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Forschung

FORSCHUNGSPROJEKTE:

HISTORISCHE FRIEDENSFORSCHUNG IN AUGSBURG
Publikationen von Johannes Burkhardt

1. Warum soviel Krieg in der Neuzeit? Der immerwährende Staatsbildungskrieg
JOHANNES BURKHARDT,
Die Friedlosigkeit der Frühen Neuzeit. Grundlegung einer Theorie der Bellizität Europas, in: Zeitschrift für Historische Forschung 24 (1997), S. 509-574.
auch in japanischer Übersetzung von: Tadashi Suzuki in: TOIN LAW Review 8, 2002, S. 197-254.

Typologisches Modell: Etatistische Staatsdefizite mit bellizitärer Wirkung
I. Das Egalitätsdefizit: Gleichordnungskonflikte des werdenden Staatensystems
(Lack of equality: conflicts in the emergent state system)
1. Konkurrenz und Reduktion universalistischer Gewalten
(Competition between and reduction of the universal powers)
2. Annerkennungskämpfe ständisch-partikularer Staatsbildungen
(The struggle for recognition for specific Estate-based state formations)

II. Das Institutionalisierungsdefizit: Stabilitätsrisiken unvollkommener Staatlichkeit
(Lack of institutionalization: the risk to stability posed by incomplete statehood)
1. Dynastische Instabilitäten an der monarchisch-dynastischen Spitze
(Dynastic instabilities)
2. Militärische Destabilisierungsfaktoren
(Military instabilities)

III. Das Autonomiedefizit: Stützmittel des Staatsaufbaus mit kriegstreibenden Nebenwirkungen
(Lack of autonomy: props for the state with belligerent side-effects)
1. Ökonomische Stützen
(Economy)
2. Konfessionelle Stützen
(Religion)
3. Memoriale Stützmittel
(History)

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JOHANNES BURKHARDT, Abschied vom Religionskrieg. Der Siebenjährige Krieg und die päpstliche Diplomatie (Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom, Bd. 61), Tübingen 1985.
JOHANNES BURKHARDT, Der Dreißigjährige Krieg, Frankfurt/M. 1992 (Neue Historische Bibliothek, edition suhrkamp; seit 1996 auch in zwölfbändiger Kassette ‚Moderne Deutsche Geschichte‘, Bd. 2, sowie seit 1997 als Lizenzausgabe bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft).
JOHANNES BURKHARDT, Der Dreißigjährige Krieg als frühmoderner Staatsbildungskrieg, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 45 (1994), S. 487-499.
JOHANNES BURKHARDT, Alte oder neue Kriegsursachen? Die Kriege Bismarcks im Vergleich zu den Staatsbildungskriegen der Frühen Neuzeit, in: Deutschland in den Internationalen Beziehungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Festschrift für Josef Becker zum 65. Geburtstag, hg. v. Walther L. Bernecker und Volker Dotterweich (Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg, Bd. 50), München 1996, S. 43-69.
JOHANNES BURKHARDT, Die entgipfelte Pyramide. Kriegsgrund und Friedenskompromiß der europäischen Universalmächte, in: 1648. Krieg und Frieden in Europa, 3 Bde., hg. v. Klaus Bußmann und Heinz Schilling, hier Bd. 2: Politik, Religion, Recht und Gesellschaft, Münster/Osnabrück 1998, S. 51-60.
JOHANNES BURKHARDT, Worum ging es im Dreißigjährigen Krieg? Die frühmodernen Konflikte um Konfessions- und Staatsbildung, in: Wie Kriege entstehen. Zum historischen Hintergrund von Staatenkonflikten, hg. v. Bernd Wegner (Krieg in der Geschichte, Bd. 4), Paderborn u.a. 2000, zweite durchgesehene Auflage 2003, S. 67-87.
JOHANNES BURKHARDT, The Thirty Years' War: Central Europe, in: A Companion to the Reformation World, Edited by Ronnie Po-Chia Hsia (Blackwell Companion), 2004.

2. Modelle des Friedensmanagements in der Geschichte: Friedensschluß und frühmodernes Reichssystem
JOHANNES BURKHARDT, Reichskriege in der frühneuzeitlichen Bildpublizistik, in: Bilder des Reiches. Tagung in Kooperation mit der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft und der Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit der Katholischen Universität Eichstätt, hg. v. Rainer A. Müller (Irseer Schriften, Bd. 4), Sigmaringen 1997, S. 51-95.
JOHANNES BURKHARDT, "Artikel "Religionskrieg", in: Theologische Realenzyklopädie (TRE) 28, Berlin 1997, S. 681-687.
JOHANNES BURKHARDT, 'Ist noch ein Ort, dahin der Krieg nicht kommen sey?' Katastrophenerfahrungen und Überlebensstrategien (irrig gedruckt: Kriegsstrategien) auf dem deutschen Kriegsschauplatz, in: Krieg und Kultur. Die Rezeption von Krieg und Frieden in der Niederländischen Republik und im Deutschen Reich 1568-1648, hg. v. Horst Lademacher und Simon Groenveld, Münster 1998, S. 3-19.
JOHANNES BURKHARDT, Auf dem Wege zu einer Bildkultur des Staatensystems. Der Westfälische Frieden und die Druckmedien, in: Der Westfälische Friede. Diplomatie, politische Zäsur, kulturelles Umfeld, Rezeptionsgeschichte, hg. v. Heinz Duchhardt, München 1998, S. 81-114.
JOHANNES BURKHARDT, Das größte Friedenswerk der Neuzeit. Der Westfälische Frieden in neuer Perspektive, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 49 (1998), S. 592-618.
Historikerdebatte dazu:
JOHANNES BURKHARDT, Die erste föderale Verfassung. Der Westfälische Friede zu Münster und Osnabrück vor 350 Jahren war ein Glücksfall für die deutsche Geschichte, in: Berliner Zeitung vom 24./25. Oktober 1998.
PAUL MÜNCH, 1648 – Notwendige Nachfragen, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 47 (1999), S. 329-333.
MARTIN TABACZEK, Wieviel tragen Superlative zum historischen Erkenntnisfortschritt bei? Anmerkungen zum Beitrag von JOHANNES BURKHARDT, Das größte Friedenswerk der Neuzeit. Der Westfälische Friede in neuer Perspektive, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 50 (1999), S. 740-747.
JOHANNES BURKHARDT, Über das Recht der Frühen Neuzeit, politisch interessant zu sein. Eine Antwort an Martin Tabaczek und Paul Münch in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 50 (1999), S. 748-756.

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JOHANNES BURKHARDT, Der Dreißigjährige Krieg. Einfluß der sächsischen Politik auf die deutsche Geschichte, in: Dresdner Hefte 56, 4/1998, S. 3-12.
JOHANNES BURKHARDT, Verfassungsprofil und Leistungsbilanz des Immerwährenden Reichstags. Zur Evaluierung einer frühmodernen Institution, in: Reichsständische Libertät und habsburgisches Kaisertum, hg. v. Heinz Duchhardt und Matthias Schnettger (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Bd. 48), Mainz 1999, S. 151-183.
JOHANNES BURKHARDT, Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 11, Vollendung und Neuorientierung des frühmodernen Reiches 1648-1763, 10., völlig neu bearbeitete Auflage, Bd. 9-12 (hrsg. v. Wolfgang Reinhard), Stuttgart 2006, 510 Seiten.

3. Die Verantwortung historischer Gedächtnis- und Jubiläumskultur für Krieg und Frieden
JOHANNES BURKHARDT, Konfession als Argument in den zwischenstaatlichen Beziehungen, in: Rahmenbedingungen und Handlungsspielräume europäischer Außenpolitik im Zeitalter Ludwigs XIV., hg. v. Heinz Duchhardt und Johannes Kunisch (Zeitschrift für Historische Forschung, Beiheft 11), Berlin 1991, S. 135-154.
JOHANNES BURKHARDT, Geschichte als Argument in der habsburgisch-französischen Diplomatie. Der Wandel des frühneuzeitlichen Geschichtsbewußtseins in seiner Bedeutung für die Diplomatische Revolution von 1756, in: Frankreich im europäischen Staatensystem der Frühen Neuzeit, hg. v. Rainer Babel (Beihefte der Francia, Bd. 35), Sigmaringen 1995, S. 191-217.
JOHANNES BURKHARDT, Kriegsgrund Geschichte? 1870, 1813, 1756 - historische Argumente und Orientierungen bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in: Lange und kurze Wege in den Ersten Weltkrieg. Vier Augsburger Beiträge zur Kriegsursachenforschung, hg. v. Johannes Burkhardt, Josef Becker, Stig Förster und Günther Kronenbitter, (Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg, Bd. 49), München 1996, S. 9-86.
JOHANNES BURKHARDT,Die kriegstreibende Rolle historischer Jubiläen im Dreißigjährigen Krieg und im Ersten Weltkrieg, in: Krieg und Frieden in der historischen Gedächtniskultur, hg. v. Johannes Burkhardt (Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg, Bd. 62), München 2000, S. 91-102.
JOHANNES BURKHARDT, Das Friedensfest. Augsburg und die Entwicklung einer neuzeitlichen Toleranz-, Friedens- und Festkultur (Colloquia Augustana, Bd. 13), hg. v. Johannes Burkhardt und Stephanie Haberer, Berlin 2000.
JOHANNES BURKHARDT, Kriegsgrund Mythos? Bilder und Überlegungen zum Zusammenhang von Gedächtniskultur und Frieden in der Neuzeit, in: Mythen und Legenden in der Geschichte, hg. v. Volker Dotterweich (Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg, Bd. 64), München 2004, 93-127.