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Romanistik / Spanisch


VORLESUNGEN

05 347 Einführung in die Sprachwissenschaft für Romanisten I: Sprache und Mensch
HS III, Di 13-14, Beginn: 08.11.2004
Schwarze S.
In der Vorlesung werden die romanischen Sprachen, die Arbeitsgebiete der Sprachwissenschaft sowie die geolinguistische und soziolinguistische Variation von Sprache vorgestellt. Es wird unumgängliches Grundwissen als Basis und Orientierung für das weitere Studium vermittelt und versucht, exemplarisch sprachwissenschaftliches Problembewußtsein zu entwickeln.
05 348 Einführung in die Literaturwissenschaft für Romanisten
HS III, Fr 12-13
Kuhnle T.
Die Vorlesung und der dazugehörige Grundkurs (Teilnahme obligatorisch!) richten sich an alle Studienanfänger der Romanistik. Sie bilden eine Einheit und gehören zu den Pflichtveranstaltungen des Grundstudiums. Ziel der Veranstaltung ist die Einführung in Gegenstand und Methoden der Literaturwissenschaft (Vorlesung) sowie in die Techniken literaturwissenschaftlichen Arbeitens (Grundkurs/Übung ).
05 349 Spanische Literatur im 20. Jahrhundert
HS 2107, Di 12-13
Scheerer Th.
Diese Überblicksvorlesung gilt den wichtigsten Epochen, Autoren und Werken der spanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Vorlesung hat einführenden Charakter; sie kann auch ohne besondere Spanischkenntnisse besucht werden. Anregungen zum vertieften Studium, Literaturhinweise und Lektüreempfehlungen werden in den einzelnen Stunden vermittelt. Den sachlichen Umfang skizzieren die folgenden Stichwörter: Generation von 1898, Modernismus, Generation von 1927, Essayisten der ersten Jahhunderthälfte, Bürgerkriegsliteratur, Roman und Theater der Franco-Zeit, die Literatur nach 1975, Gegenwartsströmungen.

Zum ersten Nachschlagen geeignet: Martin Franzbach, Geschichte der spanischen Literatur im Überblick, Stuttgart:Reclam 1993.- Weiterführend: Hans-Jörg Neuschäfer (Hrsg.), Spanische Literaturgeschichte. Stuttart / Weimar: Metzler 1997.

05 350 Große Lyriker Lateinamerikas
HS 2107, Di 13-14
Scheerer Th.
Es werden jeweils möglichst zwei Vorlesungsstunden auf die Behandlung eines Lyrikers / einer Lyrikerin oder einer lyrischen Gruppe / Bewegung verwendet: In der ersten Sitzung erfolgt eine allgemeine bio-bibliographische Einführung mit Übersicht über das Gesamtwerk, literarhistorischer Situierung, poetologischen Aspekten und ersten Interpretationsbeispielen, in der jeweils folgenden Sitzung werden Einzelinterpretationen vorgestellt.Auch Fragen von Theorie und Praxis der Interpretation werden erörtert. Dargestellt wird eine Auswahl jener Lyrikerinnen und Lyriker, die schulbildend gewirkt haben und auch international erfolgreich waren (u.a. Rubén Darío, Gabriela Mistral, César Vallejo, Alfonsina Storni, Vicente Huidobro, Jorge Luis Borges, Pablo Neruda, Octavio Paz, Nicanor Parra, Enrique Lihn, Juan Gelman). Es wird ein Skript mit jenen Gedichttexten zur Verfügung gestellt, die vor allem behandelt werden (ab Anfang Juli im Sekretariat, Zimmer 3029).

Literatur zur begleitenden Lektüre: Olivio Jiménez, José (Hrsg.), Antología de la poésía hispanoamericana contemporánea 1914-1970, Madrid: Alianza, 15. Aufl. 1999. - Siebenmann, Gustav, Die lateinamerikanische Lyrik 1892-1992, Berlin: E. Schmidt Verlag 1993. - Beutler, Gisela (Hrsg.), Sieh' den Fluß der Sterne strömen. Hispano-amerikanische Lyrik der Gegenwart. Interpretationen, Darmstadt: WB 1990.

05 000 Ringvorlesung "Große Werke der Literatur IX"
HS II, Mi 18-20, 14-tägig
Mayer M. /
Scheerer Th. /
Löser F. /
Balmer H.P. /
Spinner K.-H. /
Middeke M. /
Stammen Th.
Die Ringvorlesung soll wissenschaftlich fundiert und zugleich so anschaulich wie möglich in internaionale Literatur einführen. Wir wollen damit ganz einfach Freude an vielen verschiedenen Lektüren wecken und Hilfen zum Verständnis anbieten. Dabei geht es nicht nur um "Klassiker". Auch das Aparte oder nur Unterhaltende findet hier ein Forum.
Die Beiträger haben ihre Themen völlig frei gewählt, was immer der beste Garant für Interesse und Lebendigkeit ist. Eine Sammlung erster Hinweise auf Schwerpunkte, Perspektiven und ergänzende Lektüreempfehlungen liegt am Lehrstuhl bereit, ist aber auch zu finden unter:
http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/komparatistik/ndl_komp.htm.
  • 27.10.2004 Prof. Dr. Mathias Mayer Eduard Mörike Mozart auf der Reise nach Prag
  • 10.11.2004 Prof. Dr. Thomas Scheerer Der Cid. Das spanische Nationalepos
  • 24.11.2004 Prof. Dr. Freimut Löser Die große Heidelberger Liederhandschrift
  • 08.12.2004 Prof. Dr. Hans Peter Balmer Botho Strauß Der Untenstehende auf Zehenspitzen
  • 12.01.2005 Prof. Dr. Kaspar Spinner Tausendundeine Nacht
  • 26.01.2005 Prof. Dr. Martin Middeke Bram Stoker Dracula
  • 09.02.2005 Prof. Dr. Theo Stammen Gottfried Keller Das Sinngedicht

HAUPTSEMINARE

05 351 Spanisch in Amerika
Raum 2127a, Di 10 –12
Werner R.
Adressaten: Studierende des Lehramtsstudiengangs Spanisch sowie der Magisterstudiengänge Romanische Sprachwissenschaft Spanisch und Angewandte Sprachwissenschaft Romanistik Spanisch/Portugiesisch, jeweils im Hauptstudium.

Inhalte:

  1. Beschreibung spezifischer Phänomene des heutigen amerikanischen Spanisch mit historischen Ausblicken
    1. lleísmo, yeísmo, žeísmo und šeísmo
    2. seseo und ceceo
    3. weitere Phänomene aus Phonetik und Phonologie
    4. tuteo und voseo
    5. leísmo und loísmo
    6. weitere Phänomene aus Morphologie und Syntax
  2. Sprachkontakte
    1. Spanisch und autochthone amerikanische Sprachen
    2. die Bedeutung des afrikanischen Bevölkerungselementes für die Geschichte des Spanischen in Amerika
    3. das amerikanische Spanisch im Kontakt mit europäischen Sprachen
  3. klassische Kontroversen zur Geschichte des Spanischen in Amerika
    1. die Substrattheorie
    2. die Andalusismustheorie
    3. „unidad y divergencia"
  4. Dialektologie und Sprachgeographie
    1. die Begriffe ‚espaZol americano‘ und ‚americanismo‘
    2. dialektale und sprachgeographische Gliederung des Spanischen in Amerika

Die Lehrveranstaltung eignet sich zur Vorbereitung auf den schriftlichen Teil des Staatsexamens in Spanisch, Aufsatz zum Korb "Varietäten" (LPO I alt) bzw. "Textaufgabe" aus Korb 1, "Charakteristik, Tendenzen und Varietäten des Spanischen" (LPO 1 neu).

Scheinerwerb: Hauptseminarschein für Spanisch (Lehramtsstudiengang), Romanische Sprachwissenschaft Spanisch (Magisterstudiengang) oder Angewandte Sprachwissenschaft Spanisch/Portugiesisch (Magisterstudiengang). Bedingungen für den Scheinerwerb: regelmäßige aktive Teilnahme, mündliches Referat und schriftliche Hausarbeit.

05 352 Wortschatzlernen
Raum 1005, Di 08.30 – 10
Werner R.
Adressaten: Insbesondere Studierende der Magisterstudiengänge Angewandte Sprachwissenschaft (Französisch, Italienisch und Spanisch/Portugiesisch), jeweils im Hauptstudium. Studierende der Lehramtsstudiengänge Französisch, Italienisch und Spanisch sind willkommen, sollten jedoch vor der Entscheidung über die eventuelle Teilnahme mit Prof. Dr. W. Hupka oder mit Prof. Dr. R. Werner Rücksprache nehmen (die Lehrveranstaltung beinhaltet keine Vorbereitung auf einen sprachwissenschaftlichen Teil des Staatsexamens!).

Inhalte: In der Lehrveranstaltung geht es primär darum, Bezüge zwischen theoretischen Ansätzen zum Thema Wortschatzlernen, Wortschatzunterricht sowie Lernerlexikographie einerseits und der Praxis von Wortschatzdidaktik und didaktischer Lexikographie andererseits herzustellen.

Scheinerwerb: Hauptseminarschein für die Magisterstudiengänge Angewandte Sprachwissenschaft (Französisch, Italienisch, Spanisch/Portugiesisch) und für den Lehramtsstudiengang Spanisch (für letzteren nur mit Ausrichtung des Referates auf ein Thema mit starkem Bezug zu semantischer oder lexikologischer Theorie). Bedingungen für den Scheinerwerb: regelmäßige aktive Teilnahme, Referat (Literaturzusammenfassung oder Präsentation einer praktischen Arbeit) und schriftliche Hausarbeit (für Studierende der Magisterstudiengänge praktische Arbeit; für Studierende des Lehramtsstudiengangs Spanisch auch mehr theoretisch orientierte Arbeit möglich).

05 354 Romane in Spanien seit 1975
Raum 1005, Di 16-18
Scheerer Th.
Nach 1975 (Ende der Diktatur) ist in Spanien eine vielgestaltige, international erfolgreiche und auch qualitativ oft beachtliche Romanproduktion entstanden. Der Titel des Seminars (...in Spanien) legt Nachdruck auf die Tatsache, dass dies auch für die autonomen Regionen gilt. Besonders Autorinnen und Autoren aus Katalonien, Galicien und dem Baskenland haben nun ein aufmerksames Publikum und werden von der Literaturkritik wahrgenommen. Beispiele sollen angemessen berücksichtigt werden. Während des Seminars soll jeweils ein Roman (oder eine Gruppe von Romanen des selben Autors/ der selben Autorin) Gegenstand der Erörtertung in einer Stunde werden. Die Teilnehmer werden gebeten, sich während der vorlesungsfreien Zeit durch entsprechende Lektüre von Romanen vorzubereiten. Sofern Übersetzungen vorliegen, können diese benutzt werden. Für die Hausarbeiten sollte aber immer der Orginaltext zugrunde gelegt werden. Die folgende - unabgeschlossene - Liste nennt in alphabetischer Reihenfolge Autorinnen und Autoren, die mit einem oder mehreren Romanen berücksichtigt werden können:
  • Rafael Chirbes (u.a. La larga marcha, La caida de Madrid)
  • Miguel Delibes (u.a. El disputado voto del seZor Cayo)
  • Belén Gopegui (u.a. La conquista del aire)
  • Aludena Grandes (u.a. Lulu, Malena, Los aires difíciles)
  • Gabriel Janer Manila (u.a. Els jardins incendiats)
  • Javier Marías (u.a. Corazón tan blanco)
  • Carmen Martín Gaite (u.a. La reina de las nieves)
  • Eduardo Mendoza (u.a. La verdad sobre el caso Savolta)
  • Rosa Montero (u.a. En el corazón del Tártaro)
  • José-Martinho Montero Santalha (Oxalá voltassem tempos idos)
  • Antonio MuZoz Molina (u.a. El jinete polaco, Plenilunio)
  • Alvaro Pombo (Los delitos insignificantes)
  • Carlos Ruiz Safón (La sombra del viento)
  • Esther Tusquets (u.a. El mismo mar de todos los veranos)
  • Manuel Vázquez Montalbán (u.a. Galíndez)
  • Enrique Vila-Matas (Bartleby y compaZía)

Informationen und Interpretationen finden sich in: Dieter Ingenschay / Hans-Jörg Neuschäfer (Hrsgg.); Aufbrüche. Die Literatur Spaniens seit 1975, Berlin: Tranvía 1991; Hans Felten u.a. (Hrsgg.), La dulce mentira de la ficción. Ensayos sobre narrativa espaZola actual, Bonn: Romanistischer Verlag, 2 Bde, 1995,1998; Thomas Bodenmüller, Thomas M. Scheerer, Axel Schönberger (Hrsgg.), Romane in Spanien seit 1975, Bd.1, Frankfurt am Main: Valentia (2004, im Druck).

Themenvereinbarung in der Sprechstunde (dienstags, 14 Uhr) erforderlich!

05 353 Miguel de Cervantes
Raum 1005, Mi 14-16
  Veranstaltung entfällt!
Albes W.
 

PROSEMINARE

05 355 Geschichte der spanischen Sprache
Raum 1004 (Institut für Physik), Di 16 - 18
Álvarez
Adressaten: Insbesondere Studierende des Lehramtsstudiengangs Spanisch sowie des Magisterstudiengangs Romanische Sprachwissenschaft Spanisch, jeweils im Grundstudium nach dem 2. Fachsemester. Teilnahme auch für Studierende des Magisterstudiengangs Angewandte Sprachwissenschaft Spanisch/Portugiesisch sinnvoll.

Inhalte: Überblick über die externe Sprachgeschichte des Spanischen mit Querverweisen zur Geschichte der anderen Sprachen auf der Iberischen Halbinsel und Herstellung von Bezügen zur Kulturgeschichte. Überblick über die wichtigsten Entwicklungen in der internen Sprachgeschichte des Spanischen mit Querverweisen zur Diachronie der anderen iberoromanischen Sprachen

Scheinerwerb: Proseminarschein für Spanisch (Lehramtsstudiengang), Romanische Sprachwissenschaft Spanisch (Magisterstudiengang) oder Angewandte Sprachwissenschaft Spanisch/Portugiesisch (Magisterstudiengang). Bedingungen: Regelmäßige aktive Teilnahme und Bestehen einer Abschlussklausur.

Literatur: Allen Teilnehmern werden zur begleitenden Lektüre folgende Werke empfohlen:
Berschin, Helmut/ Fernández Sevilla, Julio/ Felixberger, Josef: Die spanische Sprache. Verbreitung. Geschichte. Strukturen, Ismaning 21995, S. 70 – 125.
Bollée, Annegret/ Neumann-Holzschuh, Ingrid: Spanische Sprachgeschichte, Stuttgart 2000.
Cano Aguilar, Rafael: El espaZol a través de los tiempos, Madrid 41999.
Echenique Elizondo, Ma Teresa/Martínez Alcalde, Ma José: Diacronía y gramática histórica de la lengua espaZola, Valencia 2000.
Wesch, Andreas: Grundkurs Sprachwissenschaft Spanisch, Stuttgart – Düsseldorf – Leipzig 2001, S. 120 – 156

05 356 Cervantes und sein Don Quijote
Raum 2127a, Mi 16-18
Altmann W.
Der erste Teil des "Don Quijote", des berühmtesten Romans der spanischen Literaturgeschichte, erschien 1605 und feiert nächstes Jahr sein 400-jähriges Bestehen. Dies soll Anlass sein, den Text mit dem sozialhistorischen und kulturellen Umfeld, in dem er geschrieben wurde, in Beziehung zu setzen. Im Mittelpunkt des Seminars stehen Analyse und Interpretation moderner und aktueller Cervantes-Deutungen. Die folgenden Themen werden dabei insbesondere behandelt: Biographische Wirklichkeit und fiktionaler Text, Reformatorisches und gegenreformatorisches Gedankengut, Darstellung von Christentum und Islam, Schreibbedingungen unter Absolutismus und Inquisition, Erotik und Sexualität im Kontext einer katholischen Macho-Gesellschaft.

Die Kenntnis des Romans wird zu Beginn des Seminars vorausgesetzt. Als Einführung wird empfohlen: Horst Weich: Cervantes' Don Quijote. München 2001 (Piper Verlag).

Zum Erwerb eines Scheins sind erforderlich: regelmäßige Teilnahme an den Seminarsitzungen, Übernahme eines Referats, Anfertigung einer Hausarbeit.

05 357 Gabriel García Marquez
Raum 2127, Do 14-16
Guíñez-
Bornscheuer K.
El escritor y periodista colombiano Gabriel García Márquez (Aracataca 1928), considerado como uno de los principales autores del boom latinoamericano, adquirió fama mundial al obtener el Premio Nobel de literatura en 1982.
En el seminario se realizará una revisión general de la extensa producción literaria y periodística del autor colombiano poniendo especial interés en su papel dentro de la escena literaria hispanoamericana.
El objetivo principal del curso será sin embargo el estudio específico de algunas de sus últimas publicaciones:
  • El amor en los tiempos del cólera (1985)
  • El general en su laberinto (1989)
  • Del amor y otros demonios (1994)
  • Noticia de un secuestro (1996)
  • Como preparación se recomienda urgentemente la lectura previa de Cien aZos de soledad (1967) asi como del primer tomo de sus memorias Vivir para contarla (2002).

    05 363 Der ideologische Diskurs über Lateinamerika
    2129, Mi 12 - 14
    Leclercq C..
    Die Suche nach einer Selbstdefinition Lateinamerikas ist die antreibendste und belebendste Kraft des hispanoamerikanischen Denkens. Weder in Brasilien noch in Nordamerika findet man die Vehemenz, gar Besessenheit, mit welcher die Hispanoamerikaner immer wieder versuchen, ihre Kultur und Wirklichkeit innerhalb des abendländischen Kontexts zu definieren, sich gegenüber diversen Kolonisierungsformen zu identifizieren und einen Sinn sowie eine Erkenntnismethode für ihre historische Wirklichkeit zu schöpfen. Die hypothetische lateinamerikanische Identität befindet sich auf dem kulturellen Scheideweg zwischen Autochthonismus, Hispanismus, Europäismus und Nordamerikanismus. Inmitten von so vielen Isthmen (-ismen) zu segeln, erweist sich als ein abenteuerliches Unterfangen. Dieses Pendel erklärt die Komplexität und Mannifaltigkeit der lateinamerikanischen Kulturen.

    Bis heute ist die Problematik der Identität des amerikanischen Subkontinents einer ständigen Reinterpretation unterzogen. ¿Y cómo saber quiénes somos [nosotros, los latinoamericanos] si en cada momento estamos siendo de una manera distinta? schrieb 1992 der chilenische Publizist S. Marras. Die vorgeschlagenen Orientierungsmodelle reichen vom Rückkehr nach dem mythischen Ursprung bis zur Billigung der Vermischung (mestizaje) als begriffsbestimmendes und endgültiges Merkmal, hin zum „dernier cri", dem Begriff des postmodernen Hybridismus der 90er Jahre. Diese große Neigung, die lateinamerikanische Wesenheit zu interpretieren, hat einen ununterbrochenen und Kohäsion bewirkenden Diskurs produziert, der über die Essayistik hinaus zu dem Bereich der fiktiven Produktion übergeht. Die geistige Reife der hispanoamerikanischen Literatur kann nicht vollständig wahrgenommen werden, wenn man nicht die ideologische Unterstützung des lateinamerikanischen Diskurses mit seiner fünfhundert Jahre langen Erfahrung bei der Suche nach einer begrifflichen Einheit über Amerika kennt. Von den zahlreichen essayistischen Versuchen zur Selbstdefinition Lateinamerikas werden in diesem Seminar die wichtigsten Ansätze der federführenden Intellektuellen bzw. Schrifsteller präsentiert und untersucht.

    Behandelt werden Colón, Inca Garcilaso de la Vega, Simón Bolívar, Sarmiento, Martí, Rodó, Mariátegui, Vasconcelos und F. Ortiz, O. Paz und zuletzt Nestor García Canclini.

    (Die Themenliste ist neben Dienstzimmer 3029 ausgehängt.)

    ÜBUNGEN

    05 346 Einführung in die Sprachwissenschaft für Romanisten II: Sprache und Struktur
    HS III, Do 12-14
    Hupka W.
    Adressaten: Studienanfänger der Romanistik. Der Besuch der Einführungsvorlesung von Prof. Wolf und dieser Übung muß dem Besuch des sprachwissenschaftlichen Proseminars vorausgehen. Abschlußklausur obligatorisch.
    Inhalt: Einführung in die sprachwissenschaftlichen Grundbegriffe, die zum Verhältnis und zur Analyse von Sprache dienen (z. B. Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache). Der Schwerpunkt liegt auf den Begriffen und Methoden des Strukturalismus, wobei die Bereiche Phonologie, Morphologie und Syntax behandelt werden.
    Zur ersten Lektüre eignet sich:
    - Heidrun Pelz, Linguistik. Eine Einführung, Hamburg 1996.
    05 358 Altspanisch
    Raum 1005, Mo 14 - 16
    Werner R.
    Adressaten: Insbesondere Studierende des Lehramtsstudiengangs Spanisch und des Magisterstudiengangs Romanische Sprachwissenschaft, jeweils im Hauptstudium.

    Inhalte: Inhalte und Übungsformen orientieren sich an den Aufgabenstellungen im schriftlichen Teil des Staatsexamens in Spanisch, Sprachwissenschaft, "altspanischer Text mit Übersetzung" (LPO I alt) bzw. "Text zu historischen Sprachstufen" (LPO I neu).

    Literatur: Zur laufenden Vor- und Nachbereitung werden folgende Werke empfohlen.

    1. Laufend zu konsultieren:
      • Lathrop, Thomas: The evolution of Spanish. An introductory historical grammar, New York 1980; Übs.: Curso de gramática espaZola, Barcelona 1980.
      • Lloyd, Paul M.: From Latin to Spanish, Vol. I: Historical phonology and morphology of the Spanish language, Philadelphia 1987 (Memoirs of the American Philosophical Society Held at Philadelphia For Promoting Useful Knowledge Volume 173).
      • Menéndez Pidal, Ramón: Manual de gramática histórica espaZola, Madrid 231999.
      • Penny, Ralph: A history of the Spanish language, Cambridge 1991; Übs.: Gramática histórica del espaZol, Hrsg. José Ignacio Pérez Pascual, Barcelona 1993.
    2. Zur Vertiefung und zum Vergleich:
      • Alarcos Llorach, Emilio: Fonología espaZola, Madrid 41965 (Biblioteca Románica Hispánica, III. Manuales, 1), Kapitel "Fonología diacrónica del espaZol", S. 209-281.
      • Alvar, Manuel/Pottier, Bernard: Morfología histórica del espaZol, Madrid 1983 (Biblioteca Románica Hispánica, III. Manuales, 57).
      • Ariza Viguera, Manuel: Manual de fonología histórica del espaZol, Madrid 1989 (Colección Lingüística, 19.).
      • Fradejas Rueda, José Manuel: Fonología histórica del espaZol, Madrid 1997 (Biblioteca Filológica Hispánica/31).
      • Urrutia Cárdenas, Hernán/Álvarez Álvarez, Manuela: Esquema de morfosintaxis histórica del espaZol, Bilbao 1983 (Publicaciones de la Universidad de Deusto, Serie Letras, Volumen 6).
    3. Zur externen Sprachgeschichte:
      • Cano Aguilar, Rafael: El espaZol a través de los tiempos, Madrid 41999.
      • Echenique Elizondo, Ma Teresa/Martínez Alcalde, Ma José: Diacronía y gramática histórica de la lengua espaZola, Valencia 2000.
    4. Etymologisches Wörterbuch:
      • Corominas, Joan/Pascual, José A.: Diccionario crítico etimológico castellano e hispánico, Madrid 1980-1991 (Biblioteca Románica Hispánica, V. Diccionarios, 7).
    05 359 Kolloquium: Wörterbücher des amerikanischen Spanisch
    Vorbesprechung: Do., 21.10.2004, 14:00 Uhr,
    Raum 4049
    Werner R.
    Adressaten: Insbesondere Studierende der Magisterstudiengänge Angewandte Sprachwissenschaft Spanisch/Portugiesisch (Hauptfach) und Angewandte Sprachwissenschaft Spanisch (Nebenfach). Auch für Studierende des Lehramtsstudiengangs Spanisch und des Magisterstudiengangs Romanische Sprachwissenschaft Spanisch geeignet. Teilnahmevoraussetzungen sind die vorherige erfolgreiche Teilnahme an einem sprachwissenschaftlichen Hauptseminar und die Fähigkeit, sich aktiv in spanischer Sprache zu beteiligen.

    Inhalte: A los participantes se les ofrece la oportunidad de informarse, en el marco del proyecto de investigación "Diccionarios Contrastivos del EspaZol de América", sobre las exigencias de la redacción de diccionarios monolingües y las bases teóricas de su elaboración.

    05 360 Grundkurs Literaturwissenschaft Spanisch
    Raum 2127a, Do 12-14
    Guíñez-
    Bornscheuer K
    Im Mittelpunkt der Begleitübung zur Vorlesung steht die Einführung in die Analyse und Interpretation literarischer Texte aus der spanischen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Besonders anhand von Gedichten aus verschiedenen Epochen der spanischen Literaturgeschichte werden epochen- und zeitspezifische Merkmale, verschiedene methodische Analyseverfahren, historische und gesellschaftliche Hintergründe, gattungsspezifische Besonderheiten, formale und sprachliche Aspekte sowie charakteristische Stilmittel exemplarisch herausgearbeitet. Daneben wird mit den Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (bibliographische Recherche, Abfassen von Referaten und Hausarbeiten, richtiges Zitieren, u.ä.) vertraut gemacht. Die Begleitübung ist gedacht für Studenten und Studentinnen der Anfangssemester, auch ohne fortgeschrittene Spanischkenntnisse.