Seit Thukydides und bis in das 20. Jh. war Geschichtsschreibung in erster Linie Behandlung der politischen Ereignisgeschichte. Diese aber lässt sich nicht allein aufgrund archäologischer Grabungsbefunde oder von Münzen schreiben, sie bedarf eines narrativen Gerüstes, das nur die literarischen Quellen zu geben vermögen. Erst die zunehmende Einbeziehung etwa sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Fragestellungen in jüngerer Zeit vermochte daher die überragende Bedeutung dieser Quellengattung wirklich zu brechen. Heute, nach mehr als zweihundert Jahren historisch-kritischer Forschung auf dem Gebiet der Alten Geschichte gewinnen Inschriften, Münzen u. a. schon deshalb vermehrt Bedeutung, weil nur in diesen Bereichen noch ein nennenswerter Quellenzuwachs zu erwarten ist. Gleichwohl bleiben viele auf diesem Wege überlieferte Details nur vor dem Hintergrund der aus den literarischen Quellen bekannten Tatsachen verständlich.
Im Laufe des Grundstudiums sollten Sie in jedem Fall eine Einführung in die griechische bzw. römische Historiographie lesen, um ein Verständnis für die Grundlage des Wissens zu gewinnen, das Sie sich im Blick auf die Abschlussprüfungen aneignen sollen:
Meister, Klaus: Die griechische Geschichtsschreibung. Von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus, Stuttgart 1990.
Mehl, Andreas: Römische Geschichtsschreibung. Grundlagen und Entwicklungen. Eine Einführung, Stuttgart 2001.
Mit „römischer Geschichtsschreibung“ sind hier auch Autoren gemeint, die in griechischer Sprache zur römischen Geschichte schrieben (z. B. Dion. Hal., App. oder Cass. Dio). Im Anhang ein Verzeichnis von Editionen, Übersetzungen und Kommentaren zu den behandelten Autoren; dazu eine Auflistung der einschlägigen Fragmentsammlungen und eine thematisch organisierte Auswahlbibliographie. Hier kommen Sie zur sehepunkte-Rezension.
Lendle, Otto: Einführung in die griechische Geschichtsschreibung. Von Hekataios bis Zosimos (= Die Altertumswissenschaft), Darmstadt 1992.
Flach, Dieter: Römische Geschichtsschreibung, Darmstadt 1998 (3. neu bearb. Aufl.).
Im Anhang ein nützliches Verzeichnis von Ausgaben, Übersetzungen und Kommentaren zu den behandelten Autoren.
Marincola, John (Hg.): A companion to Greek and Roman historiography. [2 Bde.], 2007.
Hier kommen Sie zur BMCR-Rezension und zur sehepunkte-Rezension.
Cizek, Eugen: Histoire et historiens à Rome dans l’antiquité, Lyon 1995.
Näf, Beat: Antike Geschichtsschreibung. Form - Leistung – Wirkung, Stuttgart 2010.
Die folgenden Darstellungen konzentrieren sich stark auf die literarisch besonders ergiebigen „üblichen Verdächtigen“:
Marincola, John: Greek historians (= G&R: new surveys in the classics. 31), Oxford 2001.
Kraus, Christina S./Woodman, Anthony J.: Latin historians (= G&R: new surveys in the classics. 27), Oxford 1997.
Luce, Torrey J.: The Greek historians, London/New York 1997.
Hier kommen Sie zur BMCR-Rezension.
Mellor, Ronald: The Roman historians, London/New York 1999.
Hier kommen Sie zur BMCR-Rezension.
Rohrbacher, David: The historians of late antiquity, London/New York 2002.
Hier kommen Sie zur BMCR-Rezension.
Wichtig für das Verständnis der Arbeitstechniken der antiken Historiker im Allgemeinen sind:
Grant, Michael: Greek and Roman historians. Information and misinformation, London/New York 1995.
Marincola, John: Authority and tradition in ancient historiography, Cambridge 1997.
Die Interpretation literarischer Quellen ist gerade in der Alten Geschichte ein mühsames und anspruchsvolles Geschäft:
Die Quellentexte liegen im günstigsten Falle in griechischer oder lateinischer Sprache vor. Es sei an dieser Stelle vor dem bisweilen bei Studenten anzutreffenden, aber fatalen Irrglauben gewarnt, man könne römische Geschichte ohne Griechisch betreiben. Das Römische Reich war stets ein zweisprachiges Staatswesen und auch für die Eliten aus dem Westen des Reiches waren profunde Griechischkenntnisse selbstverständlich. Unter den literarisch Gebildeten ist seit dem 2. Jh. sogar ein gewisses Abrücken vom Lateinischen festzustellen. Da Lese- und Übersetzungsfähigkeiten in den Alten Sprachen heute in rapidem Verfall begriffen sind, muss vermehrt auf Übersetzungen zurückgegriffen werden. Das ist ein legitimes Vorgehen, aber es muss immer bedacht sein, dass jede Übersetzung auch schon eine interpretierende Entscheidung bedeutet.
Antike Bücher wurden auf Papyrusrollen geschrieben, die nur über eine beschränkte Zeit aufrollbar und damit benutzbar bleiben. Überliefert ist uns daher nur derjenige Teil der antiken Literatur, der das gesamte Altertum hindurch immer wieder abgeschrieben und dann im Frühmittelalter der Übertragung in einen haltbaren Pergamentcodex für wert befunden wurde. Die Überlieferung fast des gesamten literarischen Erbes der Antike ist daher ein Verdienst des „finsteren“ Mittelalters und v. a. der Kirche. Es ist evident, dass hier ganz persönliche Vorlieben und auch der Zufall eine große Rolle spielten, und dass nicht immer die aus der Perspektive des modernen Historikers wertvollsten Schriften gerettet wurden. Autographen sind uns grundsätzlich nicht erhalten. Vor diesem Hintergrund ist das argumentum e silentio mit größter Vorsicht zu benutzen: Dass uns ein bestimmter Sachverhalt nicht überliefert ist, muss in der Regel der lückenhaften Tradition zugerechnet werden und kann daher nicht als hinreichender Beweis für seine Inexistenz gelten. Einzelfunde von Papyri in Gebieten mit extremer Trockenheit und ihre Lesbarmachung mit modernsten technischen Methoden ändern an dieser Tatsache nichts. Nur für einzelne Regionen Ägyptens liegt die Sache grundlegend anders. Für den Althistoriker folgt daraus die Notwendigkeit, nicht nur nach den vorhandenen Quellen zu forschen, sondern sich auch Rechenschaft darüber abzulegen, welche Quellen möglicherweise verloren sind.
Der geschilderte Überlieferungsprozess bot zudem viele Ansätze für das Eindringen von Korruptelen in den Text. Es ist die Aufgabe der Klassischen Philologie, aus den Lesarten der heute meist allein überlieferten mittelalterlichen Codices einen lesbaren „Urtext“ zu (re-)konstruieren (Papyrus-Fragmente aus den Werken antiker Historiker sind in den Sammeleditionen des Corpus dei papiri storici greci e latini zugänglich). Dieser Vorgang der Textkonstitution ist jedoch vielfach schon eng mit interpretatorischen Fragen verwoben (macht eine überlieferte Textvariante Sinn?), so dass der Althistoriker zumindest inhaltlich relevante Varianten zur Kenntnis nehmen muss. Diese Textvarianten, die sogenannten „Lesarten“, finden sich im Apparat der kritischen Ausgaben. Wichtige Reihen, in denen solche Editionen publiziert werden, sind z. B. die Bibliotheca Teubneriana oder die Oxford Classical Texts.
Literarische Texte sind in der Antike noch mehr als in der Neuzeit fest stehenden Gattungskonventionen unterworfen. Wenn also etwa Plinius d. J. im Jahre 100 n. Chr. eine Dankrede für die Erlangung des Konsulates vor und auf Kaiser Trajan hält, so durften seine Zuhörer erwarten, dass bestimmte Punkte abgehandelt wurden – egal, ob sich in Leben und Person des Kaisers vernünftige Anhaltspunkte dafür finden ließen. Die antike Rhetorik sprach hier von sogenannten tópoi bzw. loci communes, d. h. Allgemeinplätzen, die dem Redner (aber auch dem Historiker) schematisierte Versatzstücke für seine Darstellung an die Hand gaben. Wenn daher in Lobreden und Kaiserbiographien immer wieder erwähnt wird, dass der jeweilige Herrscher durch sein persönliches Vorbild die Disziplin im Heer wiederhergestellt habe, so handelt es sich zunächst um ein generisches Element in der Darstellung des „guten Herrschers“, nicht unbedingt um eine Aussage mit Realitätsbezug. Auf der anderen Seite ist auffällig, dass viele als tyrannisch verschrieene Herrscher den Tod ihrer schwangeren Frauen oder Geliebten verschuldet haben sollen, so etwa Periander von Korinth, der Perser Kambyses, Nero und Domitian. Einen ähnlichen Topos stellt das Kindermordmotiv dar, das wir v. a. aus der Bibel kennen, doch auch der nachmalige Kaiser Augustus wäre angeblich fast einer solchen Gräueltat zum Opfer gefallen. Wenn solche Wandermotive in den Quellen auftauchen, ist Vorsicht geboten, da ihr Eindringen in die Tradition auch ohne jeden realen Anhaltspunkt in der Vergangenheit erklärt werden kann. Umgekehrt ist freilich auch zu bedenken, dass in den Quellen geschilderte topische Sachverhalte nicht zwangsläufig unhistorisch zu sein brauchen: Die Topoi sind ja nicht nur literarische Kunstmittel, sondern tief in der antiken Kultur verankert. Ein Kaiser, der als guter Herrscher wahrgenommen werden möchte, wird also danach streben, die aus der Literatur bekannten Gemeinplätze mit Leben zu erfüllen. Anders verhält es sich natürlich mit den Topoi der Polemik, da niemand anstreben wird, sich selbst in seinen Handlungen als „Tyrann“, „Wüstling“ oder dergleichen mehr zu stilisieren.
Auf die Methode der philologischen Textkritik kann hier nicht detailliert eingegangen werden. Einen Einblick in diesen Problemkreis erhalten Sie in den folgenden Einführungen in die Teilbereiche der Klassischen Philologie:
Teubner Einleitung in die Altertumswissenschaft:
Nesselrath, Heinz-Günther (Hg.): Einleitung in die griechische Philologie, Stuttgart 1997, S. 3-71
Graf, Fritz (Hg.): Einleitung in die lateinische Philologie, Stuttgart 1997, S. 51-91
Der Titel täuscht, beide Werke bieten weit mehr als eine Einführung nur in die Philologie. Vielmehr trifft der Reihentitel „Einführung in die Altertumswissenschaft“ das Richtige. Die Bände bieten einen systematischen Durchzieher von der eigentlichen Philologie über die Epigraphik bis hin zur Alten Geschichte und Klassischen Archäologie. Im Anhang finden Sie nützliche Karten und eine Synopse der griechischen bzw. lateinischen Autoren. Ein nützliches Vademecum, kopieren empfohlen! So können Sie Autoren, die Ihnen bei der Lektüre begegnen, schnell chronologisch einordnen.
C. H. Beck Studium:
Riemer, Peter/Weißenberger, Michael/Zimmermann, Bernhard: Einführung in das Studium der Gräzistik (= C. H. Beck Wissen), München 2000, S. 52-81
Riemer, Peter/Weißenberger, Michael/Zimmermann, Bernhard: Einführung in das Studium der Latinistik (= C. H. Beck Wissen), München 1998, S. 53-82
Beide Bände bieten einen kompakten Überblick über das Gebiet der Klassischen Philologie im engeren Sinne.
Soweit die Echtheit eines literarischen Textes bzw. seine Autorzuweisung aufgrund sprachlicher Kriterien (Wortschatz, Grammatik, intertextuelle Bezüge usw.) angezweifelt wird, fällt dies ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich der Klassischen Philologie. Umso wichtiger ist es, den jeweils aktuellen Forschungsstand auf diesem Gebiet wahrzunehmen. Manchmal freilich führt auch der Vorgang der historischen Kritik zu Zweifeln an der Echtheit eines Werkes: Die bereits genannten Epistulae ad Caesarem senem etwa sind in ihrem Stil unzweifelhaft sallustisch, gewisse inhaltlich-historische Unstimmigkeiten weisen sie aber wohl doch als Rhetorenarbeit der frühen Kaiserzeit aus. Zwingende Gründe dafür wurden entsprechend zuerst von einem Historiker, nämlich Ronald Syme, vorgetragen, der freilich auch über hohe philologische Kompetenz verfügte. Tatsache aber ist, dass der Historiker zu Echtheits- und Datierungsfragen aufgrund inhaltlicher Erwägungen ebenso viel beizutragen hat wie der Philologe aufgrund sprachlicher Kriterien.
Es wurde bereits in Bezug auf Zeitschriften angedeutet, dass in den Altertumswissenschaften sehr gerne Abkürzungen verwendet werden. Dies trifft auch und gerade für die Angabe von Quellenzitaten zu. Die korrekte Verwendung dieser Kürzel lässt den Fachmann erkennen, Unkenntnis brandmarkt den Laien. Bei einer gewissen Kenntnis der antiken Literaturgeschichte lassen sich aber die meisten Abkürzungen ohne Probleme auflösen. Sollte dies nicht möglich sein, dienen die Verzeichnisse zu Beginn des ersten Bandes des Thesaurus Linguae Latinae (ThLL) bzw. im Greek-English Lexicon von Liddell/Scott/Jones (LSJ), dazu diejenigen des KlP, des DNP oder des OCD3 als Orientierung. Das Abkürzungsverzeichnis aus LSJ kann auch online unter http://www.stoa.org/abbreviations.html konsultiert werden. Ebenfalls im Internet verfügbar ist das Abkürzungsverzeichnis des Diccionario Griego-Español (DGE): http://www.filol.csic.es/dge/lst/2lst1.htm (alphabetischer Autorenkanon) und http://www.filol.csic.es/dge/lst/2lst4.htm (alphabetische Auflistung aller verwendeten Abkürzungen, darunter auch die Autorensiglen). Sehr nützlich auch die Zusammenstellung des Projektes Interactice Ancient Mediterranean: http://iam.classics.unc.edu/main/help/A.html.
Die Abkürzung orientiert sich an dem folgenden Schema:
[ABGEKÜRZTER AUTORNAME]. [ABGEKÜRZTER WERKTITEL FALLS MEHRERE WERKE DESSELBEN AUTORS ÜBERLIEFERT]. [GGF. BUCH],[GGF. KAPITEL], [PARAGRAPH]
Beispiele: Hdt. 4,145 ~ Herodot, Historien, Paragraph 145; Cic. Mur. 34 ~ Cicero, Pro Murena, Paragraph 34; Caes. Gall. 4,14,5 ~ Caesar, De bello Gallico, Buch 4, Kapitel 14, Paragraph 5
Anders als in den neueren Epochendisziplinen wird also niemalseine spezifische Ausgabe unter Angabe der Seitenzahl zitiert! Manche Autoren können auch nach den Seitenzahlen bestimmter alter Ausgaben zitiert werden, z. B. Strabon, Plutarch oder Athenaios. Bisweilen konkurrieren auch verschiedene Zitationsweisen miteinander, z. B. Kapitel- vs. Paragrapheneinteilung oder Kapitel- vs. Seitenzählung.
Da viele Werke antiker Autoren nur fragmentarisch erhalten sind, kommt den Fragmentsammlungen besondere Bedeutung zu. Auch diese werden meist abgekürzt zitiert, wobei wiederum die Abkürzungsverzeichnisse der einschlägigen Lexika bei der Ent- bzw. Verschlüsselung helfen. Auch das Studienbuch von Gehrke/Schneider enthält übrigens im Anhang eine Zusammenstellung solcher Abkürzungen. Der Name des Autors wird hier meist vollständig angegeben, da es sich ja nicht um die antiken „Bestseller“, sondern oft eher abseitige Gestalten handelt.
Die Abkürzung folgt den folgenden Schemata:
[AUTORNAME] [ABGEKÜRZTER TITEL DER FRAGMENTSAMMLUNG] [GGF. NUMMER DES AUTORS] [FRAGMENTNUMMER]
oder
[AUTORNAME] FR. [FRAGMENTNUMMER] [NACHNAME DES EDITORS DER FRAGMENTSAMMLUNG]
Beispiele: Menekles v. Barka FGrHist 270 F 6 ~ Menekles v. Barka, geführt als Nr. 270 in den Fragmenten der griechischen Historiker von Felix Jacoby, Fragment Nr. 6; Hippias v. Elis fr. 8 Diels ~ Hippias v. Elis, Fragment Nr. 8 in Fragmente der Vorsokratiker von Hermann Diels (könnte auch so zitiert werden: Hippias v. Elis FGrHist 6 F 10)
Wichtige Fragmentsammlungen sind:
Müller, Carl/Müller, Theodor: Fragmenta historicorum Graecorum. [5 Bde.], Paris 1841-1847. [FHG]
In weiten Teilen durch (2) ersetzt; bei unzureichenden Griechischkenntnissen aber immer noch nützlich, da zu den einzelnen Fragmenten meist lateinische Übersetzungen vorhanden sind. Online unter http://www.archive.org/stream/fragmentahistori01mueluoft (Band 1), http://www.archive.org/stream/fragmentahistori02mueluoft (Band 2), http://www.archive.org/stream/fragmentahistori03mueluoft (Band 3), http://www.archive.org/stream/fragmentahistori04mueluoft (Band 4), http://www.archive.org/stream/fragmentahistori05mueluoft (Band 5).
Jacoby, Felix: Die Fragmente der griechischen Historiker, Berlin/New York 1923-. [FGrHist]
Bietet neben den Texten auch ausführliche und meist grundlegende Kommentare, aber keine Übersetzungen. Im Jahre 2005 erschien eine CD-ROM-Edition der von Jacoby vorgelegten Bände. Die von ihm nicht mehr bearbeiteten Fragmente der antiken Biographen und Geographen sammelt derzeit ein internationales Forscherteam. Zudem ist eine völlige Neuausgabe in Arbeit: „Brill’s New Jacoby“ (s. dazu die BMCR-Ankündigung von Ian Worthington; die bereits vorliegenden Beiträge sind in elektronischer Form über http://www.brillonline.nl zugänglich). Im BNJ sind alle Texte mit englischen Übersetzungen versehen. Hier kommen Sie zur BMCR-Rezension und zur H-Soz-u-Kult-Rezension des elektronischen Jacoby.
Peter, Hermann: Historicorum Romanorum reliquiae. [2 Bde.], Leipzig 1914. [HRR]
Für die republikanische Geschichtsschreibung vor Livius ersetzt durch (4) und (5). Der Nachdruck von 1967 enthält einen bibliographischen Anhang. Online unter http://www.archive.org/stream/veterumhistorico01peteuoft (Band 1), http://www.archive.org/stream/veterumhistorico02peteuoft (Band 2).
Beck, Hans/Walter, Uwe: Die frühen römischen Historiker. [2 Bde.], (= TzF. 76-77), Darmstadt 2001-2004. [FRH]
Bietet neben Texten und Kommentaren auch Übersetzungen. Ersetzt zusammen mit (5) Peters HRR. Hier kommen Sie zur BMCR-Rezension und zur GFA-Rezension von Band 1.
Chassignet, Martine: L’annalistique romaine. [3 Bde.], (= Collection Budé), Paris 1996-2004.
Hier kommen Sie zur BMCR-Rezension von Band 3.
Blockley, Roger C.: The fragmentary classicising historians of the later Roman empire. Eunapius, Olympiodorus, Priscus and Malchus. [2 Bde.], (= Arca. 6/10), Liverpool 1981-1983.
Weitere Fragmentsammlungen erschließt samt den jeweiligen Abkürzungen das außerordentlich hilfreiche Hilfsbuch für Studierende der griechischen und lateinischen Philologie: http://www.hilfsbuch.de. Einen guten Überblick über die trümmerhafte Überlieferung der Literatur in lateinischer Sprache verschafft immer noch Bardon, Henry: La littérature latine inconnue. [2 Bde.], Paris 1952-1956.
Um den ermittelten Quellennachweisen nachgehen zu können, werden Sie in der Regel eine Übersetzung benötigen. Um diese zu finden, stehen zunächst folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Autorsuche im webOPAC der UB
Notationssuche nach der RVK im webOPAC oder am Regal
Literaturangaben in neueren Lexika (DNP und OCD3)
ACHTUNG!!! Eine Schwierigkeit stellen auf den ersten Blick die in Sammlungen aufgeführten Fragmente dar, da vielfach keine Übersetzungen dieser Fragmentsammlungen – etwa der FGrHist – existieren. Bedenken Sie aber: Ein Fragment muss irgendwo überliefert sein, meistens als Zitat bei einem anderen antiken Autor. Lokalisieren Sie daher in der Fragmentsammlung die Quelle des einschlägigen Fragmentes und prüfen Sie, ob eine Übersetzung dieser Quelle vorliegt. Das wird in der Regel der Fall sein.
Fast alle Werke antiker Autoren liegen in Übersetzung vor. Falls irgend möglich, sollte zweisprachigen Ausgaben der Vorzug vor einsprachigen gegeben werden. Die Benutzung von Übersetzungen ist schon aus arbeitsökonomischen Gründen völlig legitim – man liest in der Muttersprache leichter „diagonal“. Zweisprachige Ausgaben ermöglichen aber bei wichtigen Passagen eine schnelle Verifizierung der Übersetzung am Originaltext. Achten Sie außerdem auf Anmerkungen (zur Verständnishilfe) und Indices (zum gezielten Auffinden relevanter Passagen). Einige Reihen sind besonders zu erwähnen:
Sammlung Tusculum (Artemis & Winkler Verlag): zweisprachige Ausgaben (deutsche Übersetzung) mit Einführung, Anmerkungen, Indices und wichtigen Textvarianten; ein solides Arbeitsinstrument, das für den Studenten in der Anschaffung freilich meist zu teuer ist.
Bibliothek der Alten Welt – BAW (Artemis & Winkler Verlag): einsprachige Ausgaben (deutsche Übersetzung) mit Einführung und Indices.
Bibliothek der griechischen Literatur – BGL (Hiersemann Verlag): einsprachige Ausgaben mit Einführung, Anmerkungen und Indices.
Loeb Classical Library – LCL (Harvard University Press): zweisprachige Ausgaben (englische Übersetzung) mit Einführung, Anmerkungen, Indices und wichtigen Textvarianten; die größte Sammlung zweisprachiger Ausgaben und zu einem vernünftigen Preis zu haben, doch leider handelt es sich oft um Reprints der Erstausgaben vom Beginn des 20. Jh. und die Qualität der Bände ist sehr ungleichmäßig – vor manchen älteren Bänden ist regelrecht zu warnen!
Collection Budé – CB (Les Belles Lettres): zweisprachige Ausgaben (französische Übersetzung) mit Einführung, Anmerkungen, Indices und kritischem Apparat (!); wer einigermaßen Französisch kann, sollte wann immer möglich zur CB-Ausgabe greifen.
Die Behauptung, man habe keine Übersetzung finden können, ist also in der Regel eine Ausflucht. Es gilt: „Wer suchet, der findet!“ [Falls das wirklich einmal nicht zutrifft, konsultieren Sie den Seminarleiter: „Wer bittet, dem wird gegeben.“]
Gerade bei zentralen Quellenpassagen schadet es nicht, auch mehrere Übersetzungen zu konsultieren. Auch bei völliger Unkenntnis der Alten Sprachen wird man so auf problematische und umstrittene Passagen aufmerksam.
Ausgezeichnete Hilfsmittel für das Auffinden geeigneter Textausgaben und Übersetzungen sind:
Nickel, Rainer: Lexikon der antiken Literatur, Darmstadt 1999.
Ein Werklexikon, das auf knappem Raum auch jeweils eine kurze Einführung in den jeweils in Frage stehenden Text gibt. Sehr, sehr nützlich! Das vollständige Werk kann mittlerweile unter http://www.artemisundwinkler.de/lexikonderantike_webbzw. http://www.artemisundwinkler.de/lexikonderantike_mobil(für mobile Geräte) konsultiert werden.
Schütze, Oliver: Metzler-Lexikon antiker Autoren, Stuttgart 1997.
Ein Autorenlexikon. Gerade für „ausgefallene“ Texte bietet Nickel in der Regel mehr.
Die Lektüre antiker Texte wird oft viele Fragen offen lassen. Ortsnamen, Personennamen, Institutionen usw. sind dem modernen Leser in der Regel unbekannt. Dieses Problem stellte sich schon in der späteren Antike, und so verfassten antike Gelehrte sogenannte schólia zu den Werken der archaischen und klassischen Dichter. Die neuzeitliche Altertumswissenschaft nahm diese Publikationsform in Form des Kommentars wieder auf. Kommentare zu bestimmten Quellentexten finden Sie entweder über die Literaturhinweise in den Fachlexika oder am einfachsten über die RVK direkt am Regal oder im webOPAC. Die Kommentare zu den Historien Herodots sind etwa unter der Notation „FH 23715“ verzeichnet. Es handelt sich dabei um Stellenkommentare, d. h. der Kommentar gibt Wort für Wort und Satz für Satz Erläuterungen zum erklärten Text. Zumeist wird das sogenannte „Lemma“ aus dem Originaltext genommen. Da aber antike Texte nach Büchern, Kapiteln und Paragraphen sehr zielgenau zitiert werden können, ist es ohne Probleme möglich, einen solchen Kommentar auch parallel zu einer Übersetzung zu benutzen. Der Kommentar leistet die für die Quellenkritik unerlässliche Kontextualisierung der Quelle: Er informiert über Bezüge der in Frage stehenden Passage zum Gesamttext, Parallelquellen bei anderen antiken Autoren und gibt einen allgemeinen Überblick über den Forschungsstand (meist mit Hinweisen auf wichtige Sekundärliteratur). Die Benutzung eines Kommentars ist fast immer der schnellste Weg zu den relevanten Quellen und – falls es sich um ein neueres Werk handelt – auch zur Wahrnehmung der zentralen Forschungsprobleme.
Fast alle literarischen Texte, die uns aus der Antike erhalten sind, liegen mittlerweile in digitalisierter Form vor – allerdings meist nur einsprachig, Latein- und Griechischkenntnisse sind hier also erforderlich. Sind diese Voraussetzungen gegeben, haben Sie hier in Augsburg die Möglichkeit, diese (meist sehr teuren) Datenbanken kostenlos über das DBIS zu nutzen. Wichtig sind:
Thesaurus Linguae Graecae (TLG)
Umfasst mittlerweile fast die gesamte griechische Literatur der Antike, allerdings nicht immer in den zuverlässigsten Editionen. Die Abfrage der Datenbank geschieht wie bei den CD-ROMs des PHI mit einer speziellen Abfragesoftware wie dem Silvermountain Workplace, Antiquarium (http:// antiquarium.eremus.org) oder Diogenes (kostenlos unter http://www.dur.ac.uk/p.j.heslin/Software/Diogenes/index.php). Zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Programme vgl. die instruktive BMCR-Rezension von Antiquarium 2.0, eine BMCR-Rezension des SNS Greek & Latin 1.0, sowie die Zusammenstellung unter http://www.tlg.uci.edu/Software.html. Diogenes integriert seit Version 3.1 eine morphologische Suche, sowie die Lexika LSJ und L&S. Das Programm hat damit gegenüber den kostenpflichtigen Konkurrenten momentan die Nase vorn. Der TLG kann aus dem Universitätsnetz heraus auch direkt über ein Webinterface konsultiert werden: http://stephanus.tlg.uci.edu/inst/fontsel. Im Internet stehen zudem auch zahlreiche nach Erscheinen der Ausgabe E erfasste Texte zur Verfügung.
Patrologia Graeco-Latina (PG)
Von Jacques-Paul Migne zwischen 1857 und 1866 in 161 Bänden herausgegebene Sammlung mit den Texten der griechischen Kirchenschriftsteller von 100-1478 n. Chr. Im Regelfall ist den griechischen Texten eine synoptische lateinische Übersetzung beigegeben. Obwohl die Editionen vielfach nicht mehr dem Stand der Wissenschaft entsprechen, sind sie bis heute teilweise unersetzt. Wo möglich, sollten allerdings die neueren Ausgaben des Corpus Christianorum, Series Graeca (CCSG) herangezogen werden. Eine elektronische Ausgabe kann unter http://www.classiques-garnier.com/numerique-bases aus dem Universitätsnetz benutzt werden.
Patrologia Latina (PL)
Ebenfalls von Jacques-Paul Migne zwischen 1844 und 1855 herausgegebenes Schwesterwerk der PG in 221 Bänden. Eine elektronische Ausgabe kann über das DBIS konsultiert werden. Wo immer möglich, sollten die neueren Ausgaben des Corpus Christianorum, Series Latina (CCSL) herangezogen werden. Deren Texte sind im Rahmen der LLT (s. u.) auch elektronisch verfügbar.
PHI #5.3
Sammlung lateinischer Texte. Benützte Editionen teilweise veraltet. Zur Abfragesoftware s. (1).
Bibliotheca Teubneriana Latina Online und Thesaurus Linguae Latinae (BTL)
Elektronische Version der Texte der kritischen Editionen der Bibliotheca Scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana. Die Texte sind daher von sehr hoher Zuverlässigkeit. In der neuesten Version können endlich auch Stellen direkt angesprungen und Textabschnitte kopiert werden. Aus dem Universitätsnetz unter http://refworks.reference-global.com/Xaver/start.xav?col=Coll_BTL-TLL benutzbar.
Library of Latin Texts (LLT-A)
Hervorgegangen aus der „CETEDOC Library of Christian Latin Texts“. Obwohl das CETEDOC (CEntre de Traitement Électronique des DOCuments der Katholischen Universität Leuven) nicht mehr an der Fortführung des Projektes beteiligt ist, wurde das eingeführte Akronym lange Zeit beibehalten. Die Ausgaben des Corpus Christianorum, Series Latina (CCSL) und des Corpus Christianorum, Continuatio Medievalis (CCCM) sind in der LLT enthalten, die aber auch eine große Auswahl an klassischen Texten bietet. Zugang unter http://www.brepolis.net aus dem Universitätsnetz.
Daneben gibt es eine ständig wachsende Zahl von Texten im Internet (in Originalsprachen und Übersetzung), von denen hier nur eine Auswahl gegeben werden kann:
Perseus Project: http://www.perseus.tufts.edu.
Sammlung von Originaltexten, meist mit englischer Übersetzung. Die Volltexte sind Wort für Wort mit morphologischen Analysetools und Lexika (LSJ bzw. L&S) verlinkt. Anzeige der griechischen Texte nach Unicode-Standard. Eine alternative und bisweilen zuverlässiger funktionierende Suchmaske zum Zugriff auf die Materialien des Perseus Project bietet http://perseus.uchicago.edu.
Bibliotheca Augustana: http://www.hs-augsburg.de/~harsch/augustana.html.
Wachsende Sammlung griechischer und lateinischer Originaltexte ohne Übersetzungen. Die griechischen Texte liegen teilweise für die Schriftart Arachnion codiert, teilweise im Unicode-Format vor.
The Latin Library: http://www.thelatinlibrary.com.
Umfängliche Sammlung lateinischer Originaltexte.
IntraText: http://www.intratext.com/LAT.
Umfangreiche Sammlung lateinischer Originaltexte. Erschließung durch Indices (auch rückläufig) und Konkordanzen.
Corpus Scriptorum Latinorum (CSL): http://www.forumromanum.org/literature/index.html.
Das Projekt zielt auf eine vollständige Erfassung der lateinischen Literatur in elektronischer Form. Neben den „üblichen Verdächtigen“ finden sich hier auch unbekanntere oder nur fragmentarisch erhaltene Autoren.
Lacus Curtius: http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/home.html.
Mit herkulischem Fleiß hat Bill Thayer hier zentrale Quellentexte elektronisch zugänglich gemacht. Die Texte basieren meist auf mittlerweile gemeinfreien Bänden der Loeb Classical Library.
Polybios, Historien
Cato, De agricultura
Diodor von Sizilien, Bibliothek
Varro, De agricultura
Sallust, Catilina und bellum Iugurthinum
Dionysios von Halikarnassos, Antiquitates Romanae
Vitruv, De architectura
Strabon, Geographie
Res gestae divi Augusti
Velleius Paterculus, Historiae Romanae
Celsus, De medicina
Aetna
Laus Pisonis
Calpurnius Siculus, Eclogae
Eclogae Einsiedlenses
Grattius, Cynegeticon
Curtius Rufus, Historia Alexandri Magni
Columella, De re rustica
Plinius, Naturalis Historia
Quintilian, Institutio oratoria
Frontinus, De aquis. und Stratagemata
Plutarch, Parallelbiographien, quaestiones Romanae u. a.
Dion Chrysostomos, Reden
Florus, Epitome
Tacitus, Annales und Historiae
Sueton, Vitae Caesarum
Aulus Gellius, Noctes Atticae
Claudius Ptolemaeus, Tetrabiblos
Appian, Bella civilia
Cassius Dio, Historiae Romanae
Ampelius, Liber memorialis
Censorinus, De die natali
Nemesianus, Cynegeticon
Macrobius, Saturnalia
Historia Augusta
Paulinus von Pella, Eucharisticus
Claudian, Dichtungen und Reden
Rutilius Namatianus, De reditu suo
Excerpta Valesiana
Prokopios, De aedibus und Historia arcana
Isidor von Sevilla, Origines
THEOI Project: http://www.theoi.com.
Umfassende Sammlung von Ressourcen zur griechischen Mythologie. Die Bibliothek (http://www.library.theoi.com) enthält zahlreiche englische Übersetzungen, die zumeist den älteren Bänden der Loeb Classical Library entnommen sind: Eine vorzügliche Ressource zu Dichtung, Schauspiel und Mythographie der Antike!
Vitaphone: http://www.freewebs.com/vitaphone1/history/index.html.
Englische Übersetzungen von:
Euagrios, Historia ecclesiastica
Philostorgos, Historia ecclesiastica
Sozomenos, Historia ecclesiastica
Zosimos, Historia nea.
Photios, Bibliothek
Eutropius, Breviarium
Isidor von Sevilla, Chronicon
Iordanes, Getica
Iustinus, Epitome aus Pompeius Trogus
Aurelius Victor, Epitome de Caesaribus
Origines gentis Romanae
Livius.org: http://www.livius.org.
Enthält neben zahlreichen Artikeln zu Einzelthemen der Alten Geschichte auch eine Reihe von englischen Übersetzungen:
Hanno peripl.: http://www.livius.org/ha-hd/hanno/hanno01.html.
Philostr. v. Apoll.: http://www.livius.org/ap-ark/apollonius/life/va_00.html.
Herodian.: http://www.livius.org/he-hg/herodian/hre000.html.
Synesios v. Kyrene: http://www.livius.org/su-sz/synesius/synesius_cyrene.html.
Online Library of Liberty: http://oll.libertyfund.org.
Enthält auch ältere englische Übersetzungen zahlreicher antiker Autoren; nur hier findet man eine komplette Übersetzung von Plutarchs Moralia in digitaler Form.
Ancient Greek Online Library: http://www.greektexts.com.
Bietet englische Übersetzungen der großen Klassiker, dazu die Parallelbiographien Plutarchs. Leider ist der Text nicht nach der üblichen Kapitel-/Paragrapheneinteilung gegliedert.
Sacred Texts: http://www.sacred-texts.com/cla/luc/index.htm.
Projekt mit esoterischem Anstrich. Das macht die bereitgestellten Texte natürlich nicht weniger nützlich. Hinzuweisen ist besonders auf eine vollständige englische Übersetzung der Werke Lukians.
L’antiquité grecque et latine: http://remacle.org.
Sammlung von älteren französischen Übersetzungen griechischer und lateinischer Autoren.
Traductions françaises im Rahmen der Bibliotheca Classica Selecta (BCS-TRA): http://bcs.fltr.ucl.ac.be/Traduc02.html.
Wie der Name schon sagt, finden sich hier französische Übersetzungen lateinischer und griechischer Autoren. Wo möglich sind die Übersetzungen mit den Originaltexten im Rahmen der Itinera Electronica (Hypertextes Louvanistes) verlinkt.
Itinera Electronica/Hypertextes Louvanistes: http://agoraclass.fltr.ucl.ac.be/concordances/intro.htm.
Neben den Volltexten bietet diese Sammlung auch Indices (normal und rückläufig), sowie Konkordanzen und statistische Auswertungen.
Suda On-Line (SOL): http://www.stoa.org/sol.
Projekt des Stoa Consortium. Die Suda ist ein großes griechisches Lexikon aus byzantinischer Zeit (10. Jahrhundert), in dem das noch vorhandene Wissen über die antike Welt kompiliert wurde. Ein schier unerschöpflicher Schatz! SOL bietet den griechischen Text ähnlich wie das Perseus Project wahlweise in verschiedenen Formaten (u. a. Unicode), dazu eine englische Übersetzung und Kommentare.
The Roman Law Library: http://web.upmf-grenoble.fr/Haiti/Cours/Ak/index.htm.
Zusammenstellung von Gesetzen, Senatsbeschlüssen, Kaiseredikten und anderen Rechtsquellen im lateinischen Original. Den epigraphischen Materialien sind jeweils ausführliche – allerdings nicht ganz aktuelle – Bibliographien beigegeben. Enthält auch eine vollständige Fassung des Corpus Iuris Civilis Justinians.
Corpus Medicorum Graecorum/Latinorum (CMG/CML): http://cmg.bbaw.de/Forschung.html.
Unter anderem stehen hier fast alle Bände der Reihen CMG, CML, Suppl. und Suppl. Or. zur Einsicht bereit. Die Bände können angewählt und virtuell durchgeblättert oder seitengenau aufgeschlagen werden.
Digital Hippocrates: http://www.chlt.org/hippocrates.
Sammlung von Originaltexten zur antiken Medizin.
Athenaios, Deipnosophistai: http://digicoll.library.wisc.edu/cgi-bin/Literature/Literature-idx?type=browse&scope=LITERATURE.DEIPNOSUB.
Englische Übersetzung des vollständigen Werkes.
Iulius Obsequens: http://www.aillyacum.de/la/Obsequens.
Originaltext und deutsche Übersetzung des Liber prodigiorum.
The Little Sailing Ancient Greek Texts: http://www.mikrosapoplous.gr/en/texts1en.htm.
Griechische Volltexte ohne Übersetzung als Word-Dateien im Unicode-Format.
Internet Ancient History Sourcebook: http://www.fordham.edu/halsall/ancient/asbook.html.
Von Paul Halsall betreute Sammlung von thematisch geordneten Quellentexten zur Alten Geschichte in englischer Übersetzung.
Alexander Sources: http://websfor.org/alexander/home/home.asp.
Quellensammlung zu Alexander d. Gr. Enthält unter anderem eine englische Übersetzung von Arrians Anabasis: http://websfor.org/alexander/arrian/intro.asp.
SPECTATORES – Quellen zum Zuschauer im Altertum: http://www-gewi.uni-graz.at/spectatores.
Kommentierte Quellensammlung zum im Namen genannten Thema.
Zahlreich sind auch die Angebote zur christlichen Literatur der Antike:
Bibliothek der Kirchenväter (BKV): http://www.unifr.ch/patr/bkv.
Elektronische Aufbereitung einer bereits etwas angetagten, aber immer noch nützlichen Sammlung deutscher Übersetzungen patristischer Quellen. Hier kommen Sie zur H-Soz-u-Kult-Rezension.
Christian Classics Ethereal Library – The early church fathers: http://www.ccel.org/fathers.html.
Elektronische Umsetzung der von Philip Schaff noch im 19. Jh. besorgten Übersetzungssammlung. Weitere Texte stehen unter http://www.ccel.org/p/pearse/morefathers/home.html zur Verfügung.
Newadvent – The Fathers of the Church: http://www.newadvent.org/fathers.
Englische Übersetzungen der wichtigsten Schriften der Kirchenväter.
Comparative Religion: http://interfaith.org/christianity/apocrypha.
Englische Übersetzungen der apokryphen Schriften des frühen Christentums.
Von Interesse insbesondere für den Historiker der Spätantike sind schließlich die Digitalisate der Monumenta Germaniae Historica (MGH):
Monumenta Germaniae Historica digital (dMGH): http://www.dmgh.de.
Macht die Bände der MGH als digitales Faksimile zugänglich, mittlerweile ist auch eine Volltextsuche möglich. Für den Althistoriker sind insbesondere etliche Bände der Abteilung SS Auct. ant. von Interesse. Hier kommen Sie zur H-Soz-u-Kult-Rezension.
Elektronische Monumenta Germaniae Historica (eMGH): http://www.brepolis.net.
Im Gegensatz zur dMGH bietet die eMGH noch ausgefeiltere Suchmöglichkeiten. Die Oberfläche entspricht in etwa derjenigen der LLT. Die Benutzung ist aus dem Universitätsnetz möglich.
Die Digitalisierung verändert unseren Umgang mit Texten fundamental. Zur theoretischen Reflexion dazu siehe:
Schreibman, Susan/Siemens, Ray/Unsworth, John (Hgg.): A companion to digital humanities, Oxford 2004: http://www.digitalhumanities.org/companion.
Siemens, Ray/Schreibman, Susan (Hgg.): A companion to digital literary studies, Oxford 2008: http://www.digitalhumanities.org/companionDLS.