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Spielkultur und Spieltheorien vom Mittelalter bis zur Neuzeit


Titel: Spielkultur und Spieltheorien vom Mittelalter bis zur Neuzeit
Dozent(in): Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel
Termin: Do, 16-18
Gebäude/Raum: 2128


Zusammenfassung:

Der Kulturphilosoph und Historiker Johan Huizinga hat in seinen grundsätzlichen Überlegungen zum „Homo ludens“, ein Bild der europäischen Kulturen entworfen, in dem der Mensch als Spieler gleichwertig neben den Denker (Homo sapiens) und den tätigen Menschen tritt (Homo faber). Das Proseminar befasst sich mit Spieltheorie und Spielkultur in Europa. Neben den kulturtheoretischen Ansätzen zur Rolle des Spiels in westlichen Gesellschaften wollen wir uns mit den verschiedenen Arten von Spielen befassen. Welcher Logik folgen sie, welche Auffassung von „Teamgeist“, welche Werte sind ins Spiel hineingewoben? Das Spektrum ist sehr breit: Ballspiele, Kartenspiele, Glücksspiele – sie alle kommen auf den Prüfstand und es wird sich zeigen, dass Spiele mitnichten eine sinnlose Freizeitbeschäftigung sind, sondern ebenso soziale Differenz markieren wie ein Zeugnis abgegeben über das Verständnis von Fairness, Sieg und Niederlage, das in einer Gesellschaft vorherrscht.


Literatur zur Lehrveranstaltung:

Huizinga, Johan: Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. Reinbek 1956.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: für alle Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Volkskunde
Nummer der Lehrveranstaltung: 05 704
Beginn der Lehrveranstaltung: 28.10.2004
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: PS - Proseminar
Semester: WS 2004/05