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Hauptseminar: Der gelehrte Vampirdiskurs im 18. Jahrhundert


Titel: Hauptseminar: Der gelehrte Vampirdiskurs im 18. Jahrhundert
Dozent(in): Dr. Benjamin Durst
Termin: Di 14.00 – 15.30, Raum D 1087
Gebäude/Raum: D 1087
Anmeldung: Digicampus


Inhalt der Lehrveranstaltung:

In den 1720er und 30er Jahren gelangten Nachrichten ins Alte Reich, laut denen es im südosteuropäischen Raum zu mehreren ungeklärten Todesfällen unter der ländlichen Bevölkerung gekommen sei. Die Einheimischen machten für diese wiederkehrende Verstorbene – von ihnen als „Vampyre“ bezeichnet – verantwortlich. Die Berichte lösten unter zeitgenössischen Gelehrten eine Debatte aus: In zahlreichen Abhandlungen wurde das Phänomen erörtert. Die Erklärungen reichten von religiösen Deutungsmustern, die Gott und besonders den Teufel verantwortlich machten, über esoterische Theorien, die von einer schädigenden Wirkung der im Grab liegenden Leichen auf die Lebenden mittels einer „sympathetischen“, quasi magischen Verbindung ausgingen, bis hin zu medizinischen und psychologischen Erklärungsmustern, die die Vampirerscheinungen sowie die Todesfälle auf Krankheiten, Wahnvorstellungen und Aberglauben zurückführten.
Anliegen des Seminars ist es, anhand des Vampirdiskurses zentrale Debatten des 18. Jahrhunderts, die hier ihren Widerhall finden, in den Blick zu nehmen.
NICHT behandelt werden hingegen – zur Vermeidung falscher Erwartungen sei dies hier betont – literarische, künstlerische oder popkulturelle Bearbeitungen des Vampirstoffes.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: Hauptstudium
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Europäische Kulturgeschichte
Beginn der Lehrveranstaltung: 2. Semesterwoche
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: HS - Hauptseminar
Semester: WS 2017/18