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Zur Wiederentdeckung Paula Bubers


„Ein abgesonderter Weg.” Zur Wiederentdeckung Paula Bubers zwischen jüdischer Identität und literarischer Existenz

VORTRAG/ 26. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Uta Werner, Berlin

Paula Buber war verheiratet mit dem jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber. Dass sie sich auch hinter dem Namen Georg Munk, einem seit den 1910er Jahren von der literarischen Welt beachteten Schriftsteller, verbarg, wurde erst spät bekannt. Die selbstgewählte Anonymität war wohl eng verbunden mit der Idee, ein literarisches „Reich des Zwischen” zu gewinnen und erhält erst aus dem historischen Abstand ihre inneren Konturen. Erst aus unserer Sicht wird deutlich, wie sehr Paula Bubers Schreiben stets im Wechselspiel mit den radikalen Umbrüchen ihrer Epoche zu begreifen ist. Bekannt mit literarischen Größen wie Shmuel Agnon, Hermann Hesse und Thomas Mann hat Paula Buber aus ihrer Verschwiegenheit heraus ein Œuvre geschaffen, das gerade durch eine konsequente Poetik der Randständigkeit besticht.

Uta Werner wird das schriftstellerische Werk Paula Bubers in diesem öffentlichen Abendvortrag vorstellen. Er ist Teil eines Seminars, bei dem Studierende der Literaturwissenschaft und der Geschichte eine Wechselausstellung zu Leben und Werk von Paula Buber erarbeiten. Sie soll im April 2017 in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber eröffnet werden.

Eine Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissemschaft an der Universität Augsburg.

Ort: Festsaal des Jüdischen Kulturmuseums, Augsburg
Eintritt: 5,00/3,00 Euro

Meldung vom 14.10.2016