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Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit


Informationen zur Epoche

Das Fach Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg befaßt sich mit der Zeitspanne von 1500 bis 1800. Die Jahre um 1500 gelten bis heute als Schwelle zur Frühmoderne, charakterisiert durch Zäsuren wie die Anfänge der europäischen Expansion, die Reformation, die Durchsetzung des Buchdrucks und die damit begründete 'Medienrevolution'. Aus der Perspektive der modernen Industriegesellschaften und ihrer politisch-gesellschaftlichen Denk- und Organisationsformen wiederum vollzieht sich die Wende zur Moderne in der "Doppelrevolution" des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts: in der Amerikanischen und der Französischen Revolution auf der einen, verfassungsrechtlich-politischen Seite und der Industriellen Revolution auf der anderen, ökonomischen Seite. Dementsprechend hat es die Frühneuzeitforschung mit einer entscheidenden 'Scharnierepoche' zu tun: Die alteuropäische ständisch-traditionale Lebensordnung war noch wirksam, und gleichzeitig zeichneten sich unmittelbar in die Gegenwart führende Entwicklungen ab. Kennzeichnend für die frühneuzeitliche Mentalität war der Umgang mit 'Veränderungen', wobei lange Zeit noch kaum Innovationsakzeptanz bestand, Wandlungsprozesse aber doch erfahren und damit zum Problem wurden.

Zentrale Strukturen und Prozesse der Epoche wie die Konfessionsbildung, die Entwicklung frühmoderner Staatlichkeit, die Entstehung des europäischen Mächtesystems und die "wissenschaftliche Revolution" werden im Studium der Geschichte der Frühen Neuzeit anhand vielfältiger Fragestellungen, Methoden und Ansätze erschlossen. Dazu gehören vor allem: