| Dozent(in): | PD Dr. Henning Teschke |
| Termin: | Mo. 10-11.30 |
| Gebäude/Raum: | 2127a |
Prousts siebenteiliger, über 3000 Seiten umfassender Romanzyklus gehört zu den großen literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Die Recherche ist Liebes-, Bildungs-, Kunst- und Gesellschaftsroman zugleich. Über allem zentral steht die Idee der Zeit. Proust unterwirft ihr alle Elemente des traditionellen Romans und revolutioniert ihn damit. Er beschreibt ein Leben, nicht wie es war, sondern wie es erinnert wird. Anhand der Lektüre ausgewählter Passagen soll Prousts Unterscheidung von mémoire volontaire und mémoire involontaire in ein Textmassiv hineinführen, das mit einer kleinen Gedächtnishilfe leicht begehbar wird. „Cocteau hat gesehen, was jeden Leser Prousts im höchsten Grade beschäftigen sollte: er sah das blinde, unsinnige und besessene Glücksverlangen in diesem Menschen“ (Walter Benjamin).
Literatur: Jean-Yves Tadié, Proust, 1983; Walter Benjamin: „Zum Bilde Prousts“, in Gesammelte Schriften, Frankfurt am Main 1980, Bd II, 310-324;; Henning Teschke: „Marcel Proust“, in Französische Literatur des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1998, 8-14
| empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: | für alle Semester |
| Fachrichtung Lehrveranstaltung: | Lehramt, Magister |
| Nummer der Lehrveranstaltung: | 05311 |
| Dauer der Lehrveranstaltung: | 2 SWS |
| Typ der Lehrveranstaltung: | HS - Hauptseminar |
| Bereich: | Romanische Literaturwissenschaft (fr.) |
| Semester: | WS 2007/08 |