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Hauptseminar: Vergessene Schriftstellerinnen und Schriftsteller und die literarische Kommunikationskultur in Europa um 1900. Paris, Berlin, München, Wien. Netzwerke, Autorenzirkel und literarische Salons


Titel: Vergessene Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Autorenzirkel, Netzwerke und Kommunikationskultur um die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) - Wien, München, Berlin, Paris, London
Dozent(in): Dr. Ingvild Richardsen
Termin: Di 10.00 - 11.30, Raum D 1087
Gebäude/Raum: D 1087
Anmeldung: Digicampus
Modulsignatur: neue PO: MaInterLit 01 (Vorlesung od. Übung + Hauptseminar od. Kolloquium 10 LP); MaInterLit 02 (Vorlesung od. Übung + Hauptseminar od. Kolloquium 10 LP); Ethik der Textkulturen; Vergleichende Literaturwissenschaft Nebenfach BacVL 270


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Wir beginnen unsere Reise in Paris, dem kulturellen Zentrum des 19. Jahrhunderts. Als bereits etabliertes Kunstzentrum zieht es Künstler aus ganz Europa und Übersee an. Hier vermischen sich auf stärkste die verschiedenen Strömungen: Symbolismus, Realismus, Surrealismus. Wichtige Namen sind Baudelaire, Mallarme, Rimbaud, Zola, Flaubert. Die Symbolisten und Realisten haben große Stahlkraft auf Schriftsteller und Künstler in anderen bedeutenden kulturellen und literarischen Zentren, denen wir uns zuwenden werden, wie z.B. auf das seinerzeitige Berlin (Boheme, das Überbrettel, Friedensthaler Kreis etc.), München (George, Rilke, Bahr, Hauptmann etc.. ) und Wien (Hoffmansthal,Schnitzler, Klimt, Mahler, Werfel, Kokoschka). Sie alle erhoffen sich eine Aufbruchsbewegung in der Kunst und durch die Kunst. Mobilität und der direkte persönliche Kontakt zwischen den kulturellen Zentren spielen dabei eine große Rolle. Ins Blickfeld treten werden in diesem Zusammenhang auch die Raumtheorie von Bruno Latours, Netzwerk- sowie Kulturtransfertheorien und der Ansatz der Transkulturalität von Werner und Espagne.
Der heute bekannten These von der Intertextualität aller literarischen Texte kann nicht nur auf einer rein textuellen Ebene nachgegangen werden. Besonders die historische, soziale, kulturelle und politische Dimension von Intertextualität, ja Intermedialität stellt ein Untersuchungsfeld dar, dem die Kulturwissenschaften besondere Aufmerksamkeit schenken.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: Hauptstudium
Fachrichtung Lehrveranstaltung: M.A. Ethik der Textkulturen, M.A. Internationale Literaturen
Beginn der Lehrveranstaltung: 2. Semesterwoche
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: HS - Hauptseminar
Semester: WS 2015/16