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Romanistik / Französisch


VORLESUNGEN
05 301 Relativkonstruktionen in Synchronie und Diachronie
HS III, Di 12-13, Beginn: 02.11.2004
Schwarze S.
Beim Gegenstand Relativkonstruktionen denkt man bezogen auf die romanischen Schriftsprachen üblicherweise an Relativsätze wie l’uomo che parla / l’homme qui parle / el hombre que habla, da die traditionelle Grammatikographie diese für den formalen Sprachgebrauch auf die Spezifizierung von Nominalphrasen durch Propositionen eingrenzt, die durch ein polyfunktionales Relativpronomen eingeleitet werden. Im informellen Sprachgebrauch existieren darüber hinaus eine Reihe weiterer Strategien, die in neuerer Zeit auch als Stigmata gesprochener Sprache gehandelt werden. Es handelt sich dabei nicht um innovative Phänomene, sondern um Konstruktionen, die im Zuge des Normierungsprozesses der einzelnen romanischen Sprachen aus der Standardsprache ausgeschlossen wurden, in anderen Varietäten aber „überlebt“ haben.
Die Vorlesung gibt zunächst einen Überblick über die historische Entwicklung französischer Relativkonstruktionen. Daran schließt ein Einblick in die Wahl einzelner Strategien im heutigen Sprachgebrauch an, die im Hinblick auf ihre diasystematische Markiertheit (diaphasisch, diastratisch und diamesisch) untersucht werden.
05 302 Einführung in die Sprachwissenschaft für Romanisten I: Sprache und Mensch
HS III, Di 13-14, Beginn: 02.11.2004
Schwarze S.
In der Vorlesung werden die romanischen Sprachen, die Arbeitsgebiete der Sprachwissenschaft sowie die geolinguistische und soziolinguistische Variation von Sprache vorgestellt. Es wird unumgängliches Grundwissen als Basis und Orientierung für das weitere Studium vermittelt und versucht, exemplarisch sprachwissenschaftliches Problembewußtsein zu entwickeln.
05 303 Der französische Roman des 19. Jahrhunderts I
HS II, Mi 10-12
Krauß H.
Nach einem Blick auf Geschichte und Literatur der Französischen Revolution wird die Entstehung der romantischen und realistischen Theorien (Stendhal: Racine et Shakespeare; Hugo: Préface de Cromwell) im Kontext der Restauration analysiert. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Interpretation von Constant: Adolphe; Musset: Confession d’un enfant du siPcle; Stendhal: Armance, Le Rouge et le Noir; La Chartreuse de Parme.

Zur Vorbereitung empfohlen : K. Heitmann: Der französische Realismus, Wiesbaden 1979; F. Wolfzettel: 19. Jahrhundert: Roman, Tübingen 2002.

05 304 Französische Literatur des Mittelalters
Raum 1005, Di 10-12
Krauß H.
Nach einem Abriss der Geschichte Frankreichs von 496 bis ca. 1150, werden die Fragen besprochen, was in diesem Zeitraum 'französisch' und 'Literatur' bedeuten. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Analyse der Eulalia-Sequenz, der Vie de Saint Alexis, der Chanson de Roland und anderer chansons de geste. Außerdem geht es um die Analyse des Konzepts der fin’ amor, der höfischen Liebe in der altprovenzalischen Lyrik.

Zur Vorbereitung empfohlen:
Das Leben des Hl. Alexius (ÜS K. Berns); La Chanson de Roland (ÜS H.W: Klein) in der Reihe Klassische Texte des Romanischen Mittelalters in zweisprachigen Ausgaben, hgg. von H. R. Jauß und E. Köhler.
E. Köhler: Mittelalter I, Stuttgart 1984.
H. Krauß (Hg.): Altfranzösische Epik, Darmstadt 1978

05 305 Einführung in die Literaturwissenschaft für Romanisten
HS III, Fr 12-13
Kuhnle T.
Die Vorlesung und der dazugehörige Grundkurs (Teilnahme obligatorisch!) richten sich an alle Studienanfänger der Romanistik. Sie bilden eine Einheit und gehören zu den Pflichtveranstaltungen des Grundstudiums. Ziel der Veranstaltung ist die Einführung in Gegenstand und Methoden der Literaturwissenschaft (Vorlesung) sowie in die Techniken literaturwissenschaftlichen Arbeitens (Grundkurs/Übung ).
05 306 La méthodologie de l’enseignement scolaire du français en Allemagne ( = Grundkurs II approfondi)
Beginn: Mittwoch, 20. Oktober 2004
Raum 2127a, Mi 8.30 - 10
Abel F.
Die Vorlesung richtet sich an Studierende, die den allgemeinen Teil des Grundkurses, d.h. die in den beiden Grundkurshälften identischen Teile (Grundbegriffe der Französischdidaktik, PremiPre orientation bibliographique, Moyens d'information et centres de documentation en didactique des langues étrangPres), bereits in einem vorausgehenden Semester absolviert haben und sich nun mit der Methoden- und Lernmittelproblematik des schulischen Französischunterrichts in Deutschland etwas eingehender befassen möchten, als dies in einer Lehrveranstaltung möglich ist, die im Wesentlichen der fachdidaktischen Allgemeinbildung der Teilnehmer dient und zudem dem Abbau sprachpraktischer Barrieren besondere Aufmerksamkeit schenken muss.

Obgleich der Grundkurs II approfondi von einer Standardisierung noch immer recht weit entfernt ist, kann davon ausgegangen werden, dass den folgenden 13 Themen durchschnittlich jeweils etwa eine Sitzung gewidmet wird:

  1. Principes généraux de l'enseignement / apprentissage scolaire d'une langue étrangPre: vingt-cinq rPgles d'or
  2. La progression dans l'enseignement / apprentissage scolaire d'une langue étrangPre
  3. Les activités de présentation
  4. Les activités de fixation
  5. Le rôle des fautes dans l'apprentissage d'une langue étrangPre
  6. Les activités de contrôle
  7. Comment juger d'un manuel de français langue étrangPre ?
  8. Médias visuels et didacticiels dans l'enseignement / apprentissage scolaire d'une langue étrangPre
  9. L'analyse et la production de textes au niveau II de l'enseignement / apprentissage du français en Allemagne
  10. Le plan écrit d'une leçon de français langue étrangPre
  11. Comment analyser une leçon de français langue étrangPre ?
  12. Aspects psychologiques de l'enseignement / apprentissage scolaire d'une langue étrangPre
  13. Comment favoriser l'apprentissage autonome d'une langue étrangPre ?
05 307 Méthodes et moyens de l'enseignement scolaire du français en Allemagne ( = Grundkurs Fachdidaktik Französisch II)
Beginn: Montag, 18. Oktober 2004
Raum 1005, Mo 8.30 - 10
Abel F.

 
Der Besuch des Grundkurses I oder II und die Vorlage eines Scheines über das Bestehen der Grundkursklausur sind Voraussetzung für die Zulassung zur Zwischenprüfung und für die Teilnahme am Oberkurs Fachdidaktik Französisch, in dem der für das Staatsexamen erforderliche Fachdidaktikschein erworben werden kann. Im Studium des Französischen als Unterrichtsfach an Realschulen, für die Teilnahme am studienbegleitenden fachdidaktischen Praktikum und für die Ablegung der Zwischenprüfung mit einer vertieften Prüfung in Fachdidaktik ist der Besuch beider Teile des Grundkurses verbindlich.

Der im Wintersemester 2004/05 bis auf Weiteres letztmalig von Prof. Abel gehaltene Grundkurs Fachdidaktik Französisch verändert sich immer noch. Ein beträchtlicher Teil des Semesters steht nunmehr im Dienst der fachdidaktischen Allgemeinbildung der Teilnehmer. Die Methoden- und Lernmittelproblematik des Französischunterrichts tritt erst in der zweiten Semesterhälfte in den Vordergrund. In geraffter Form werden dann z.B. folgende Themen behandelt:
- die Planung der Progression des Unterrichts
- die wichtigsten Darbietungs-, Übungs- und Lernkontrolltechniken
- Fragen der Unterrichtsanalyse
- die Möglichkeiten der Lehrwerkanalyse
- Leistung und Grenzen verschiedener Unterrichtsmedien
- die Textarbeit auf dem Niveau II des Unterrichts
- die psychologischen Aspekte des Fremdsprachenunterrichts.

Wer den allgemeinen Teil des Grundkurses bereits absolviert hat, kann über diese und verwandte Themen in dem seit einigen Semestern neu eingerichteten Grundkurs II approfondi: La méthodologie de l'enseignement scolaire du français en Allemagne (Mi 8.30 - 10 Uhr, Raum 2127a, ab 20.10.04) mehr erfahren. Die den beiden Hälften des Grundkurses gemeinsamen Teile werden dort nicht mehr behandelt.
Der Grundkurs Fachdidaktik Französisch II kann auch von Studenten besucht werden, die nicht am Grundkurs I teilgenommen haben. Auf besonderen Wunsch der Studierenden findet montags von 18 Uhr s.t. bis 19.30 Uhr in Raum 4019 ein Kolloquium zum Grundkurs statt. Beginn ebenfalls am Montag, den 18. Oktober 2004. Das Kolloquium zum Grundkurs kann auch lediglich zu bestimmten Themen besucht werden.
Bitte keine Torschlusspanik. Auch nach dem Ausscheiden von Prof. Abel wird es an der Universität Augsburg Französischdidaktik geben. Die Stelle ist ausgeschrieben. Der Sprecher der Romanisten und die Fakultät wissen, dass sie im Sommersemester 2005 für eine Vertretung des Faches sorgen müssen.

05 000 Ringvorlesung "Große Werke der Literatur IX"
HS II, Mi 18-20, 14-tägig
Mayer M. /
Scheerer Th. /
Löser F. /
Balmer H.P. /
Spinner K.-H. /
Middeke M. /
Stammen Th.
Die Ringvorlesung soll wissenschaftlich fundiert und zugleich so anschaulich wie möglich in internaionale Literatur einführen. Wir wollen damit ganz einfach Freude an vielen verschiedenen Lektüren wecken und Hilfen zum Verständnis anbieten. Dabei geht es nicht nur um "Klassiker". Auch das Aparte oder nur Unterhaltende findet hier ein Forum.
Die Beiträger haben ihre Themen völlig frei gewählt, was immer der beste Garant für Interesse und Lebendigkeit ist. Eine Sammlung erster Hinweise auf Schwerpunkte, Perspektiven und ergänzende Lektüreempfehlungen liegt am Lehrstuhl bereit, ist aber auch zu finden unter:
http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/komparatistik/ndl_komp.htm.
  • 27.10.2004 Prof. Dr. Mathias Mayer Eduard Mörike Mozart auf der Reise nach Prag
  • 10.11.2004 Prof. Dr. Thomas Scheerer Der Cid. Das spanische Nationalepos
  • 24.11.2004 Prof. Dr. Freimut Löser Die große Heidelberger Liederhandschrift
  • 08.12.2004 Prof. Dr. Hans Peter Balmer Botho Strauß Der Untenstehende auf Zehenspitzen
  • 12.01.2005 Prof. Dr. Kaspar Spinner Tausendundeine Nacht
  • 26.01.2005 Prof. Dr. Martin Middeke Bram Stoker Dracula
  • 09.02.2005 Prof. Dr. Theo Stammen Gottfried Keller Das Sinngedicht
KOLLOQUIEN
05 308
Z 13
Kolloquium zu aktuellen Fragen der Kanadistik
Raum 2102, Mo 18-20, - 14-tägig -
Wolf L./
Schultze O.
Interdisziplinäre Behandlung spezieller Themen der Gegenwart.
05 309 Kolloquium zum Grundkurs Fachdidaktik Französisch II
Beginn: Montag, 18. Oktober 2004
Raum 4019, Mo 18 s.t. - 19.30
Abel F.
 
05 310 Examenskolloquium
Beginn: Donnerstag, 21. Oktober 2004
Raum 1087a, Do 14 - 16
Abel F.
Ergänzend zu seinem regulären Deputat hält Prof. Abel auf ausdrücklichen Wunsch einer größeren Zahl von Studierenden auch im letzten Semester vor dem Eintritt in den Ruhestand noch ein Examenskolloquium, obwohl er nach dem 31.3.05 nicht mehr prüfen wird. Da die Didaktik des Französischen, ebenso wie die Fremdsprachendidaktik insgesamt, noch immer nur höchst unzulänglich etabliert ist, kann man bei der Vorbereitung einer Studienabschlussprüfung in dieser Disziplin noch nicht auf bewährte Handbücher zurückgreifen. Das Examenskolloquium versucht deshalb, den Teilnehmern die wichtigsten Fakten, die ihnen im Studium begegnet sein sollten, wieder ins Bewusstsein zu rufen. Außerdem sollen die Literaturvorschläge der Teilnehmer zu den von ihnen gewählten Prüfungsschwerpunkten besprochen werden. Als Lektüre zur Einstimmung wird empfohlen: Fritz Abel, Aufgaben der Französischdidaktik - der Augsburger Ansatz. In: Helmut Altenberger, Hrsg., Fachdidaktik in Forschung und Lehre. Augsburg: Wißner 1997, S. 13-45 (UBA 72 DP 1200 A466).
HAUPTSEMINARE
05 311 Diathese
Raum 2127a, Mo 12 - 14
, Beginn: 08.11.2004
Schwarze S.
Bei der Diathese (mit den Gliedern Aktiv – Passiv – Reflexiv) handelt es sich um eine Verbalkategorie, die ein zentrales Feld der aktuellen Grammatik des Französischen bildet. Das Hauptseminar beschäftigt sich einerseits mit der neueren theoretischen Diskussion, die einige traditionelle Begriffe und Thesen wie z. B. Transitivität oder Passiv als vom Aktiv „abgeleitete" Form problematisiert und neu definiert hat. Anderseits werden über die Zusammenschau von morphosyntaktischen, semantischen und pragmatischen Aspekten aktuelle Entwicklungstendenzen der Diathese im Französischen in verschiedenen Varietätsbereichen untersucht.

Bedingungen für den Scheinerwerb: regelmäßige aktive Teilnahme, Referat und schriftliche Hausarbeit

05 312 Wortschatzlernen
Raum 1005, Di 08.30 – 10
Werner R.
Adressaten: Insbesondere Studierende der Magisterstudiengänge Angewandte Sprachwissenschaft (Französisch, Italienisch und Spanisch/Portugiesisch), jeweils im Hauptstudium. Studierende der Lehramtsstudiengänge Französisch, Italienisch und Spanisch sind willkommen, sollten jedoch vor der Entscheidung über die eventuelle Teilnahme mit Prof. Dr. W. Hupka oder mit Prof. Dr. R. Werner Rücksprache nehmen (die Lehrveranstaltung beinhaltet keine Vorbereitung auf einen sprachwissenschaftlichen Teil des Staatsexamens!).

Inhalte: In der Lehrveranstaltung geht es primär darum, Bezüge zwischen theoretischen Ansätzen zum Thema Wortschatzlernen, Wortschatzunterricht sowie Lernerlexikographie einerseits und der Praxis von Wortschatzdidaktik und didaktischer Lexikographie andererseits herzustellen.

Scheinerwerb: Hauptseminarschein für die Magisterstudiengänge Angewandte Sprachwissenschaft (Französisch, Italienisch, Spanisch/Portugiesisch) und für den Lehramtsstudiengang Spanisch (für letzteren nur mit Ausrichtung des Referates auf ein Thema mit starkem Bezug zu semantischer oder lexikologischer Theorie). Bedingungen für den Scheinerwerb: regelmäßige aktive Teilnahme, Referat (Literaturzusammenfassung oder Präsentation einer praktischen Arbeit) und schriftliche Hausarbeit (für Studierende der Magisterstudiengänge praktische Arbeit; für Studierende des Lehramtsstudiengangs Spanisch auch mehr theoretisch orientierte Arbeit möglich).

05 313
Absurdes Theater und Nouveau Roman als Antworten auf den Existenzialismus
Raum 1005, Mo 10-12
Krauß H.
Angesichts der Bedrohung durch die Atombombe und den Kalten Krieg wächst die Kritik an der aktivistischen Philosophie des Existenzialismus und dem Konzept engagierter Literatur. Der Verlust der Freiheit, damit auch der Individualität, der Kommunikationsfähigkeit, der Herrschaft über die Dingwelt etc. werden nun zu Zentralthemen des Theaters und des Romans.

Im Hauptseminar sind Referate vorgesehen zu Ionesco: La Cantatrice chauve; Les Chaises; Beckett: Molloy; En attendant Godot; Fin de partie; Robbe-Grillet: Le Voyeur ; La Jalousie ; Butor : La Modification ; Simon : La Route des Flandres.

Referate als Grundlage der Scheinvergabe können in den Feriensprechstunden übernommen werden.

05 314 Gustave Flaubert
Raum 1005, Do 10-12
Kuhnle T.
Das Hauptseminar wendet sich einem Vertreter des französischen Realismus zu, der mit Madame Bovary einen der herausragenden Romane der europäischen Literaturgeschichte verfasst hat. Hier findet Flauberts Romanästhetik ihre vollendete Anwendung, um nach den Prinzipien der impartialité, impassibilité und impersonnalité ein Frauenschicksal in der französischen Provinz darzustellen: Die Protagonistin Emma führt eine selbst zerstörerische Existenz zwischen den eigenen verstiegenen Idealen und der bLtise bourgeoise. Mit bLtise bourgeoise bezeichnet Flaubert die im Kern dumpfen Grundhaltung des Bürgertums, dessen Angehörigen indes mit List ihren sozialen Ort gegen jeden gesellschaftlichen Wandel zu verteidigen wissen. Geschickt perspektiviert Flaubert seinen Roman mit so unterschiedlichen Stilmitteln wie innerem Monolog oder Sentenz: Der Innenraum einer kitschig gestimmten romantischen Seele (Emma) trifft immerfort auf eine Welt, in der die Menschen lediglich über Allgemeinplätze kommunizieren. Die Geschichte der Emma Bovary bietet sich auch zum Vergleich mit anderen literarischen Frauenschicksalen an – z.B. in Une Vie von Guy de Maupassant oder in La Joie de vivre von Émile Zola.

Neben Madame Bovary sind auch L’Éducation sentimentale und die Novellensammlung Les trois Contes Gegenstand des Seminars.

PROSEMINARE
05 315 Les langues de la France: Sprachidentität und aktueller Status
Hörsaal 2110, Mo 16 - 18
, Beginn: 08.11.2004
Schwarze S.
Das Proseminar befasst sich aufbauend auf Grundkenntnissen zum Thema Sprache und Raum mit dem diatopischen Varietätsraum der France métropolitaine. Behandelt werden ausgehend vom Rapport Cerquiglini (Les langues de la France, 1999) aktuelle theoretische Konzepte wie langues régionales et minoritaires, langues territoriales, langues ethniques und langues des migrants in Abgrenzung zum Dialektbegriff. An einen Überblick über die „langues de France" und deren aktuellen Status schließt die Diskussion ausgewählter Fallbeispiele an.

Bedingungen für den Scheinerwerb: regelmäßige aktive Teilnahme, Referat und schriftliche Hausarbeit

05 316 Morphologie und Syntax des Französischen
Raum 1005, Mi 12 - 14
Reutner
Dieses Proseminar führt in die Grundlagen der französischen Morphologie und Syntax ein. In erster Linie werden Kenntnisse zur sicheren Analyse französischer Wortbildungen und Sätze vermittelt.

Scheinerwerb erfolgt durch regelmäßige aktive Teilnahme, Kurzreferat und Klausur.

05 317 De La Fontaine und die europäische Fabel- und Novellentradition
Raum 1005, Do 14-16
Leuker T.
Im Proseminar werden zwei der wichtigsten Werke von Jean de La Fontaine, die Fables und die Contes et nouvelles en vers, im europäischen Kontext betrachtet. Wie aus der Themenstellung resultiert, wendet sich die Veranstaltung auch an Studierende der Komparatistik. Ein detailliertes Seminarprogramm wird im September ausgehängt. Referate können ab 1.9.2004 übernommen werden. Wie immer sind die regelmäßige Teilnahme an der Veranstaltung, die maßgebliche Mitwirkung an der Gestaltung mindestens einer Sitzung und das Anfertigen einer Hausarbeit Voraussetzungen für den Erwerb eines Scheines.
05 318 Der Roman des französischen Realismus
Raum 2127a, Mo 10-12
Plocher H.-P.
Behandelt werden Stendhal, Le Rouge et le Noir; Balzac, Le Père Goriot; Flaubert, Madame Bovary. Auf der Basis dieser Texte werden auch Themen der französischen Literatur-und Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Problematik des literarischen Realismus-Begriffs sowie Aspekte der Gattungspoetik besprochen. Vorbereitung: Lektüre der drei Romane.
05 319 Mord und Totschlag in der französischen Literatur
Raum 1005, Mi 10-12
Plocher H.-P.
In der sogenannten französischen „Gipfel-Literatur“ wimmelt es von mehr oder weniger grausamen Bluttaten: Der spanische Heerführer Don Rodrigue tötet bei einem Duell seinen Schwiegervater in spe (Corneille, Le Cid); der hochrangige griechische Diplomat Orest schlachtet König Pyrrhus ab und verliert darüber den Verstand (Racine, Andromaque); der ‚edle Räuber’ Hernani vergiftet kurz vor der Hochzeitsnacht seine Braut und sich selbst (Victor Hugo, Hernani); Emma Bovary schluckt Arsen und krepiert elendiglich (Flaubert, Madame Bovary); Thérése Raquin und ihr Liebhaber Laurent ersäufen gemeinsam den Ehemann von Thérèse in der Seine (Emile Zola, Thérèse Raquin); Ubu richtet ein Blutbad unter der polnischen Königsfamilie an (Jarry, Ubu Roi); Lafcadio stößt seinen Halbschwager Amédée Fleurissoire zum fahrenden Schnellzug hinaus (Gide, Les Caves du Vatican); Orest tötet Ägisth, den Mörder seines Vaters (Sartre, Les mouches) ...

Wir wollen anhand dieser Mordgeschichten aus der Pflichtlektüre-Liste (und vielleicht noch einiger mehr) ausgehend von der Beschreibung der jeweiligen Bluttat fragen, wie es überhaupt so weit kommen konnte, Ursachenforschung betreiben, Anklage erheben, gutachterlich tätig werden und die Verteidigung zu Wort kommen lassen.
05 320 Der französische Briefroman
Raum 1005, Mo 12-14
Plocher H.-P.
Behandelt werden Auszüge aus den Lettres der Madame Sévigné (1697 ff.) ;
Lettres persanes von Montesquieu (1721) ; Julie ou la Nouvelle Héloïse von Rousseau (1761) und Les liaisons dangereuses von Choderlos de Laclos (1782).
Vorbereitung : Lektüre der Texte.
05 321 André Gide
Raum 1005, Mi 8 - 10
Plocher H.-P.
Behandelt werden die Romane Les Caves du Vatican (1914) und Les faux-monnayeurs (1926). Vorbereitung: Lektüre der Romane.
ÜBUNGEN
05 300 Einführung in die Sprachwissenschaft für Romanisten II: Sprache und Struktur
HS III, Do 12-14
Hupka W.
 
05 322 Die Textaufgabe zur Gegenwartssprache (Französisch)
Raum 2127, Do 16-20
Hupka W.
Adressaten: Studenten des Hauptstudiums der Lehramts- und Magisterstudiengänge.

Ziel: Wer im Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in der schriftlichen Klausur Sprachwissenschaft wählt, sollte zur Sicherheit eine Textaufgabe zur Gegenwartssprache oder zum Altfranzösischen vorbereiten, die meines Erachtens am ehesten berechenbar sind. Der Kurs wird meistens drei Semester lang besucht.

Im Staatsexamen für das Lehramt an Realschulen muß eine leichtere und kürzere Textaufgabe bearbeitet werden. Hierfür sollte diese Übung ein Semester besucht werden.
Doch auch als Magisterabschlußklausur im Fach Romanische Sprachwissenschaft Französisch kann nach Vereinbarung eine Textaufgabe vorgelegt werden. Niveau wie beim Lehramt für Gymnasien.
In der Textaufgabe werden Fragen zur Phonetik, Orthographie, Phonologie, Wortbildung, Morphologie, Syntax, Semantik und Textlinguistik gestellt, wobei das Wissen aus den Grammatikkursen mit linguistischen Methoden und Theorien zu verbinden und auf den vorliegenden Text anzuwenden ist.

05 323 Examenskurs Altfranzösisch
Raum 2127a, Mi 10-12
Hupka W.
Im Staatsexamen kann in der wissenschaftlichen Klausur zwischen Literatur- und Sprachwissenschaft gewählt werden; fällt die Wahl auf Sprachwissenschaft, ist entweder eines von acht Korbthemen oder die Textaufgabe zur Gegenwartssprache oder die altfranzösische Textaufgabe zu wählen.
Zum Besuch des Kurses sollten Sie die Einführung in das Altfranzösische erfolgreich besucht haben.
Inhalt: Wir bearbeiten frühere Altfranzösisch-Examina.
05 324 Einführung in das Altfranzösische (LPO I-Schein)
Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben
Lankes Chr.
Ziel: Erwerb von Grundkenntnissen der Entwicklung vom Lateinischen zum heutigen Französischen. Schwerpunkt auf der Darstellung der phonetischen (Lautlehre) und morphologischen (Formenlehre) Veränderungen. Lektüre eines einfachen altfranzösischen Textes (Chrétien de Troyes); dabei werden von Fall zu Fall syntaktische Unterschiede und die Bedeutungsentwicklung einzelner Wörter exemplarisch dargestellt.

Methode: Mischung aus systematischer Darstellung, Lektüre und Erläuterung von Textpassagen, intensive eigene Vorbereitung erforderlich.

Adressaten: Geeignet für das Hauptstudium. Studenten des Lehramts an Gymnasien können am Ende des Semesters in einer Klausur den nach LPO I erforderlichen Altfranzösisch-Schein erwerben.

Der Inhalt dieses Kurses ist für Magisterstudenten mit Hauptfach Romanische Sprachwissenschaft/Französisch notwendiger Bestandteil des Studiums, da Bestandteil der Magisterprüfung.

Vorbereitung: Zur Vorbereitung sollte man sich in einer Sprachgeschichte oder in den Einleitungskapiteln von G. Price, Die französische Sprache, Tübingen 1988 oder von L. Wolf/W. Hupka, Altfranzösisch, Darmstadt 1981 über die Anfänge der französischen Sprachgeschichte informieren.

05 325 Wissenschaftliche Übung
Raum 1005, Mo 14-16
 entfällt!
N.N.
 
05 326 Grundkurs Literaturwissenschaft Französisch
Raum 1005, Fr 10-12
Kuhnle T.
Angaben cf. Vorlesung „Einführung in die Literaturwissenschaft"
05 327 Mentorenstunde
Raum 4011, Mo 9-10
Plocher H.-P.
Möglichkeit zur Besprechung von Problemen, die im Unterricht nicht behandelt werden können.
05 328 Klausurenkurs für Staatsexamens- und Magisterkandidaten (Französische Literaturwissenschaft)
Raum 2127a, Do 14-18
Plocher H.-P.
Beginn meiner Lehrveranstaltungen: Montag, 18. Oktober.
Alle Texte stehen in der UB und sind in preiswerten Studienausgaben auch im Buchhandel erhältlich (bestellt bei Rieger&Kranzfelder und Bücher-Pustet; Uni-Filialen). Sie müssen für das jeweilige Seminar angeschafft werden.
Hausarbeitsthemen: Aushang am Schwarzen Brett folgt während der Semesterferien
Hausarbeitsübernahme: in meiner Sprechstunde (s. Aushang Schwarzes Brett)
Weitere Kontaktmöglichkeit:
Hanspeter.Plocher@Phil.Uni-Augsburg.DE
05 329 Wichtige und schöne Texte im Französischunterricht, v.a. am Ende der Lehrbuchphase ( = Oberkurs Fachdidaktik Französisch)
Beginn: Dienstag, 19. Oktober 2004
Raum 2127a, Di 16 - 18
- Scheinerwerb -
Abel F.
Die Veranstaltung dient zum Erwerb des Fachdidaktikscheins, der für die Zulassung zum Staatsexamen erforderlich ist. Voraussetzung für die Teilnahme ist der erfolgreiche Besuch des Grundkurses Fachdidaktik Französisch während mindestens eines Semesters.

Der im Wintersemester 2004/05 bis auf Weiteres letztmalig von Prof. Abel gehaltene Oberkurs ist der Textarbeit im Französischunterricht v.a. am Ende der Lehrbuchphase gewidmet. (Themen zum Französischunterricht der Kollegstufe werden nur in begründeten Ausnahmefällen vergeben.) Der Oberkurs steht damit stärker als je zuvor im Dienst der Vorbereitung auf die Referendarzeit. Die Hausarbeit soll im Wesentlichen die Form des schriftlichen Entwurfs einer Lehrprobe haben und kann möglicherweise mit dieser Funktion in der Referendarzeit wieder aufgenommen werden. Der Auftritt im Plenum (60 Minuten, danach 30 Minuten Besprechung, ein Text pro Sitzung) soll wichtigere Teile des Unterrichtsentwurfs in einen Lehrversuch umsetzen, bei dem die anderen Teilnehmer die Schülerrolle übernehmen. Eine besondere Schwierigkeit wird sich für manche Teilnehmer daraus ergeben, dass die verbatim vorzubereitenden Elemente des Unterrichts (einschließlich der erwartbaren Schüleräußerungen) in der Hausarbeit in französischer Sprache ausformuliert werden müssen und der Auftritt im Plenum ganz in der Fremdsprache stattfinden soll. Es ist selbstverständlich gestattet, bei der Abfassung der Hausarbeit und der Vorbereitung des Lehrversuchs die Hilfe kompetenter Muttersprachler in Anspruch zu nehmen. Die - außerordentlich schwierige - Didaktik der Herübersetzung (version) ist nicht Gegenstand der Lehrveranstaltung.

Die Teilnehmer sind frei in der Auswahl des Textes, den sie behandeln wollen. Auf jeden Fall muss es sich jedoch um einen authentischen (also nicht für Unterrichtszwecke erstellten) französischen Originaltext handeln. In der den Schülern vorzulegenden Form (5 cm rechter Rand, Zeilenzählung links) darf sein Umfang einschließlich der u.U. unbedingt mit dem Text zu verbindenden Erläuterungen den Umfang einer DIN A4 Seite nicht überschreiten. Der Text kann auch wesentlich kürzer sein. Die Teilnehmer müssen in der Hausarbeit zunächst vor allem begründen, warum sie den gewählten Text für wichtig oder/und schön halten, und natürlich damit rechnen, dass der Kursleiter und die anderen Teilnehmer an ihrer Auswahl Kritik üben. Ansonsten soll die Hausarbeit eine schriftliche Unterrichtsvorbereitung nach dem im Grundkurs II empfohlenen Muster darstellen. Natürlich müssen alle erreichbaren Hilfsmittel herangezogen und zitiert werden. (Wer den begründeten Eindruck des Plagiats erweckt, etwa weil er Teile «seiner eigenen» Ausarbeitung nicht versteht, bekommt keinen Schein.) Der ausgewählte Text sollte mit einer Schulklasse in maximal 90 Minuten, u.U. an zwei verschiedenen Tagen, abschließend behandelt werden können. Der Funktion der Hausaufgaben (vor und nach dem Unterricht maximal 60 Minuten Schülerarbeitszeit) ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Voraussetzung für den Erwerb des Scheins ist neben regelmäßiger Teilnahme, Vorbereitung und Mitarbeit ein Lehrversuch in französischer Sprache auf der Grundlage einer Hausarbeit (15-20 Seiten entsprechend den Vorgaben auf dem unbedingt zu beachtenden Merkblatt, d.h. ohne den dokumentarischen Anhang). In Hausarbeit und Lehrversuch soll im Rahmen des vorgegebenen Umfangs bzw. der verfügbaren Zeit besonders auf eine angemessene Gewichtung der Teilbereiche eines Themas geachtet werden. Nicht alles kann mit gleicher Ausführlichkeit behandelt werden.

Die Hausarbeit muss spätestens am Freitag, den 15.10.2004, im Sekretariat des Lehrstuhls für Didaktik des Französischen (Raum 4020) abgegeben oder in der Poststelle (Raum 1076) eingeworfen werden. Hausarbeit und Referat werden nach der Plenumsdiskussion durch einen Bericht ergänzt (maximal drei DIN A4 Seiten), der bis spätestens Freitag, den 4.3.2005, einzureichen ist. Themen können ab sofort in der Sprechstunde von Prof. Abel (Mi 10.30 Uhr, Raum 4019) vereinbart werden. In der Sprechstunde ist auch das Merkblatt zum Oberkurs erhältlich. Achtung: Die Hausarbeit muss ausnahmsweise in zwei Exemplaren eingereicht werden. Ein Exemplar wird vor dem Auftritt im Plenum mit wichtigeren Korrekturen und Hinweisen zum Lehrversuch zurückgegeben. Das zweite Exemplar verbleibt beim Kursleiter und hilft ihm u.a. während des Lehrversuchs, einzelne Unterrichtsphasen zu verfolgen.

Bitte keine Torschlusspanik. Auch nach dem Ausscheiden von Prof. Abel wird es an der Universität Augsburg Französischdidaktik geben. Die Stelle ist ausgeschrieben. Der Sprecher der Romanisten und die Fakultät wissen, dass sie im Sommersemester 2005 für eine Vertretung des Faches sorgen müssen.

05 330 Didaktik und Methodik des Französischunterrichts auf der Grundschule
Beginn: Mittwoch, 20. Oktober 2004
Raum 1005, Mi 16 - 18
Etzel R.