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"Nächstes Jahr kehren wir zurück..." Gastarbeiter in der BRD


Dozent(in): Ina Jeske
Termin: Mittwoch, 15.45-17.15 Uhr
Gebäude/Raum: 2128
Anmeldung: Stud-IP


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Mit dem Wirtschaftsaufschwung der Bundesrepublik stieg die Nachfrage nach Arbeitskräften, die vom inländischen Markt nicht mehr erfüllt werden konnte. Um diese Arbeitskräfteknappheit zu beheben, schloss die Bundesrepublik 1955 mit Italien das erste Anwerbeabkommen ab. Es folgten Abkommen mit Griechenland und Spanien (1960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und dem ehemaligen Jugoslawien (1968). Die so genannten Gastarbeiter kamen meist als ungelernte Arbeitskräfte und schlossen befristete Arbeitsverträge mit deutschen Firmen ab. Sowohl die bundesdeutsche Regierung, als auch die Arbeitsmigranten selbst gingen davon aus, dass sie nach Erreichen ihrer Sparziele wieder in ihr Herkunftsland zurückkehren würden. Italienisch-deutsche Fußballvereine, griechische Restaurants und türkische Moscheen zeigen jedoch, dass sich diese Annahme nicht bewahrheitet hat. In diesem Seminar werden nicht nur die politischen Folgen, sondern auch die gesellschaftlich-kulturellen Einflüsse der Anwerbeverträge diskutiert.


Literatur zur Lehrveranstaltung:

Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: Grundstudium
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Europäische Ethnologie/Volkskunde
Nummer der Lehrveranstaltung: 0
Beginn der Lehrveranstaltung: 29.04.2009
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: PS - Proseminar
Semester: SS 2009