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Proseminar/Hauptseminar: Gesellige Wissenschaft. Europäische Akademien in der (Frühen) Neuzeit


Titel: Gesellige Wissenschaft. Europäische Akademien in der (Frühen) Neuzeit
Dozent(in): Prof. Dr. Silvia Serena Tschopp
Termin: Mi 10.00 – 11.30, Raum D 1087
Gebäude/Raum: D 1087
Anmeldung: Digicampus
Modulsignatur: Proseminar:
BacEKG 14 (6 LP)
BacEKG 15 (6 LP)
BacEKG 22 (6 LP)
BacWPB EKG 01 (3 oder 6 LP)
BacWB EKG 1 (8 LP Grundlagenvorlesung + Proseminar)
BacWB EKG 2 (8 LP Grundlagenvorlesung + Proseminar)
BacWB EKG 3 (8 LP Grundlagenvorlesung + Proseminar)

Hauptseminar:
BacEKG 23 (7 LP)
BacWPB EKG 10 (8 LP)
BacWPB EKG 11 (3 LP)


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Neben der Universität bildet die Akademie die zentrale Institution, in der Wissen in Europa nicht nur organisiert, sondern auch kommuniziert werden konnte. Die ersten neuzeitlichen Akademien – es handelte sich zunächst um tendenziell informelle Vereinigungen humanistisch gebildeter Adliger und bürgerlicher Gelehrter – entstanden in Italien und fanden bald in ganz Europa Nachahmer. Die Herausbildung und Verbreitung der Akademien zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert ist ebenso Gegenstand des Hauptseminars wie eine Reihe damit verbundener Aspekte: So sollen die unterschiedlichen Wissensbereiche (Sprache und Literatur, Geschichte, Naturwissenschaften, Künste), denen sich Akademiker widmeten, in den Blick genommen, die unterschiedlichen Organisationsformen europäischer Akademien (Modell der Nationalakademie, Modell der gelehrten Gesellschaft) und die jeweiligen nationalen Ausprägungen akademischer Zusammenschlüsse erörtert werden. Darüber hinaus gilt es nach dem Verhältnis zwischen Universitäten und Akademien zu fragen sowie die spezifische Leistung und damit verbunden die wissenschaftsgeschichtliche Relevanz der europäischen Akademien zu diskutieren. Und schließlich verdient die Frage nach der Beziehung zwischen den nicht selten unter fürstlicher Protektion stehenden Akademien und dem Staat Aufmerksamkeit. Obwohl die frühneuzeitlichen Akademien im Zentrum der Diskussion stehen sollen, ist auch ein Ausblick auf die Entwicklung der Akademien im Kontext der Modernisierung der europäischen Universitäten im 19. und 20. Jahrhundert vorgesehen.

Diese Veranstaltung wird als Proseminar und Hauptseminar angeboten.


Literatur zur Lehrveranstaltung:

Vorbereitende Lektüre:

  • Daniel-Odon Hurel/Gérard Laudin (Hrsg.): Académies et sociétés savantes en Europe (1650-1800), Paris 2000.
  • Anton Schindling: Bildung und Wissenschaft in der Frühen Neuzeit 1650-1800, München 1994.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: ab dem 2. Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Europäische Kulturgeschichte
Beginn der Lehrveranstaltung: 2. Semesterwoche
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: HS - Hauptseminar
Semester: WS 2016/17