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Proseminar "Constantius II. (337-361): Kirche, Dynastie und römischer Staat im 4. Jh. n. Chr."


Dozent(in): Dr. Steffen Diefenbach
Termin: Montag, 8.15 – 10.45 Uhr
Gebäude/Raum: Raum 2128
Modulsignatur: BacG01, Nr. 1, BacG01, Nr. 2, BacG01, Nr. 3, BacG06, Nr. 1, BacG06, Nr. 2, BacG06, Nr. 3, GyG 01–FW, Nr. 1, GyG 01–FW, Nr. 2, GyG 01–FW, Nr. 3, GsHsRsG 01–FW, Nr. 1, GsHsRsG 01–FW, Nr. 2, GsHsRsG 01–FW, Nr. 3, WBG11, Nr. 1

Anmeldung: online über StudIP vom 20.7.09 – 2.8.09 und vom 10.10.09 – 30.10.09

Teilnahmevoraussetzungen:

Latein- und moderne Fremdsprachenkenntnisse wünschenswert

Im Rahmen eines Zyklus:  nein      

Inhalt:

Unter den römischen Kaisern des 4. Jh. n.Chr. wird Constantius II. (337-361) in der Regel nur geringe Aufmerksamkeit zuteil. Er steht meist im Schatten seines Vaters Konstantin d. Gr. (306-337), der durch seine Förderung der christlichen Religion und durch die dynastische Reorganisation der römischen Monarchie einschneidende Veränderungen vornahm. Die mittel- und langfristigen Konsequenzen der konstantinischen Politik begannen sich freilich erst unter seinem Nachfolger Constantius deutlicher abzuzeichnen. Dies gilt insbesondere für das Verhältnis von Staat und Kirche und die Stellung des Kaisers innerhalb der kirchlichen Organisation. Hier war es bereits unter Konstantin zu Spannungen gekommen, die unter Constantius II. an Schärfe deutlich zunahmen. Ziel des Seminars ist es, die damit verbundenen strukturellen Fragen in den Blick zu nehmen: Welche Folgen hatte die konstantinische Wende für die kirchliche Organisation und die Erwartung kirchlicher Funktionsträger an staatliches und kaiserliches Handeln? Inwieweit wurde die Kirche als Institution zu einem Instrument von Staatsbildung: Sah sich der römische Kaiser veranlasst, von sich aus in die kirchlichen Strukturen einzugreifen oder reagierte er auf vereinzelte Anfragen? Wie ist vor diesem Hintergrund die Religionspolitik von Constantius II. zu bewerten?

Die zusätzliche (dritte) Proseminarstunde dient der Einführung in die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. Grundlage dafür wird der zur Verfügung gestellte Leitfaden sein.

Das Proseminar richtet sich vorrangig an Studierende im 1. Fachsemester; Studierenden aus höheren Semestern ist die Teilnahme nur nach Maßgabe der freien Plätze möglich!

 

Einführende Lektüre: Zur ersten Einführung vgl. die einschlägigen Abschnitte aus J. Martin, Spätantike und Völkerwanderung, 32001; A. Demandt, Die Spätantike, 22007. Zur Kirchenpolitik: C. Pietri, Von der partitio des christlichen Kaiserreichs bis zur Einheit unter Konstantius: Arianerstreit und erster „Cäsaropapismus“, in: Geschichte des Christentums, Bd. 2, 1996, 345-395; Monographie: P. Barceló, Constantius II., 2004.

Anforderungen für Scheinerwerb/Leistungspunkte: Regelmäßige Teilnahme u. Mitarbeit im Seminar; Hausaufgaben; Referat u. Hausarbeit; erfolgreich absolviertes Tutorium


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: Grundstudium
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Alte Geschichte
Nummer der Lehrveranstaltung: 0
Beginn der Lehrveranstaltung: 26. 10. 2009
Dauer der Lehrveranstaltung: 3 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: PS - Proseminar
Semester: WS 2009/10