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Erinnerungen an den Krieg: Deutsche in den Internationalen Brigaden in Spanien


Dozent(in): Alma Durán-Merk M.A.
Termin: Blockseminar: Freitag 06.11. und 13.11 (jeweils 14:00 - 18:00 Uhr); Samstag 14.11 und 12.12. (jeweils 10:00 - 18:00 Uhr)
Gebäude/Raum: 2127a
Modulsignatur: BacKuK 02 FE Nr. 1/2/3; BacKuK 07 FE Nr. 1/2/3; WBKuK 01; BacANIS 04-EE/L Nr. 1


Inhalt der Lehrveranstaltung:

In den vergangenen Jahrzehnten hat das Erinnerungs-Paradigma in den Kulturwissenschaften stetig an Bedeutung gewonnen. Viele Aspekte, wie private und öffentliche Erinnerungskulturen, Orte der Erinnerung, Trauma und Mythos sowie die Beziehung zwischen Geschichte und Gedächtnis sind interdisziplinär untersucht worden.

Laut Pierre Nora benötigt das Gedächtnis einen Impuls, einen Schock als Anstoss; Kata-strophen und Zerstörungen gehören zu den sozial bedeutendsten Beispielen des letzten Jahrhunderts. Krieg als Katalysator für den Prozess des Erinnerns und des Vergessens ist deshalb das Thema des Einführungsseminars. Deutsche waren auf beiden Seiten des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) beteiligt: sie unterstützten den Putsch Francos in der Legion Condor und sie kämpften in den Internationalen Brigaden für die Republikaner. Dies und die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg in BRD und DDR hat zwei unterschiedliche Erinnerungskulturen hervorgebracht. Sie schlagen sich in hunderten von „Gedächtnisinstrumenten“ nieder - etwa Musik, grafische Darstellungen, literarische Texte, Memoiren, Embleme, Parolen, Objekte wie Briefmarken oder Medaillen, Reden, Filme, Vereinsaktivitäten sowie verschiedene konkrete Orte (Denkmäler) und virtuelle Räume (Chat rooms, Blogs etc.) - von denen wir einige analysieren wollen.

Unser Seminar orientiert sich an Fragen wie: Wie wichtig sind individuelle, familiäre und gesellschaftliche Erinnerungen? Wie verändern sie sich im Lauf der Zeit und warum? Wie wird ein Objekt zum Gedächtnisvehikel? Wie werden Erinnerungen instrumentalisiert? Wie ist die Beziehung zwischen Vergangenheitsanalyse und Gruppenbewusstsein? Was tragen öffentliche Debatten und die Suche nach Neuinterpretationen zur Revision einer individuellen oder kulturellen Identität bei?  


Literatur zur Lehrveranstaltung:

Wird in Digicampus bekannt gegeben.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: Grundstudium
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Europäische Ethnologie/Volkskunde,
Nummer der Lehrveranstaltung: 0
Beginn der Lehrveranstaltung: 06.11.09
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: PS - Proseminar
Leistungspunkte: 2-6 Punkte
Semester: WS 2009/10