Suche

Menschenbilder in der französischen Literatur seit Montaigne


Titel: Menschenbilder in der französischen Literatur seit Montaigne (V) auch für Magisterstudierende Romanische Literaturwissenschaft Französisch geeignet; auch für nicht-modularisiertes Lehramtsstudium (Gymnasium, Realschule Französisch) geeignet
Dozent(in): PD Dr. Kian-Harald Karimi
Termin: Mi, 17.30-19
Gebäude/Raum: 2127a
Modulsignatur: BacFran03-LW, Nr. 3 BacFran14-LW, Nr. 1 BacFran23-LW, Nr. 2 MaRom03, Nr. 3 GyF03-LW, Nr. 3 GyF13-LW, Nr. 1 GyF13-LW, Nr. 2 GyF23-LW, Nr.1 RsF13-LW, Nr.2


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Für Immanuel Kant führen alle Fragen, die sich auf unser Wissen, Tun und Hoffen beziehen, letztlich auf die eine nach dem Menschen und seiner Bestimmung zurück. Diese Frage aber eröffnet sich erst in dem Maße, wie sich der Mensch selbst von religiösen Bindungen emanzipiert und sich die Metaphysik nicht mehr mit der Aussicht auf ein ewiges Dasein im Jenseits begnügt. Eine ebensolche Entwicklung vollzieht sich seit der frühen Neuzeit paradigmatisch mit der in den Essais von Montaigne niedergelegten empirischen Philosophie, mit der diese Veranstaltung einen historischen Bogen über die Aufklärung (Rousseau, französische Enzyklopädisten) und das XIX. Jahrhundert bis zu anthropologischen Modellen der Moderne (M. Mauss, M. Foucault) schlagen wird. Eingeschlossen in diese Reise sind Systemphilosophen wie Descartes, Moralisten wie La Rochefoucauld, aber auch Staatstheoretiker wie Montesquieu.

Diese Lehrveranstaltung macht es sich daher zur Aufgabe, die Stellung des Menschen in der Geschichte der Menschenbilder zu erörtern. Im Zentrum dieser Reise durch die Geschichte der Menschenbilder soll die Erkenntnis stehen, dass unsere heutigen Vorstellungen von den universalen Menschenrechten letztlich auf anthropologischen Voraussetzungen beruhen. Was in der Antike zunächst nur dem männlichen Adligen zugestanden wurde, weitet sich vor allem seit der Aufklärung auf Angehörige aller Klassen, aller Rassen und schließlich auf das weibliche Geschlecht aus. Ebendies soll auf Grundlage literarischer und philosophischer Texte den Teilnehmern ins Bewusstsein gebracht werden. Eine ausführliche Bibliographie bzw. ein Programm wird noch vor Beginn der Vorlesungszeit im Internet erscheinen bzw. in der ersten Sitzung verteilt werden.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: für alle Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Literaturwissenschaft Französisch
Nummer der Lehrveranstaltung: 0
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: V - Vorlesung
Leistungspunkte: 2
Prüfung: Klausur
Datum der Prüfung: 11.02.2011
Dauer der Prüfung: 90 Min.
Lehrveranstaltungspflicht: Pflicht
Semester: WS 2010/11