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Bootsnamen


Projektstart: 01.04.2007
Projektträger: Universität Augsburg
Projektverantwortung vor Ort: Dr. J.-C. Freienstein

Zusammenfassung

Sportboote werden nach unterschiedlichsten Kriterien benannt, etwa Bianca (Benennung nach dem Vornamen der Tochter des Eigentümers), Pussy Galore (Benennung nach fiktiver Figur), Charybdis (Bennennung nach antiker Mythologie), My Wife´s Fur Coat (Benennung nach finanziellen Folgen) usw. Im Gegensatz zu anderen privaten Transportmitteln (etwa Autos) werden Schiffe dabei nicht nur mit Produktnamen bezeichnet, sondern erhalten individuelle Namen wie Personen, und im Gegensatz zu Orts- und Personennamen ist ein größeres Spektrum an Möglichkeiten gegeben, mit der Namensgebung Hintergrundgeschichten zu verknüpfen. Damit können Namensgebungen für Sportboote als sprachlich in besonderer Weise produktiv bezeichnet werden. Das Projekt hat eine zeichentheoretisch fundierte Deskription von Sportbootnamen zum Ziel. Dabei sollten insbesondere die Beschreibung und Systematisierung der gedanklichen Konzepte, die hinter der Namenvergabe stecken („Geschichte der Namensgebung“) empirisch durch Befragungen ermittelt werden. Untersuchungsdimensionen waren dabei die Zusammenhänge zwischen Schiffstyp und Name, Schiffseigner und Name sowie Gattungsbezeichnung und Name. Außerdem wurden historische Aspekte berücksichtigt. Im Projekt wurden knapp 500 Fragebögen ausgewertet.