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Ausgezeichnet


Max-Weber-Preis

c/o BAdW, Foto: A. Heddergott

Elke Seefried, Zweite Stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte und Professorin für Neueste Geschichte an der Universität Augsburg, hat für ihre Habilitationsschrift "Zukünfte. Zukunftsforschung und Expertise in den 1960er und 1970er Jahren" den Max Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erhalten. Der Preis wird alljährlich für herausragende Leistungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben.

Elke Seefried beschreibt in ihrer Studie die Entstehung einer neuen Wissenschaft - der Zukunftsforschung - im transatlantischen Kontext. Den Hintergrund bildeten die Systemkonkurrenz des Kalten Krieges und die Zukunfts- und Planungsbegeisterung der 1960er Jahre, als fast alles - und damit alle "Zukünfte" - möglich schienen. Ebenso analysiert die Studie den Wandel der Zukunftsforschung um 1970, als globale Krisenszenarien - wie jene von den "Grenzen des Wachstums" - den Blick veränderten. Die Historikerin habe damit eine empfindliche Forschungslücke geschlossen, so die Begründung der Preisvergabe: "Erstmals überhaupt wird die 'Zukunftsforschung' in ihrer Pluralität, ihren Netzwerken, ihren epistemologischen Grundlagen und in ihrer wissenschaftlichen Praxis fassbar". Seefried war für ihre Habilitationsschrift 2014 bereits mit dem Carl-Erdmann-Preis des Deutschen Historikerverbandes ausgezeichnet worden. Der Preis wurde überreicht vom Präsidenten der Akademie, Prof. Dr. Karl-Heinz Hoffmann.

Meldung vom 14.12.2015