewoben? Das Spektrum ist sehr breit: Ballspiele, Kartenspiele, Glücksspiele – sie alle kommen auf den Prüfstand und es wird sich zeigen, dass Spiele mitnichten eine sinnlose Freizeitbeschäftigung sind, sondern ebenso soziale Differenz markieren wie ein Zeugnis abgegeben über das Verständnis von Fairness, Sieg und Niederlage, das in einer Gesellschaft vorherrscht.

Einführende Lektüre: Huizinga, Johan: Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. Reinbek 1956.
Anforderungen für Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium

05 705 Widerspenstige Kulturen: Alltagshandel in städtischen Lebenswelten zwischen lokaler Praxis und globalem Trend – Fankulturen, Klubkulturen, Subkulturen
Raum 1004, Blockseminar: 22.10.,29.10., 19.11.,17.12., 14.01. jeweils von 12-16.30
- Magister -
Bommas P.
Die Globalisierung der Kommunikationsverhältnisse hat zu einer unvorstellbaren Produktion und Zirkulation von Kulturen geführt, die das Alltagsleben durchdringen und die das ‚Material’ liefern, mit dessen Hilfe die Menschen ihr Leben formen, gestalten und voneinander absetzen. Das bedeutet eben keine vollständige Homogenisierung a la McDonald’s, vielmehr bilden sich immer wieder und immer mehr neue Mixturen, eigenständige Synthesen und eigensinnige Antworten heraus, die zu widerspenstigen Alltagskulturen führen. Solche Kulturformen sollen exemplarisch vorgestellt, an konkreten Orten aufgespürt und ihre Protagonisten gezeigt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei neben einem kurzen Abriss zu den wichtigsten Thesen der Cultural Studies auf den Beispielen zu ‚widerspenstigen’ Alltagspraktiken in der großstädtischen Subkulturlandschaft, wobei ein besonderes Augenmerk dem transkulturellen Kontext solcher Äußerungsformen gilt: Fan- und Klubkulturen im großstädtischen Stadtteilmilieu, Gangbildungen und parallelgesellschaftliche Entwicklungen bei jugendlichen Subkulturen mit unterschiedlicher ethnischer Biographie.

Einführende Lektüre:
Engelmann, Jan (Hg): Die kleinen Unterschiede. Der Cultural Studies-Reader. Frankfurt/ New York 1999.
Mayer, Ruth/ Terkessidis, Mark (Hg): Globalkolorit. Multikulturalismus und Populärkultur. St. Andrä/ Wördern 1998.
Anforderungen für Scheinerwerb: Der Schwerpunkt liegt auf der ethnographischen Recherche mit Interviews, Befragungen, Videoprotokollen, Tondokumenten etc.
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium

05 706 Die deutschen Kolonien – eine vergessene Episode interkultureller Beziehungen?
Raum 2129, Do 12-14
- Magister EWS -
Kressing F.
Im Jahre 2004 jährte sich zum 100. Mal der Tag der Niederschlagung des großen Herero-Aufstandes im heutigen Namibia durch die damalige deutsche „Schutztruppe". Dieses Ereignis im ehemaligen Südwestafrika soll Anlass zu einem Rückblick auf die oft verdrängte und scheinbar vergessene Geschichte der deutschen Kolonien sein. Dazu werden wir uns in diesem Seminar sowohl mit Hintergründen und Erscheinungsformen des deutschen Kolonialismus und der sozialen und wirtschaftlichen Situation im deutschen Kaiserreich als auch mit der Ethnografie der ehemaligen deutschen Kolonialgebiete, den dortigen interethnischen Beziehungen und ideologischen Auswirkungen der deutschen Kolonialpolitik auf die Zeit nach dem 1. Weltkrieg (und bis heute!) beschäftigen.

Einführende Lektüre: Petschull, Jürgen; Höpker, Thomas: Der Wahn vom Weltreich. Die Geschichte der deutschen Kolonien. Hamburg 1984.
Anforderungen für Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme, Referat mit Arbeitspapier, schriftliche Hausarbeit
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium, EWS

05 707 Aussiedler aus Osteuropa – Integration und Konfliktpotentiale
Raum 2127, Mi 14-16
- Magister EWS -
Lembert-
Dobler C.
Als Aussiedler werden Immigranten bezeichnet, die nach bundesdeutschen Gesetzen ein Recht darauf haben, in Deutschland zu leben. Sie sind Nachfahren von Deutschen, die im 18. Jh. nach Osteuropa ausgewandert sind. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts streben sie aus unterschiedlichen Motiven wie Unterdrückung und Diskriminierung, schlechter wirtschaftlicher Lage oder besserer Bildungschancen für die Kinder einen Umzug nach Deutschland an.
In Augsburg lebt eine wachsende community sog. Russlanddeutscher. Läden mit russischen bzw. osteuropäischen Waren, Discotheken, eine russische Sauna (banja) wurden eröffnet. Sie verdeutlichen zum einen die Präsenz der Russland-deutschen in Augsburg, zum anderen weisen sie auf die Tendenz hin, kulturelle Eigenheiten – ein Stück Heimat – zu bewahren. Der deutsche Pass ist kein Garant für konfliktfreie Integration der Aussiedler in die bundesdeutsche Gesellschaft. Besonders die Jugendlichen oder „russischen" Ehepartner der Aussiedler verfügen über mangelnde Kenntnisse der deutschen Sprache. Hinzu kommen der unter-schiedliche kulturelle und geschichtliche Hintergrund, das Gefühl der Ausgegrenztheit und Heimweh.
In dem Seminar soll zunächst auf die geschichtliche Entwicklung und die Situation der Aussiedler im Herkunftsland eingegangen werden. Die Lebensverhältnisse von Aussiedlern in Deutschland, Fragen der Identität und Konfliktpotentiale stehen ebenso auf dem Programm. Abgerundet werden soll das Seminar durch Recherchen und Interviews mit Aussiedlern, Besuch von Vereinen und Orten und Darstellung der unterschiedlichen Lebensläufe.

Einführende Lektüre: Siehe Aushang
Anforderungen für Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium, EWS

05 708 Einführung in die praktische Museumsarbeit II: Ausstellungsprojekt mit dem Museum Leipheim zum Thema „Bauernkrieg" (Eröffnung Juli 2005)
Raum 2129, Blockseminar: 29.10., 12./26.11., 10.12., 14./28.1., 11.2., jew. 12-16
- Magister -
Fuder S.
Praxisorientiertes Seminar mit Vermittlung der 4 Grundlagen der Museumsarbeit: Sammeln, Bewahren, Präsentieren, Forschen/ Lehren. Vermittlung anhand von Referaten und Übungen; Kurzreferate von Gastreferenten, z.B. zum Thema Restaurierung. Im Sommersemester Schwerpunkt im Heimat- und Bauernkriegsmuseum Leipheim: gemeinsame Rekonstruktion eines Massengrabes von 1525 und Gestaltung eines entsprechenden Raumes; die im WS vermittelten Grundlagen werden dabei angewendet. Das WS findet vorwiegend in der Uni Augsburg, das SS in Blöcken in Leipheim statt.

Einführende Lektüre: keine
Anforderungen für Scheinerwerb: Regelmäßige Teilnahme in beiden Semestern, Referat mit Hausarbeit und Praxisprojekt im Sommersemester
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium

05 709 Einführung in die praktische Museumsarbeit I: Vorbereitung und Durchführung einer kulturhistorischen Ausstellung zum Thema „Das künstliche Licht"
Raum 2129, Blockseminar: 22.10., 5./19.11., 3./17.12., 21.1., 4.2., jew. 12-16
- Magister -
Krajicek H.
 
Ziel der Veranstaltung ist die Ausbildung zur Vorbereitung und Durchführung einer kulturhistorischen Ausstellung. Den Teilnehmern sollen alle damit verbundenen Arbeitsschritte vermittelt werden, wie beispielsweise die Erstellung einer Stoffsammlung zum Thema und deren Gliederung, die Beschaffung und Verwaltung von Exponaten, die Texterstellung, das Design, die Präsentation und den Aufbau einer Ausstellung sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

Einführende Lektüre: Pöhlmann, Walter: Ausstellungen von A - Z. Gestaltung, Technik und Organisation. Berliner Schriften zur Museumskunde, Band 5. Berlin, 1990.
Anforderungen für Scheinerwerb: regelmäßige Teilnahme, schriftliche Ausarbeitung eines Fachbereichs der Ausstellung und Mitwirkung an Aufbau und Präsentation.
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium

05 710 Einführung in die Ethnobotanik/ botanische Volkskunde
Raum 2128, Mi 12-14
- Magister -
Weber A.
Gleichwohl sich die Volkskunde mit verschiedenen Themen aus diesem Bereich ständig beschäftigt, soll im Rahmen dieses Seminars versucht werden, einmal konzentriert auf die Schwerpunkte botanischer Ethnologie einzugehen.

Mögliche Aspekte sind:

  • Die Darstellung einzelner Nutz- und Zierpflanzen (Bäume und Kräuter), ihre ethnologische und ökonomische Bedeutung, ihre medizinische Verwendung, ihre Symbolik und Rolle in Religion und Volksglauben.
  • Die Rolle, Aufgabe und Ideologie von Parks und Gärten. (Gemeint sind Landschaftsgärten, botanische Gärten, Schrebergärten, Plantagen, Stadtbegrünung etc.)
  • Die Bedeutsamkeit unterschiedlicher botanischer Regionen und Landschaften sowie deren Zusammenhang zum „Volksleben". (Was da sind Heide, Wald, Alm, etc.)

Einführende Lektüre: wird in der ersten Seminarstunde besprochen, ansonsten ist sie selbstständig zu Recherchieren
Anforderungen für Scheinerwerb: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit, evtl. Protokoll, Arbeitspapier und Hausarbeit
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium, evtl. Bereitschaft zur Teilnahme an einer eintägigen Exkursion in die Botanik.

TUTORIEN
05 711 Tutorium zur Volkskunde für Anfänger und Interessierte
Raum 2129, Do 10-12
- Magister -
Hartl A./
Moraru D.
Das Tutorium richtet sich an Studienanfänger und Interessierte, die mehr über das Leben auf dem Campus und speziell über das Fach Volkskunde wissen wollen.
Im ersten Teil wenden wir uns dem Leben in und um die Universität Augsburg zu. Dabei werden wir gemeinsam den Campus besichtigen, eine Führung durch die Bibliothek sowie eine Stadtführung machen.
Danach dreht sich alles um die Volkskunde: wie baue ich mein Studium auf, wie bekomme ich Scheine, wie mache ich ein Referat und schreibe eine Hausarbeit, wie recherchiere ich, wo kann ich noch Volkskunde studieren und welche Perspektiven bieten sich danach? Vorgestellt wird die Grundlagenliteratur, die wichtigsten Zeitschriften und Webauftritte etc.
Für individuelle Fragen und Diskussionen bleibt im gemütlichen Rahmen genügend Zeit.

Einführende Lektüre: keine
Anforderungen für Scheinerwerb: kein Scheinerwerb
Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium

05 712 Tutorium zur Volkskunde für Anfänger und Interessierte
Raum 2128, Fr 12-14
- Magister -
Arlt A.
Das Tutorium soll grundlegende und weiterführende Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sowohl als Quelle als auch als Betrachtungsgegenstand vermitteln.
Anhand aktueller Problematiken soll auf den historischen Hintergrund, gesellschaftliche Phänomene und soziale Folgen des Internets eingegangen werden, wobei über die Besonderheiten der Quellen im World Wide Web diskutiert wird. Ein weiterer Schwerpunkt der Übung wird das Kennenlernen effektiver Recherchemethoden nach volkskundlichen Themen im Internet.

Teilnahmevoraussetzungen: Magisterstudium, Englisch, grundlegende PC-Kenntnisse, Zugang zu einem PC