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Sozial- und Kulturgeschichte der Arbeit


Privatisierung

In Vorbereitung ist ein gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena entwickeltes Projekt zur „Idee und Praxis der Privatisierung seit den 1970er Jahren“, das einen besonderen Akzent auf die Zeit nach 1989/1990 legt. Erste Untersuchungsergebnisse liegen bereits vor. Für das Frühjahr 2014 ist ein Workshop mit der Universität Oldenburg und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung geplant, bei dem es um die „Privatisierung der Gesundheit“ nach 1945 gehen wird.

Semantik und Praxis der „Flexibilisierung“

Das Projekt untersucht einen zentralen Begriff der Gegenwart: „Flexibilisierung“. Dabei geht es vor allem um die Idee, eine Sozial- und Ideengeschichte der Zeit mit einer Geschichte der Arbeit zu verbinden.
Das Forschungsvorhaben untersucht die Wandlungen des Arbeitszeitregimes seit den 1970er Jahren. Im Mittelpunkt steht der Wandel der Arbeitszeit und dessen Erfassung durch elektronische Erfassungssysteme, Stempelkarten oder neue Formen wie der „Vertrauensarbeitszeit“. Untersucht wird zudem, wie sich in langfristiger historischer Perspektive ökonomische, religiöse und politische Vorstellungen von „gerechter Entlohnung“ verändert haben – und das bis zu den aktuellen Auseinandersetzungen um den „Mindestlohn“.