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Zur Geschichte des Lehrstuhls für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte


Bereits wenige Jahre nach der Gründung der Universität Augsburg beschloss der Gründungs-Strukturbeirat der Universität Augsburg das historische Fächerspektrum der Philosophischen Fakultät durch die Disziplin der Landesgeschichte zu erweitern. Der 1974 als ‚Bayerische Landesgeschichte‘ eingerichtete Lehrstuhl erhielt 1979 auf Initiative des Bezirks Schwaben die Denomination ‚Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte‘. 

Prof. Dr. Pankraz Fried, der 1974 als erster Fachvertreter und Lehrstuhlinhaber den Ruf nach Augsburg erhielt, beschreibt die Stadt als idealen Standort für eine fachübergreifende, vergleichende und „in Grenzen unbegrenzte“ landeshistorische Forschung. Eine enge und provinzielle Ausrichtung des Fachs werde sowohl durch die vielfältigen geographischen, politischen sowie kulturellen Zusammenhänge und Transfers als auch durch die sub- und supraregionalen Bezüge und Identifikationen der Bewohner des schwäbischen Raumes von selbst verhindert.

Vor seiner Berufung war Prof. Dr. Pankraz Fried als Privatdozent für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Regensburg und als Konservator am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München tätig. Er übernahm 1980 auch den Vorsitz der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, die er in der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München vertrat.

Sein Nachfolger wurde 1994 Prof. Dr. Rolf Kießling, vorher Privatdozent an der Universität Augsburg und Studiendirektor im höheren Lehramt. Er ist zurzeit Vorsitzender der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft. Nach seiner Pensionierung 2007 gelang es mit Hilfe des Bezirks Schwaben, die Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte als Lehrstuhl zu erhalten.

Seit 1. März 2008 ist Prof. Dr. Marita Krauss Inhaberin des Lehrstuhls. Zuvor lehrte sie in Bremen und Wien sowie als Apl. Professorin für Neuere und Neueste Geschichte im Institut für Bayerische Landesgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2008 ist sie Mitglied der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft.

Seit Juni 2015 trägt der Lehrstuhl den Namen "Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte".