Vorlesung (fr.): Einführung in das Theater der französischen Klassik
| Dozent(in): |
PD Dr. Henning Teschke |
| Termin: |
Mo, 10-11.30 Uhr |
| Gebäude/Raum: |
Raum 2127a |
Inhalt der Lehrveranstaltung:
Als "siècle classique" wird in Frankreich das 17. Jahrhundert bezeichnet, in dem Literatur und Kunst einen Zenit erreichten. Ihr Ort war der Hof Ludwigs XIV. (1638-1715), der, unterstützt von Kardinal Richelieu, das Theater als propagandistisches Instrument seiner absoluten Monarchie sah. Begrenzt von einer restriktiven Regelpoetik („bienséance, honnêteté“), die einem politischem Kalkül folgte, entwickeln Corneille, Molière und Racine ihre Bühnenstücke. Die Vorlesung verfolgt das Ziel, sowohl die ‘tragédie classique’ als auch die „comédie classique“ als Spezifika ihrer Epoche zu erweisen, letztere verstanden als Zeitraum und Ordnungskonstrukt der Macht. Leitende philosophischen Kategorien sind der Neostoizismus sowie die jansenistisch grundierte ‚Negative Anthropologie’, als deren ästhetischer Widerpart die sogenannte ‘doctrine classique’ zu verstehen ist. Gegenstand sind ausgewählte Tragödien von Corneille und Racine und Komödien von Molière, zudem dramen- resp. tragödientheoretische Texte. Berücksichtigt werden als Referenztexte weiterhin Tragödien der griechischen und römischen Antike sowie die aristotelische Poetik.
Literatur zur Lehrveranstaltung:
Till Kuhnle, Hanspeter Plocher (Hg.), Französische Literatur, 17. Jahrhundert. Theater, Tübingen 2003.
Fritz Nies, Karl-Heinz Stierle (Hg.), Französische Klassik. Theorie. Literatur. Malerei, München 1985.
Lucien Goldmann, Le Dieu chaché, Paris 1972
weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:
| empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: |
Grundstudium |
| Fachrichtung Lehrveranstaltung: |
Lehramt, Magister |
| Nummer der Lehrveranstaltung: |
05301 |
| Dauer der Lehrveranstaltung: |
2 SWS |
| Typ der Lehrveranstaltung: |
V - Vorlesung |
| Bereich: |
Romanische Literaturwissenschaft (fr.) |
| Semester: |
SS 2007 |