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Veranstaltungen



12.11.–09.12.17 Fotoausstellung „Einblicke in die Bukowina“

Ausstellungseröffnung mit Führung am Sonntag, 12.11.17 um 16.00 Uhr.
 
Im Rahmen der multilateralen Jugendbegegnung „Vier Regionen für Europa“ des Bezirks Schwaben mit seinen Partnerregionen in Frankreich, Rumänien und der Ukraine unternahmen Jugendliche eine fotografische Entdeckungsreise durch die ukrainische Bukowina, vor allem durch die Gebietshauptstadt Tscherniwzi/Czernowitz und laden uns ein, ihren Blicken zu folgen. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Bukowina-Instituts zu sehen.
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Freitag, 10.11.17, 20 Uhr, Grandhotel Cosmopolis
Lesung: Serhij Zhadan - Internat
Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan liest im Rahmen des Projekts "Verstärkung des Klanges der ukrainischen Stimmen in Europa" über "Eine Kriegsgeschichte aus der Ukraine der Gegenwart".

Serhij Zhadan, 1974 im Gebiet Luhansk/Ostukraine geboren, studierte Germanistik, promovierte über den ukrainischen Futurismus und gehört seit 1991 zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiw. Er debütierte als 17-Jähriger und publizierte zwölf Gedichtbände und sieben Prosawerke. Für Die Erfindung des Jazz im Donbass wurde er mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis und mit dem Brücke-Berlin-Preis 2014 ausgezeichnet (zusammen mit Juri Durkot und Sabine Stöhr). Die BBC kürte das Werk zum »Buch des Jahrzehnts«. Zhadan lebt in Charkiw.
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Donnerstag, 16.11.17, 18.15–19.45 Uhr, Bukowina-Institut
Vortrag: Der rumänische Holocaust - oder - die vielen Formen der Gewalt in Rumänien, 1941-1944
Armin Heinen ist Professor für Neuere Geschichte an der RWTH Aachen. Publikationen sind u.a.: Die Legion "Erzengel Michael" in Rumänien - Soziale Bewegungund politische Organisation. Ein Beitrag zum Problemdes internationalen Faschismus, München 1986; Rumänien, der Holocaust und die Logik der Gewalt, München 2007. Zuletzt: Wege inden Ersten Weltkrieg, München 2017.
 
Der Begriff des Holocausts verdeckt vielfach, dass das Gewaltgeschehen gegen Juden, Roma und andere "Negativ-Gruppen" viele verschiedene Ausprägungen kannte. Was für Deutschland richtig ist, gilt freilich auch für Rumänien. Auch hier gab es ganz unterschiedliche Räume der Gewalt, ganz unterschiedliche soziale Felder und Akteure der Gewalt, differierende Formen der Gewalt. Hinzu kommt, und das macht den rumänischen Fall besonders interessant, dass es auch einer Vielzahl verschiedener politisch akzeptierter Narrativen zu den Opfergruppen gab. Was dies für den rumänischen Tatanteil im Holocaustgeschehen bedeutete, wird zu überlegen sein.

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