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HS: Die Ikone (Putin) als Bild und literarische Konfiguration


Dozent(in): Engel, Alexander
Termin: Sa. 23.04.16 12:30-16:30 Uhr Sa. 14.05.16 10:00-16:00 Uhr So. 15.05.16 10:00-14:00 Uhr Sa. 16.07.16 10:00-16:00 Uhr (Raum D/2004) So. 17.07.16 10:00-14:00 Uhr (Raum D/2004
Gebäude/Raum:
Anmeldung: Digicampus
Modulsignatur: BacGer 21 – NDL Nr. 1 (8 LP) GyD 21 – NDL Nr. 1 (8 LP) GsHsRsD 21 – LW Nr. 1 (7LP) FB-Gs-UF-Deu (4 LP) FB-Hs-UF-Deu (4 LP) FB-Rs-UF-Deu (4 LP) FB-Gy-VF-Deu (4 LP) BacVL 22 Nr. 2 (8LP) BacVL 26 Nr. 2 (8LP) Neue PO: BacGer 210 - NDL (8 LP) BacGer 301 NDL (5 LP) BacGer 302 NDL (5 LP) GsHs D 210 - NDL (8 LP) RsD 210 – NDL (8 LP) RsD 301 NDL (3 LP) GyD 210 – NDL (8 LP) BacVL 212 (10LP) BacVL 270 (8LP)


Zusammenfassung:

Die Ikone ist das zentrale Element der russisch-orthodoxen Kirche zur Sicherung der Präsenz Gottes nicht nur in der Kirche, sondern auch in privaten Räumen. Dabei ist der Ikone ein eigenes Bildverständnis eigen, das sich grundlegend vom okzidentalen Bildkonzept unterscheidet. Im Hauptseminar soll die Theorie und Theologie der Ikone aufzeigen helfen, dass zur Beschreibung von Praktiken und Phänomenen innerhalb eines Kulturkreises ein intrakultureller Blick vonnöten ist (Florenskij). Davon ausgehend ist das Bildverständnis, das auch eine politische Dimension impliziert, neu zu definieren. So lässt sich eine Adaption der Ikone in Darstellungen Vladimir Putins beobachten. Als zweiter wichtiger Bestandteil des Seminars soll auf literarische Konfigurationen der Ikone Putin innerhalb russischer zeitgenössischer Literatur (z.B. „Zuckerkreml“ von Vladimir Sorokin) eingegangen werden. Damit erweist sich die Ikone, die die göttliche Präsenz auch in der Literatur sicherzustellen vermag, als ein transmedial wirksames Phänomen. Die Inhalte des Hauptseminars richten sich an StudentInnen, die an interdisziplinären und interkulturellen Ansätzen (ausgehend von einer Theologie der russischen Ikone) und an zeitgenössischer russischer Literatur interessiert sind. Da das Seminar in zwei Blöcken (plus Vorbesprechung) an Wochenenden stattfinden wird, ist eine gründliche Lektüre der vorgesehenen Texte und eine rege Teilnahme aller Beteiligten sehr zu begrüßen.


Vorkenntnis für die Lehrveranstaltung:

Die Inhalte des Hauptseminars richten sich an StudentInnen, die an interdisziplinären und interkulturellen Ansätzen (ausgehend von einer Theologie der russischen Ikone) und an zeitgenössischer russischer Literatur interessiert sind. Da das Seminar in zwei Blöcken (plus Vorbesprechung) an Wochenenden stattfinden wird, ist eine gründliche Lektüre der vorgesehenen Texte und eine rege Teilnahme aller Beteiligten sehr zu begrüßen.


Literatur zur Lehrveranstaltung:

Literatur (kursorische Auswahl):

- Flogaus, Reinhard (2008): Die orthodoxe Ikonentheorie des 20. Jahrhunderts: Schulen und Richtungen. ZKG. 119. S. 203-231.
- Florenskij, Pavel (1988): Die Ikonostase: Urbild und Grenzerlebnis im revolutionären Rußland. Stuttgart.
- Florenskij, Pavel (1989): Die umgekehrte Perspektive. München.
- Krieger, Verena (1998): Von der Ikone zur Utopie: Kunstkonzepte der russischen Avantgarde. Köln.
- Sorokin, Vladimir (2009): Der Tag des Opritschniks. Köln.
- Sorokin, Vladimir (2012): Der Zuckerkreml. München.
- Sorokin, Vladimir (2015): Telluria. Köln.
- Taylor, Diana (2003): The archive and the repertoire: performing cultural memory in the Americas. Durham.
- Ulrich, Anne (2007): Bildrhetorik in der Warburgtradition. "Pathosformeln", "Schlagbilder" und "Topoi" am Beispiel Berlusconi. In: Knape, Joachim (2007): Bildrhetorik. Baden-Baden. S. 447–473.
- Waldenfels, Bernhard (2006): Grundmotive einer Phänomenologie des Fremden. Frankfurt am Main.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: für alle Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: NDL / ETK / VL
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: HS - Hauptseminar
Lehrveranstaltung ist fakultätsübergreifend: Ja
Semester: SS 2016