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(du) kriegst

f1_18

(du) kriegst (Frage 18)

Die Karte zeigt eine Reihe verschiedener Formen, die sich aus der Verbindung mehrerer sprachgeographischer Gegensätze ergeben. Zum einen gibt es Formen mit -t und ohne -t,  diejenigen ohne -t (Dreiecke) dominieren dabei im Südwesten (inkl. Südtirol) und Westen. Hinzu kommt der Gegensatz -g/-ch, der sich wie in den Karten "König" bzw. "Zeug" darstellt.  Im ch-Gebiet kommt außerdem überall die Zusammenziehung des chs zu s vor (krist, kriest), besonders häufig im Westen, wo das -t fehlt (kris). Der Gegensatz zwischen Langvokal/Diphthong und Kurzvokal schließlich entspricht von der Verteilung her dem zwischen -g und -ch, sodass sich als häufigste Formen südliches kriegst (griagst usw.) und nördliches krichst gegenüberstehen. – In einem Großteil der Antworten aus der Schweiz wurde dagegen darauf hingewiesen, dass das Verb kriegen (statt bekommen) dort überhaupt unüblich ist.