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Amerika in Augsburg

Nahezu fünfzig Jahre, von 1945 bis 1998, war Augsburg Standort der US-Armee. Das amerikanische Militär bezog die in der NS-Zeit entstandenen Kasernenanlagen und adaptierte diese in den Folgejahren den wechselnden Bedürfnissen der US Army. Die US-Soldaten und ihre Angehörigen, in Spitzenzeiten bis zu 30.000 Personen, prägten mit einem Anteil von mehr als 10 % an der Stadtbevölkerung in entscheidender Weise die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Augsburgs in der Nachkriegszeit.

Das Projekt Amerika in Augsburg untersucht die vielfältigen Beziehungen zwischen US-Militärangehörigen und der einheimischen Bevölkerung. Dabei ist beispielsweise die gegenseitige Wahrnehmung im privaten und öffentlichen Bereich von Interesse, aber auch, welche Kontakte und Netzwerke im Bereich Wirtschaft, Soziales und Kultur entstanden und auch über das offizielle Ende der amerikanischen Militärpräsenz hinaus gepflegt werden.

Im Rahmen der Planungen zur baulichen Umnutzung der Kasernenareale wurden seit dem Jahr 2000 bereits weitreichende Studien zur (kultur-)historischen Entwicklung des US-Standortes Augsburg initiiert, auch unter Beteiligung von Zeitzeugen. Ziel des Projektes ‚Amerika in Augsburg‘ ist es, neben eigenständigen wissenschaftlichen Forschungsprojekten diese bereits geleistete Arbeit zu koordinieren und fortzuführen. Auch eine Dissertation, die die Geschichte der US-Präsenz in Augsburg untersucht, ist im Entstehen begriffen.

Vom 15. bis 17. März 2012 fand eine wissenschaftliche Tagung zum Thema "Amerika in Augsburg: Aneignungen und globale Verflechtungen in einer Stadt" statt.
Vom 15. März bis zum 28. April 2012 war die Ausstellung "Amerikanisches Leben in Augsburg" in der Neuen Stadtbücherei Augsburg zu sehen und zusätzlich von 28. Oktober bis 28. November 2012 in der Zentralbibliothek der Universitätsbibliothek Augsburg.

Ausführlichere Informationen über die Aktivitäten erhalten sie unter www.uni-augsburg.de/amerika-in-augsburg.

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