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Abstract

Die rumäniendeutsche Schriftstellerin Herta Müller (*1953) und Literaturnobelpreisträgerin von 2009 begann etwa im Jahr 1990, parallel zu ihren Prosatexten ihre sogenannten Text-Bild-Collagen anzufertigen und publizierte diese hauptsächlich in Form eigenständiger Bände (1993, 2000, 2005 und 2012). Die Dissertation hat zum Ziel, das inzwischen sehr umfangreiche Collagenwerk Müllers literaturwissenschaftlich zu erschließen und vor dem Hintergrund der literarischen Montage und Verfremdungsverfahren sowie des literarischen Surrealismus und dem in der Arbeit anhand der Mechanismen von Entfremdung und Entgrenzung entworfenen ästhetischen Modells des dissoziativen Schreibens poetologisch zu diskutieren, sowie eine Methode zur Analyse der Collagen vorzuschlagen.