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Philipp Kröger, M.A.


Doktorand

E-Mail: philipp.kroeger@philhist.uni-augsburg.de


Projektbeschreibung „Der biopolitische Kampf im östlichen Raum“

Die deutsche Nationalitätenstatistik und ihr Blick auf Ostmitteleuropa, 1860-1945

Zwischen 1860 und 1945 entstand eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen zur sogenannten Nationalitätenstatistik, anhand derer durch statistische Methoden das Wesen und die Grenzen der deutschen Nation beziehungsweise des Deutschtums errechnet werden sollten. Zudem debattierten Statistiker, wie nationale Identität adäquat zu erfassen sei. Verstärkt in den Blick deutscher Statistiker geriet dabei Ostmitteleuropa und dort ansässige ethnisierte Bevölkerungen. Das Promotionsprojekt untersucht mit einem diskursanalytischen Blick die dabei entstandenen statistischen Konstruktionen des Nationalen, insbesondere Vorstellungen eines „Deutschen Ostens“. Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis der Funktionsweise von (deutschen) Nationalismen im 19. und 20 Jahrhundert beizutragen. Anhand der Statistiker kann nachvollzogen werden, wie sich die Kriterien der Zugehörigkeit zu einem ethnisierten Kollektiv mehr und mehr radikalisierten und wie die Verwissenschaftlichung das Nationale selbst veränderte. Gerade letzteres lässt die Genese eines Dispositivs bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausmachen, innerhalb dessen bevölkerungspolitische Praxen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts denk- und umsetzbar wurden.

 

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit Juni 2017
Associate Member der Leibniz Graduate School "Geschichte, Wissen, Medien in Ostmitteleuropa", Herder-Institut Marburg

Seit Oktober 2016
Doktorand an der Universität Augsburg

10/2014-4/2015
Studentischer Tutor am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg

10/2008 – 4/2016
Studium der Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Hamburg
und Hagen.

Stipendien

2017:
Allgemeine Promotionsförderung, Stiftung Zeitlehren
2016:
MA-Abschlussstipendium der Karl H. Ditze Stiftung