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Handbuch der deutschsprachigen Exilliteratur – Von Heinrich Heine bis Herta Müller


Handbuch der deutschsprachigen Exilliteratur. Von Heinrich Heine bis Herta Müller, hrsg. v. Bettina Bannasch und Gerhild Rochus, Berlin: de Gruyter 2013. 653 S.

An der Universität Augsburg wurde in der Zeit vom WiSe 2010/11 bis zum SoSe 2013 unter der Leitung von Prof. Dr. Bettina Bannasch und Gerhild Rochus M.A. ein Lehr- und Forschungsprojekt zum Thema Exil in der deutschsprachigen Literatur durchgeführt. Studierende, NachwuchswissenschaftlerInnen und Dozierende der Universität Augsburg und anderer Universitäten waren an diesem Projekt beteiligt, haben Exilliteratur gelesen, Möglichkeiten und Grenzen aktueller theoretischer Zugangsweisen diskutiert und Beiträge zu ausgewählten Werken der deutschsprachigen Exilliteratur verfasst.
Mit einer umfangreichen Publikation ist das Projekt im September 2013 zum Abschluss gekommen. Das im de Gruyter Verlag erschienene „Handbuch der deutschsprachigen Exilliteratur. Von Heinrich Heine bis Herta Müller“ versammelt Beiträge zu sechzig exemplarisch ausgewählten Werken der deutschsprachigen Exilliteratur. Acht einleitende Überblicksdarstellungen zu neuen Ansätzen und Perspektiven der aktuellen Forschung sind dem Handbuch vorangestellt.

Zum Projekt
Das Projekt setzte mit einer Vorlesung von Prof. Bannasch zum Thema Exilliteratur an der Universität Augsburg im Wintersemester 2010/11 ein. Die Vorlesung hatte das Ziel, die Studierenden für das Thema zu interessieren und sie mit literaturgeschichtlichem und –theoretischem Grundlagenwissen der exilliterarischen Forschung vertraut zu machen.
Es folgte eine Ringvorlesung Exilliteratur - Neue Ansätze und Perspektiven im Sommersemester 2011 mit internationalen Gästen. Die im Rahmen der Vorlesung gehaltenen Vorträge waren als Überblicksbeiträge zu einzelnen Teilaspekten der aktuellen exilliterarischen Forschung konzipiert; sie gingen als Theoriebeiträge in den ersten Teil des Handbuchs ein.
Die Ringvorlesung wurde durch ein gleichnamiges Oberseminar (Bannasch/ Rochus) begleitet; beides in Kooperation mit dem Elitestudiengang „Ethik der Textkulturen”. TeilnehmerInnen waren Studierende, Doktoranden und Habilitanden der Universitäten Augsburg, Erlangen, Gießen, Berlin und München. Die Arbeit des Oberseminars bestand darin, die Vorlesung kritisch zu begleiten, und zum einen Rückmeldungen an die Beiträger der Ringvorlesung zu formulieren, die in die schriftliche Ausarbeitung der Vorträge einfließen konnten, zum anderen auf der Grundlage der Vorträge Vorschläge zu einem Konzeptpapier zu erarbeiten, das den BeiträgerInnen für die Texte im zweiten Teil des Handbuchs zur Verfügung gestellt werden sollte.
Wo möglich und sinnvoll wurden die von den Seminarteilnehmern formulierten Vorschläge von den Vortragenden der Ringvorlesung, aufgegriffen und bei der Ausarbeitung für die Veröffentlichung berücksichtigt. Die beiden Herausgeberinnen führten die Konzeptpapier-Vorschläge zu einem kohärenten ‚Leitfaden’ zusammen, der allen Beiträgerinnen und Beiträgern für die Analysen der Texte im zweiten Teil des Handbuchs an die Hand gegeben wurde.
Auf diese Weise konnte eine enge Verknüpfung der beiden Teile des Handbuchs erreicht werden. Zugleich konnte damit eine Vereinheitlichung der Beiträge gewährleistet werden, die dem Handbuchcharakter des Bandes Rechnung trägt.