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2. Studienjahr in Augsburg


60 ECTS

Die Gestaltung des Studienverlaufs fällt in Augsburg deutlich freier aus als in Verona. Im Methodenmodul kann die Spezialisierung entweder im Bereich der Literaturwissenschaft oder der Sprachwissenschaft erfolgen. Hier werden grundlegende forschungsrelevante und methodologische Fähigkeiten ausgebaut. Im Erweiterungsmodul Interdisziplinäre Perspektiven kann der Fokus auf den Bereich der Kulturgeschichte, der Internationalen Literaturen oder der Medien- und Kommunikationswissenschaften gelegt werden. Im Spezialisierungsmodul Sprache perfektionieren die Studierenden ihre Kompetenzen in der jeweiligen Fremdsprache. Mit der Anfertigung und Verteidigung der Masterarbeit wird das Studium an der Universität Augsburg abgeschlossen. Im Folgenden werden mögliche Musterstudienverläufe mit exemplarischen Veranstaltungen skizziert.

 

1. Methodenmodul

a) Sprachwissenschaftliche Ausrichtung

Im Bereich der Sprachwissenschaft liegt der Schwerpunkt neben dem Erwerb vertiefter Kenntnisse der in der deutschen Romanistik entwickelten sprachwissenschaftlichen Analysemethoden im Bereich der Variationslinguistik auf dem Umgang mit Methoden und Modellen der diachronen und synchronen Text- und Medienlinguistik. In den fachwissenschaftlichen Projektseminaren können Studierende sich mit laufenden Forschungsprojekten vertraut machen, in deren Mittelpunkt die Vermittlung von Wissen und Werten über unterschiedliche Medien steht.

Beispielseminare:

  • Il dibattito sulla lingua nell'era telematica: media, generi e strategie (in italienischer Sprache)

  • Analisi discorsiva in prospettiva linguistica: allestimento del corpus CIRIt

  • Entwicklungstendenzen der französischen und italienischen Grammatik in Grammatikforschung und Grammatikographie (Französisch/Italienisch)

  • Vom Graffito bis zur digitalen Schriftlichkeit. Wechselbeziehungen der romanischen Sprach- und Schriftgeschichte (Französisch/Italienisch)

  • Textaufgaben zur italienischen Gegenwartssprache

  • Wissenschaftliche Methodenkompetenz und interkulturelle Kommunikation für ausländische Studierende

 

b) Literaturwissenschaftliche Ausrichtung

Die literaturwissenschaftliche Ausbildung umfasst die Vertiefung literatur-wissenschaftlicher Fragestellungen der Literaturgeschichte, einen reflektierten und eigenständigen Umgang mit literaturwissenschaftlichen Methoden, die problemorientierte textanalytische Interpretation sowie den kompetenten Umgang mit schriftlichen und mündlichen Präsentationformen. In den fachwissenschaftlichen Projektseminaren können Studierende sich mit laufenden Forschungsprojekten vertraut machen, in deren Mittelpunkt die Vermittlung von Wissen und Werten über unterschiedliche Medien steht.

Beispielseminare:

  • L'uomo nella letteratura rinascimentale
  • "E le scrittrici, le poetesse?" Autrici italiane tra la fine del 19. secolo e la Prima Guerra Mondiale
  • Die Epoche der Aufklärung in den romanischen Literature
  • Überblick über die französische und italienische Literaturgeschichte an den Momenten des Kulturtransfers vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert

 

2. Wahlpflichtbereich: Erweiterungsmodul Interdisziplinäre Perspektiven

 a) Kunst- und Kulturgeschichte

Fähigkeit zur Durchführung exemplarischer Feldstudien in einer Teildisziplin und Beherrschung der dazu notwendigen Analyseformen; vertiefte Fähigkeit zur Anwendung fachspezifischer Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens.

Beispielseminare:

  • Ethnologie: Religion und Glauben als prägende Elemente des Alltags

  • Kunstgeschichte: Antike Mythen in der Kunst der Neuzeit

  • Klassische Archäologie: Römische Funde in den Nordwestprovinzen

  • Musikwissenschaft: Musik - Magd der Theologie (Ancilla Theologiae)?

  • Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte: Bayern und Tirol. (Schwerpunkt auf 1809–1814), Transnationale Familiengeschichten: Oral-History-Projektseminar

b) Internationale Literaturbeziehungen

Allgemeine Inhalte: Wechselbeziehungen zwischen den/innerhalb der europäischen und amerikanischen Literaturen von der Antike bis in die Gegenwart

Kompetenzen:

a) Fachlich: Die Studierenden besitzen ein vertieftes Verständnis von Literatur als internationalem Phänomen, das seit der Antike und dem Mittelalter auf vielfältigen Austauschbeziehungen basiert. Sie besitzen Wissen über kulturelle Prozesse der Produktion, Verbreitung, Rezeption, Adaptation und Überlieferung literarischer Werke, die sich sowohl diachron als auch synchron über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg vollziehen. Sie erwerben die fortgeschrittene Fähigkeit zur komparatistischen Analyse bi- und multinationaler Literaturbeziehungen in Bezug auf Autoren, Gattungen und Epochen.

b) Methodisch: Die Studierenden besitzen die Fähigkeit, sich theoretisch fundiert im wissenschaftlichen Feld der internationalen Literatur zu bewegen. Sie beherrschen literatur-, medien- und kulturwissenschaftliche Methoden, um die internationalen Austauschprozesse angemessen zu untersuchen.

c) Sozial/personal: Die Studierenden erkennen die Vielfalt des literarischen Feldes und erweitern ihren Lektürehorizont. Sie können erworbenes Fachwissen an eine interessierte Öffentlichkeit kommunizieren und sind in der Lage, in kulturellen Debatten Stellung zu beziehen.

Beispielseminare:

  •  Vorlesung oder Übung zur internationalen Literaturbeziehung I: Theorien der Literatur, Queer durch alle Disziplinen (Ringvorlesung), Literatur als Lebenshilfe

  • Hauptseminar oder Kolloquium zur internationalen Literaturbeziehung II: You gotta be cool! (Hauptseminar), "Staging the catastrophe …" – Theater nach 9/11

  • Antike Poetik

  • Stilsicher

  • Intention und Intentionalität

  • Vergessene Schriftstellerinnen und Schriftsteller und die literarische Kommunikationskultur in Europa um 1900. Paris, Berlin, München, Wien. Netzwerke, Autorenzirkel und literarische Salons

  • Die Ethik der Rezeption. Autoren lesen Autoren

c) Medien- und Kommunikationswissenschaften

Das Modul besteht aus zwei Vertiefungsseminaren der Medien und Kommunikation, welche zentrale Fragestellungen zur Verflechtung von Medien und Gesellschaft, zu Ursachen und Folgen des Medien- und Öffentlichkeits-wandels sowie zu spezielleren Themen wie z.B. Gesundheits-, Umwelt- und Wissenschaftskommunikation erarbeiten und umsetzen. Theoretische Kenntnisse und Fertigkeiten der empirischen Kommunikationsforschung werden gefestigt und erweitert, damit Studierende eigenständig in der Lage sind, Medien und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu analysieren, theoretisch zu durchdringen und in den bisherigen Forschungsstand einzuordnen.

Beispielseminare:

  • "The 10 most evil people in History" - Populäre Medieninhalte, Social Media Kommunikation undtransnationale Erinnerungskulturen Medien und Kommunikation II
  • Advertisement in the digital age
  • Health Communication: The influence of mediated messages on health attitudes and behavior
  • Kognitionspsychologische Grundlagen der (Lern-)Mediennutzung
  • Playing Games for Good: Components, mechanisms, and effects of serious games

 

3. Spezialisierungsmodul Sprache

a) Presentazione orale e discussione (für deutschsprachige Studierende)

Optimierung der Gesprächsfertigkeit (Ausgangsniveau C1 GER, Zielniveau C1+)

  • Comunicazione orale
  • Cultura italiana 1, Cultura italiana 2 oder Cultura italiana 3

b) Deutsch als Fremdsprache C1: Kulturell-kommunikative Kompetenz (für italienischsprachige Studierende)

Erwerb von grundlegenden fremdsprachlichen Fertigkeiten für die kompetente Sprachverwendung: Schwerpunkt kulturell-kommunikative Kompetenz

  • Deutsch als Fremdsprache C1: Kulturell-kommunikative Kompetenz

 

4. Abschlussleistungen

  • Anfertigung der Masterarbeit
  • Verteidigung der Masterarbeit