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Theater


Gastspiel von Theater Sündenfall, München, in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg: "In Europa gehen die Lichter aus – Ein Totentanz"

„In ganz Europa gehen die Lichter aus – wir werden es nicht erleben, wenn sie wieder angezündet werden“. So kommentierte der britische Außenminister Grey am 3. August 1914 den Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Ein prophetischer Kommentar, denkt man an die Folgen: Ohne die Erschütterung aller Ordnungen durch die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ sind weder der Aufstieg von Nationalsozialismus und Sowjetkommunismus, noch der Weg in den 2. Weltkrieg verstehbar. Wir überwinden die Folgen letztlich erst heute im Rahmen eines vereinten Europa. Das Stück „In Europa gehen die Lichter aus – Ein Totentanz“ erzählt den Weg in die Katastrophe: Vom Mord in Sarajewo bis zum Ausbruch des Großen Krieges nur viereinhalb Wochen später. Die Akteure sind die Herrscher, Politiker und Diplomaten der beteiligten Nationen. Wir werfen einen Blick in die Kabinette und sehen ihnen bei ihren fatalen Entscheidungen zu. Im Kontrast dazu erzählen Frontsoldaten vom kommenden Krieg: Vom Horror des Schützengrabens, aber auch vom Weihnachtswunder 1914, der realen Utopie einer unglaublichen Verbrüderung mit dem „Feind“. Alle Texte der Politiker und Soldaten sind Zitate aus den historischen Quellen.

Ein Theaterabend, der Geschichte erzählt: Unterhaltsam, spannend, erschütternd, komisch, traurig. Das Augsburger Gastspiel ist das letzte, bevor die Produktion im Februar und  März 2006 mit acht Aufführungen in Boston und New York gezeigt wird. Pressestimmen und weitere Informationen gibt es im Internet (www.theater-suendenfall.de).

Montag, 14.11. und Dienstag, 15.11., 20 Uhr im Kulturhaus Kresslesmühle, Barfüßerstraße 4, 86150 Augsburg.

Eintritt: 12,-- Euro/ Schüler und Studenten 6,-- Euro.

 

Meldung vom 02.11.2005