Europäische Ethnologie/Volkskunde

Aktuelles

Achtung!

Die Europäische Ethnologie/Volkskunde kann ab dem Wintersemester 2008/2009 im Bachelorstudiengang Kunst- und Kulturgeschichte studiert werden. Ausführlichere Informationen finden Sie unter dem Button B.A-KuK. Ab dem Wintersemester 2009/2010 ist außerdem die Einschreibung in den Masterstudiengang Kunst- und Kulturgeschichte möglich, nähere Informationen hierzu befinden sich unter dem Button M.A.-KuK. Bei Fragen können Sie sich außerdem an die wissenschaflichen Mitarbeiterinnen Ina Jeske und Margaretha Schweiger-Wilhelm wenden.
Die Einschreibung in den Magisterstudiengang Europäische Ethnologie/Volkskunde ist seit dem Sommersemester 2008 nicht mehr möglich.

Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie/Volkskunde in Augsburg

Die gegenwärtige Europäische Ethnologie/Volkskunde versteht sich als eine Disziplin, die sich mit dem alltäglichen Leben breiter Bevölkerungskreise, deren kulturellen Äußerungen in Vergangenheit und Gegenwart beschäftigt. Sie analysiert dabei Zeugnisse aus materiellen, "geistigen", sozialen Kulturbereichen und der Geschichte der europäischen Alltagskultur. In Augsburg wird trotz eines geringen Personalstandes ein breiter Ansatz verfolgt, so bekommen die Studierenden einen umfangreichen Einblick in das Fach. Dabei kommen sowohl regionale Phänomene aus dem bayerisch-schwäbischen Raum zur Sprache, als auch überregionale und europäische Vergleiche.
Feste Bestandteile der momentanen Forschungsfelder in Augsburg sind: Magie und Aberglaubenforschung, Kleiderforschung (Kleidungsverhalten, Mode), Populärkultur und soziale Bewegungen, Märchen und Erzählforschung, Migration und interethnische Forschung (Interaktionssystem zwischen verschiedenen ethnischen Einheiten) sowie zahlreiche praxisbezogene Projekte.

Was macht man als Europäischer Ethnologe/Volkskundler?

Die bevorzugten beruflichen Einsatzgebiete der Europäischen EthnologInnen/VolkskundlerInnen konzentrieren sich auf folgende Branchen: Journalismus, Publizistik, Verlage, Museen, Kulturmanagement, Wissenschaft, Tourismus, Dorf- und Stadterneuerung, Schule, Erwachsenenbildung und Wirtschaft.
Hinsichtlich der Frage nach den Qualifikationen von Europäischen EthnologInnen/VolkskundlerInnen für spezielle Berufsbilder wird man die jeweiligen Fächerkombinationen als persönliche Schwerpunktsetzung interpretieren können. Die der Europäischen Ethnologie/Volkskunde am nächsten stehenden Einzelwissenschaften sind, neben den verschiedenen historischen Fächern, die Kunstgeschichte, die Soziologie und die Germanistik. Möglich ist jedoch auch eine individuelle Fächerauswahl, wobei Kombinationen mit philologischen, medienwissenschaftlichen, pädagogischen und geographischen Fächern, sowie Politologie, Psychologie usw. üblich sind. Die Betonung eines Studiums der Europäischen Ethnologie/Volkskunde liegt auf der Vermittlung von kulturhistorischen und gesellschaftsspezifischen Kompetenzen. Dementsprechend werden sich Einsatzmöglichkeiten für Europäische EthnologInnen/VolkskundlerInnen in der freien Wirtschaft auf Bereiche in der Personalführung, im Marketing, in der Öffentlichkeitsarbeit und der Markt- und Meinungsforschung bieten. Freilich kann aber davon ausgegangen werden, dass berufliche Quereinsteiger um den Wert ihres persönlichen Profils wissen und sich um Zusatzqualifikationen bemühen. Praktika, Volontariate, Honoraraufträge und freie Mitarbeiten etwa in Zeitungsredaktionen können hier sehr hilfreich sein und eine Investition in die Zukunft bedeuten.