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Klassische Philologie


VORLESUNGEN
05 470 Das Lehrgedicht in der Antike
Raum 2127a, Di 14-16
Lausberg M.
Die Darstellung eines Sachgebiets in Versen hat Aristoteles aus dem Bereich der Dichtung ausgeschlossen, und seitdem blieb das Lehrgedicht ein Problem der Poetik. Doch in der Dichtungspraxis war es eine gern gepflegte und rezipierte Gattung. Zwei der bedeutendsten Werke der römischen Literatur, die epikureische Welterklärung in den Versen des Lukrez und die dichterische Darstellung der Landwirtschaft in den Georgica Vergils, gehören zu dieser Art von Dichtung; auch ein drittes Spitzenwerk, Ovids Ars amatoria, kann als Sonderform dieser Gattung gelten. Weitere Lehrgedichte der Antike befassen sich u. a. mit Astronomie, Astrologie, Geographie, Jagd und Fischfang. In welchem Verhältnis steht in den einzelnen Texten jeweils die Darstellung des Sachgebietes zu der dichterischen Form und was ist deren Funktion? Wie ist das Verhältnis zur Fachprosa einerseits, zu anderen Dichtungsgattungen, insbesondere zum Epos, andererseits? Inwiefern kann das Lehrgedicht, das in der Antike manchmal zum Epos gezählt wird, überhaupt als eigene Literaturgattung gelten? Wie wurden antike Lehrgedichte nachantik rezipiert in Dichtungstheorie und Dichtungspraxis? Dies sind einige der Fragen, die in der Vorlesung besprochen werden sollen.

Eingeladen zur Teilnahme sind außer den Studierenden der Klassischen Philologie auch alle anderen Interessierten. Alle besprochenen Texte werden schriftlich oder mündlich von mir auch in Übersetzung vorgelegt.

Literaturhinweis: B. Effe, Dichtung und Lehre, München 1977 (Zetemata 69)

05 471 Die Bedeutung des Lateins als einer der sprachlich-kulturellen Grundlagen Europas
Raum 2127a, Di 13-14
Lausberg M.
Anhand ausgewählter Beispiele soll einerseits die Bedeutung der Antikenrezeption für die europäische Kultur erläutert werden, andererseits gezeigt werden, dass die lateinische Sprache auch nach dem Ende der Antike, vor allem im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, eine wichtige Rolle als Literatur- und Wissenschaftssprache spielt.

Mit dem regelmäßigen Besuch dieser Vorlesung und einer abschließenden mündlichen Prüfung kann der für die fakultätsinterne Lateinprüfung notwendige Schein 'Vorlesung: Die Bedeutung des Lateins als einer der kulturellen Grundlagen Europas' erworben werden.

Die Veranstaltung wendet sich aber auch an alle sonstigen Interessierten.

SEMINAR
05 472 Die Briefe des Jüngeren Plinius
Raum 2127a, Mo 14-16
Lausberg M.
Die Briefe des Jüngeren Plinius geben Einblick in Leben und Denken gebildeter Römer zu Beginn des 2. Jhs. n. Chr. Ausgewählte Briefe (z. B. über den Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr.) sollen gelesen und unter verschiedenen Aspekten interpretiert werden; dabei soll auch insbesondere die sorgfältige literarische Gestaltung herausgearbeitet werden.
Es können Pro- und Hauptseminarscheine erworben werden (mündliches Referat und schriftliche Hausarbeit über ein Textstück oder einen Teilaspekt). Zur Teilnahme sind außer den Studierenden der Klassischen Philologie auch alle anderen Interessierten eingeladen. Es ist auch eine passive Teilnahme als Gast möglich.

Text:
Teilnehmer aus dem Bereich der Klassischen Philologie sollten die folgende Ausgabe benützen:
C. Plinius Caecilius Secundus, Epistularum libri decem, ed. R.A.B. Mynors, Oxford Classical Texts, Oxford 1959.
Die übrigen Teilnehmer werden hingewiesen auf die zweisprachige Ausgabe:
Plinius, sämtliche Briefe Lateinisch/Deutsch, übers. H. Philips - M. Giebel, Stuttgart 1998 (Reclam, auch als 10 einzelne Reclam-Heftchen erhältlich).
Kommentar:
A. N. Sherwin-White, The Letters of Pliny. A Historical and Social Commentary, Oxford 1966
Sekundärliteratur:
M. Ludolph Epistolographie und Selbstdarstellung, Tübingen 1997 (Classica Monacensia 17)

ÜBUNGEN
05 473 Lateinische Lektüre: Lateinische Spottgedichte aus Antike, Mittelalter und Renaissance
Raum 2127a, Mo 16-18
Lausberg M.
Es sollen Spottgedichte und Verwandtes (z. B. moralisch-satirische Gedichte) aus verschiedenen Epochen der lateinischen Literatur gelesen werden, aus der Antike (bes. Catull und Martial), Mittelalter (bes. Carmina Burana) und Früher Neuzeit.

Zur Teilnahme eingeladen sind außer den Studierenden der Klassischen Philologie auch alle am Thema Interessierten mit Lateinkenntnissen.

05 475 Lateinische Sprachübung
Raum 2127a, Mi 15-16
Lausberg M.
In der Übung sollen lateinische Textstücke gezielt nach grammatischen und stilistischen Gesichtspunkten besprochen sowie ausgewählte Kapitel der Syntax anhand lateinischer Übungssätze sowie der Übersetzung einfacher deutscher Sätze ins Lateinische eingeübt werden.
KOLLOQUIUM
05 476 Altertumswissenschaftliches Kolloquium
HS III, Di 18-20, 14-tägig
Kockel V./
Lausberg M./
Weber,G.
In vierzehntägiger Folge berichten Wissenschaftler aus Augsburg und von anderen Universitäten oder Forschungsstätten über ihre neuen Arbeiten auf dem Gebiet der Altertumswissenschaften. Den Studenten der Universität und interessierten Hörern aus Augsburg wird so eine vielfältige Ergänzung zum normalen Semesterprogramm geboten. Besondere Aushänge geben eine Einführung zum jeweiligen Thema.