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Proseminar: Kunst als historische Quelle? Süddeutsche Beispiele aus dem Spätmittelalter


Dozent(in): Dr. Carl A. Hoffmann
Termin: Mi., 14.00-16.15 Uhr
Gebäude/Raum: 2128

Inhalt:

Das Geschichtsstudium des Mittelalters und der Frühen Neuzeit ist von der Arbeit mit schriftlichen Quellen geprägt. Hervorbringungen der Malerei, der Architektur, der Bildhauerei, des Kunsthandwerks etc. dienen dagegen zumeist zur Illustration, ohne ihre historische Aussagekraft weiter zu hinterfragen.

Das Seminar möchte letzteres tun, wobei neben den dafür nötigen Methoden und quellenkritischen Überlegungen die Frage nach der Differenz von historischer ‚Wirklichkeit’ und Darstellung sowie nach Funktion und Wirkung von Kunstwerken an Beispielen gestellt werden soll.

Weitere Themen stellen der Entstehungskontext von Kunstwerken, das Verhältnis von Künstler, Auftraggeber und Werk sowie das Selbstverständnis der vormodernen Künstler dar. Wenn aufgrund der historischen Herangehensweise an Kunst hier auch die geschichtliche Kontextualisierung des jeweiligen Werks im Vordergrund zu stehen hat, so dürfen umgekehrt die Autonomie sowie die ästhetisch-epochenspezifischen Charakteristika eines Werkes nicht unberücksichtigt bleiben, die eben nicht erlauben, das jeweilige Objekt allein ‚realhistorisch’ zu betrachten.

Einführende Lektüre:
Bernd Roeck, Das historische Auge. Kunstwerke als Zeugen ihrer Zeit. Von der Renaissance zur Revolution, Göttingen 2004.

Anmerkungen:
In diesem Proseminar kann auch ein Schein für Mittelalterliche Geschichte oder die Geschichte der Frühen Neuzeit erworben werden.